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Haltungsbericht

Tonkinbolus caudulanus ist ein auffällig gefärbter Tausendfüßer, der viel Zeit im Bodengrund verbringt. Seine Haltung steht und fällt mit einem tiefen, essbaren Substrat. Wenn du ein ständig sichtbares Tier suchst, solltest du diese versteckte Lebensweise vor der Anschaffung berücksichtigen.

Centrobolus spec. Mosambik
Centrobolus spec. Mosambik
Klimatabelle Mosambik

Tonkinbolus caudulanus im Überblick

Größebis etwa 13 cm
Temperatur23–26 °C tagsüber, etwa 21–24 °C nachts
BodengrundTiefes, essbares Substrat mit verrottetem Laub und weißfaulem Laubholz
FeuchtigkeitLeicht feucht, gut belüftet und ohne Staunässe
HaltungUngestörte Rückzugsorte und Platz zum Graben

Die Art stammt aus Südostasien. Unser bisheriger Bericht nennt Thailand, Vietnam, Laos und Myanmar. Eine Herkunftsangabe ersetzt jedoch keine Information zum konkreten Zuchtstamm. Halte die Bezeichnung fest, unter der du deine Tiere erhalten hast.

Tonkinbolus caudulanus halten: Terrarium und Boden

Plane etwa 15–20 cm Bodengrund ein; bei großen Tieren sollte die nutzbare Schicht möglichst ihrer Körperlänge entsprechen. Der Behälter braucht darüber genug Platz für sichere Klettermöglichkeiten. Richte seine Fläche nach der Größe und Zahl der Tiere aus.

Der Boden ist zugleich Wohnung und Hauptnahrung. Verrottetes Laub und weiches, weißfaules Laubholz gehören deshalb in die Mischung. Reine Kokosfaser erfüllt diese Aufgabe nicht. Fertiges Tausendfüßer-Substrat ist praktisch, wenn du die geeigneten Bestandteile nicht selbst zusammenstellen möchtest.

Tausendfüßer-Substrat

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Tausendfüßer-Substrat – Bodengrund und natürliche Nahrungsquelle in einem Bei Tausendfüßern ist der Bodengrund viel mehr als nur der Boden ihres Terrariums. Viele Arten verbringen einen großen Teil ihres Lebens darin,…

Klima und Häutung

Halte die tieferen Bodenschichten leicht feucht, aber nicht nass. Eine etwas trockenere Zone ermöglicht den Tieren eine Auswahl. Kontrolliere das Substrat vorsichtig am Rand, statt das ganze Terrarium umzugraben. Ausreichende Lüftung verhindert stickige, dauerhaft nasse Bedingungen.

Miss die Temperatur im eingerichteten Terrarium. Falls dein Raum zu kalt ist, kommt eine geregelte Wärmequelle seitlich infrage. Eine Heizung unter dem Boden kann den Rückzugsbereich austrocknen. Direkte Sonne ist ungeeignet. Vergrabene Tiere werden nicht zur Kontrolle ausgegraben: Sie können sich gerade häuten.

Futter für Tonkinbolus caudulanus

Ergänze verbrauchtes Laub und morsches Holz regelmäßig. Kleine Stücke geeignetes, ungespritztes Gemüse kannst du zusätzlich anbieten. Wird es nicht gefressen, entfernst du es rechtzeitig. Obst und Gemüse ersetzen den essbaren Boden nicht.

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Grundnahrungsmittel vieler Wirbellose.

Halte die Tiere möglichst in einer eigenen Gruppe. Asseln sind keine notwendige Reinigungshilfe und können frisch gehäutete Tiere bedrängen. Sauberkeit erreichst du vor allem durch kleine Zusatzfutterportionen und das Entfernen verdorbener Reste.

Nachwuchs und tägliche Pflege

Für diese Art hatten wir im bisherigen Bericht noch keine gesicherte eigene Nachzucht dokumentiert. Versprechen zu einer festen Entwicklungszeit wären daher unpassend. Gib einer neuen Gruppe Zeit und kontrolliere vor allem den Zustand des Substrats.

Beobachte lieber, als die Tiere häufig in die Hand zu nehmen. Bei Störung können Tausendfüßer Abwehrsekret abgeben. Wasche dir nach Arbeiten im Terrarium die Hände und vermeide Kontakt mit Augen und Schleimhäuten. Prüfe außerdem regelmäßig den sicheren Sitz von Ästen und Deckel.

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Du bist noch unsicher? Stelle uns gerne deine Frage unter dem Artikel in den Kommentaren.

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