Die Afrikanische Blütenmantis Pseudocreobotra wahlbergii fällt mit ihren kräftigen Mustern und den Augenflecken auf den Flügeln sofort auf. Für die Haltung brauchst du vor allem Wärme, Frischluft und einen sicheren Häutungsplatz. Die auffällige Drohhaltung solltest du nicht absichtlich auslösen.
Afrikanische Blütenmantis im Überblick
| Herkunft | Ost- und südliches Afrika |
| Größe | Männchen etwa 3–4 cm, Weibchen etwa 4–5,5 cm |
| Haltung | Einzeln, auch bei Jungtieren die sichere Wahl |
| Temperatur | Tagsüber etwa 25–30 °C, nachts um 20–23 °C |
| Luftfeuchtigkeit | Etwa 50–70 % als Richtwert; keine dauerhafte Nässe |
| Terrarium | Zum Beispiel 20 × 20 × 30 cm für ein adultes Tier |
Die Tiere lauern auf Beute und verbringen viel Zeit an Ästen oder Blättern. Ihre Farbe kann variieren. Eine bestimmte Färbung durch bunte Einrichtung lässt sich nicht zuverlässig erzwingen. Richte das Terrarium daher nach den Bedürfnissen des Tieres ein.
Pseudocreobotra wahlbergii
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Einrichtung und Aufzucht der Blütenmantis
Kleine Nymphen lassen sich in übersichtlichen, ausbruchsicheren Aufzuchtbehältern gut kontrollieren. Eine fein gesicherte Belüftung und griffige Klettermöglichkeiten sind wichtig. Küchenpapier als einfacher Bodenbelag erleichtert in der Aufzucht das Entfernen von Futterresten.
Mit dem Wachstum braucht die Blütenmantis mehr freie Höhe. Eine Behausung sollte mindestens die dreifache Körperlänge in der Höhe bieten. Entscheidend bleibt der freie Raum unter ihrem Hängeplatz. Fülle ihn nicht mit Blüten, Ästen oder hohen Bodenschichten zu.
Für passende Jungtiergrößen ist eine BraPlast-Dose mit Doppelbelüftung praktisch. Kontrolliere vor jedem Umsetzen die nutzbare Höhe. Ein bereits vorhandener geeigneter Behälter kann genauso verwendet werden.
BraPlast Dose mit Doppelbelüftung
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Lesetipp: Das passende Mantidenterrarium
So beurteilst du Größe, Belüftung und freie Häutungsfläche, bevor du ein neues Terrarium kaufst.
Temperatur, Feuchtigkeit und Trinkwasser
Ein tagsüber warmer Standort unterstützt die Entwicklung. Miss die Temperatur am Sitzplatz und vermeide direkte Sonne. Kleine Boxen können schnell zu heiß werden. Erwärme das Tier nicht stark, um eine Paarung zu erzwingen.
Sprühe bei Bedarf fein an eine Wand oder auf die Einrichtung. Die Tropfen sollen erreichbar sein, die Flächen danach wieder abtrocknen. Nasse Küchenpapiere werden gewechselt. Passe die Wassermenge an dein Terrarium an, statt es nach einem starren Plan täglich zu durchnässen.
Sammelmaterial aus der Natur muss sauber und unbelastet sein. Verwende keine Äste von gespritzten Pflanzen. Kurzes Erhitzen in der Mikrowelle ist keine verlässliche Garantie gegen alle unerwünschten Mitbewohner und kann trockenes Material entzünden.

Foto: © Ralf Bauer
Futter für Pseudocreobotra wahlbergii
Wähle lebende Beute nach der tatsächlichen Größe deiner Mantis. Junge Nymphen bekommen kleine Fruchtfliegen; mit dem Wachstum kommen größere Fruchtfliegen und später Gold- oder Schmeißfliegen infrage. Larvenstadien sind nur eine Orientierung, keine feste Portionsvorgabe.
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Bei größeren Tieren sind Gold- und Schmeißfliegen praktische Futtertiere. Gib zunächst wenig hinein und beobachte den Fang. Ungefressene Tiere entfernst du besonders vor einer Häutung. Ein gut gefüllter Hinterleib ist kein Anlass, sofort weiterzufüttern.
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Jungtier von Pseudocreobotra wahlbergii. Foto: Chase Campbell
Häutung: Freiraum und Ruhe
Eine Blütenmantis, die vor der Häutung weniger frisst, braucht keine Zwangsfütterung. Entferne störende Futtertiere und lasse sie in Ruhe hängen. Nach der Häutung muss der neue Körper aushärten. Erst danach wird wieder vorsichtig passendes Futter angeboten.
Ein einzelnes Tier lässt sich dabei besser kontrollieren als eine Gruppe. Auch bei reichlich Futter ist Kannibalismus nicht ausgeschlossen. Deshalb ist Einzelhaltung besonders für den Einstieg die übersichtlichere Lösung.
Geschlechtsbestimmung und Verpaarung
Bei ausreichend großen Jungtieren kannst du die Unterseite des Hinterleibs betrachten. Männchen zeigen acht sichtbare Bauchsegmente, Weibchen sechs. Erwachsene Männchen bleiben meist kleiner und schlanker. Prüfe mehrere Merkmale, statt nur die Körpergröße zu vergleichen.
Lesetipp: Geschlechtsbestimmung bei Mantiden
Fotos und Merkmale helfen dir, die Bauchsegmente und weitere Unterschiede richtig einzuordnen.
Männchen werden früher paarungsbereit als Weibchen. Als grobe Orientierung nennt die Zuchtpraxis etwa eine Woche nach der letzten Häutung beim Männchen und rund vier Wochen beim Weibchen. Entwicklungszustand und Verhalten bleiben wichtiger als ein Datum im Kalender.
Führe nur gesunde, gut versorgte Tiere kontrolliert zusammen. Auch ein gefüttertes Weibchen kann das Männchen angreifen. Beobachte die Begegnung und trenne die Tiere bei deutlicher Gefahr. Eine zusätzliche starke Erwärmung zum Erzwingen der Paarung gehört nicht dazu.
Ootheken der Afrikanischen Blütenmantis
Die länglichen Eipakete bleiben in ihrer ursprünglichen Ausrichtung in einem gut belüfteten Behälter. Für die Zeitigung werden in der Zucht warme Bedingungen verwendet; etwa 28–30 °C sind ein vorsichtiger Ausgangspunkt innerhalb dokumentierter Bereiche. Vermeide direkte Nässe und Überhitzung.
Nach mehreren Wochen können viele Nymphen gleichzeitig schlüpfen. Plane deshalb vorab einzelne Aufzuchtplätze und kleine Fruchtfliegen ein. Schlupfzeit und Jungtierzahl schwanken. Stabile Bedingungen sind wichtiger als möglichst hohe Temperaturen.
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