HYMENOPUS-CORONATUS-frei
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Haltungsbericht

Eine Orchideenmantis sieht aus wie eine kleine Blüte – und bleibt doch ein aufmerksamer Lauerjäger. Wenn du Hymenopus coronatus halten möchtest, sind gute Belüftung, ein passendes Klima und freie Häutungsfläche wichtiger als dekorative Blüten. Die Nachzucht braucht deutlich mehr Planung als die Haltung eines einzelnen Tieres.

Orchideenmantis im Überblick

HerkunftSüdostasien, unter anderem Malaysia
GrößeMännchen etwa 2,5–3 cm, Weibchen etwa 6–8 cm
HaltungEinzeln; auch Jungtiere vorsorglich trennen
TemperaturTagsüber etwa 25–30 °C, nachts etwas kühler
LuftfeuchtigkeitEtwa 60–80 % als Orientierung, mit guter Belüftung und Abtrocknung
TerrariumFür ein adultes Weibchen zum Beispiel 20 × 20 × 30 cm, mit nutzbarer Höhe

Die weiß-rosa Färbung kann zwischen Tieren und Entwicklungsstadien variieren. Eine bestimmte Farbe lässt sich durch rosa Dekoration nicht zuverlässig bestellen. Auch eine echte Orchidee ist für die Haltung nicht notwendig. Wähle die Einrichtung nach sicherem Halt und Pflegeaufwand.

Hymenopus coronatus "Orchideenmantis"

Hymenopus coronatus "Orchideenmantis"

Preisspanne: 17,50 € bis 22,50 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

Durch ihr blumenartiges Erscheinungsbild zählt sie zu den schönsten Mantide überhaupt.

Das Terrarium für deine Orchideenmantis

Jungtiere sind in einer kleinen, gut belüfteten Aufzuchtbox leichter zu füttern und zu kontrollieren. Sie brauchen sichere Klettermöglichkeiten und einen gut erreichbaren Platz zum kopfüber Hängen. Mit zunehmender Größe zieht das Tier in einen höheren Behälter um.

Als Orientierung sollte die Behausung mindestens dreimal so hoch wie die Körperlänge der Mantis sein. Unter dem Häutungsplatz muss zusätzlich genügend freie Strecke bleiben. Bodengrund, Äste und Blätter dürfen diesen Raum nicht blockieren. Beim großen Weibchen ist ein Terrarium mit etwa 30 cm Höhe praktisch.

Eine BraPlast-Dose mit Doppelbelüftung eignet sich für passende Aufzuchtgrößen. Prüfe aber immer die tatsächlich nutzbare Höhe für dein Tier. Für ein ausgewachsenes Weibchen kann ein größeres Terrarium erforderlich sein.

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BraPlast Dose mit Doppelbelüftung

Preisspanne: 2,80 € bis 5,90 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

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Lesetipp: Das passende Mantidenterrarium

So beurteilst du Größe, Belüftung und freie Häutungsfläche, bevor du ein neues Terrarium kaufst.

Klima und Wasser: Feucht, aber nicht stickig

Miss die Temperatur dort, wo die Orchideenmantis sitzt. Ein warmer Platz mit guter Luftbewegung ist hilfreicher als ein dauerhaft nasser Behälter. Die genannten Werte sind Richtwerte; direkte Sonne kann kleine Boxen sehr schnell überhitzen.

Sprühe sparsam an Einrichtung oder Seitenwand, sodass kleine Tropfen erreichbar sind. Zwinge das Tier nicht durch direktes Ansprühen zum Trinken. Zwischen den Sprühgängen sollen nasse Flächen wieder abtrocknen. Passe die Häufigkeit an Belüftung, Raumklima und Boxgröße an.

Gerade bei kleinen Nymphen ist dauerhaft stehende Feuchtigkeit problematisch. Ein Hygrometer allein sagt nicht, ob genug Frischluft vorhanden ist. Prüfe deshalb zusätzlich Kondenswasser, Substrat und den Zustand des Tieres. Zusätzliche Wärme ist nur nötig, wenn die gemessenen Temperaturen zu niedrig sind.

Was frisst eine Orchideenmantis?

Wähle lebende Beute nach der tatsächlichen Größe deiner Mantis. Junge Nymphen bekommen kleine Fruchtfliegen; mit dem Wachstum kommen größere Fruchtfliegen und später Gold- oder Schmeißfliegen infrage. Larvenstadien sind nur eine Orientierung, keine feste Portionsvorgabe.

Kleine Fruchtfliege "Ameise"

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Große Fruchtfliege

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Bei größeren Tieren sind Gold- und Schmeißfliegen praktische Futtertiere. Gib zunächst wenig hinein und beobachte den Fang. Ungefressene Tiere entfernst du besonders vor einer Häutung. Ein gut gefüllter Hinterleib ist kein Anlass, sofort weiterzufüttern.

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Goldfliegen

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Häutung und ruhige Pflege

Vor einer Häutung kann die Orchideenmantis Futter ablehnen und länger an einem Platz hängen. Lasse sie dann ungestört. Nach der Häutung braucht sie Zeit zum Aushärten; Umsetzen und Füttern werden nicht erzwungen. Kontrolliere lieber den freien Raum unter ihrem Sitzplatz.

Reinige gut zugängliche Stellen regelmäßig von Futterresten. Ein vollständiger Umbau ist dafür meist nicht nötig. Langsame Bewegungen und wenige Störungen erleichtern die Pflege. Die kleinen adulten Männchen können gut fliegen – sichere beim Öffnen den Raum.

Geschlecht und Nachzucht bei Hymenopus coronatus

Weibchen werden erheblich größer als Männchen. Bei ausreichend großen Jungtieren lassen sich die Geschlechter unter anderem anhand der sichtbaren Bauchsegmente unterscheiden: Weibchen zeigen sechs, Männchen acht. Die Färbung am Hals kann zusätzlich helfen, sollte aber nicht das einzige Merkmal sein.

Lesetipp: Geschlechtsbestimmung bei Mantiden

Fotos und Merkmale helfen dir, die Bauchsegmente und weitere Unterschiede richtig einzuordnen.

Die Männchen entwickeln sich schneller. Deshalb ist es nicht selbstverständlich, dass Tiere aus demselben Schlupf später gleichzeitig paarungsbereit sind. Für die reine Haltung brauchst du diese Entwicklung nicht durch knappes Futter oder extreme Temperaturen zu beeinflussen.

Eine Verpaarung gehört in erfahrene Hände. Das Weibchen sollte gut versorgt sein; das Männchen braucht eine Rückzugsmöglichkeit. Auch bei guter Vorbereitung bleibt Kannibalismus möglich. Nach erfolgreicher Paarung setzt du die Tiere wieder getrennt, sobald sich das Männchen gelöst hat.

Oothek und Schlupf

Eine Oothek ist das Eipaket der Mantis. Halte sie in der ursprünglichen Ausrichtung in einem belüfteten Behälter und lasse darunter genügend Platz für die schlüpfenden Nymphen. Im bisherigen Zuchtbericht wurden bei etwa 25–30 °C rund vier bis sechs Wochen bis zum Schlupf beobachtet. Das ist keine Garantie für jede Oothek.

Vermeide direkte Durchnässung und stehende Luft. Bereite vor dem Schlupf viele kleine Aufzuchtbehälter und passende Fruchtfliegen vor. Erst wenn die Versorgung aller Jungtiere geplant ist, wird aus einer spannenden Beobachtung eine verantwortungsvoll betreute Nachzucht.

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