Spirostreptus spec. 9
Einfach
Kamerun
< 250 mm
23°C – 27°C
Spirostreptus spec. 9 – der orange gebänderte Riesentausendfüßer aus Kamerun
Spirostreptus spec. 9 gehört zu den auffälligsten großen Tausendfüßern aus Afrika. Besonders seine orangegelbe Ringzeichnung, der dunkelbraune Körper und die grauen Beine machen ihn zu einem echten Blickfang im Terrarium.
Mit einer Körperlänge von bis zu 25 cm erreicht dieser Tausendfüßer eine beeindruckende Größe. Gleichzeitig wirkt er durch seinen langgestreckten, glänzenden Körper ausgesprochen elegant. Wenn sich seine zahlreichen Beine in gleichmäßigen Wellen bewegen, kommt die außergewöhnliche Färbung besonders schön zur Geltung.
Die Tiere stammen aus Kamerun und bewohnen dort bevorzugt feuchte, schattige Waldgebiete. Deshalb benötigen sie im Terrarium einen tiefen, nährstoffreichen Bodengrund, ausreichend Feuchtigkeit und verschiedene Rückzugsmöglichkeiten.
Besonders interessant ist außerdem ihr Verhalten. Denn Spirostreptus spec. 9 lässt sich bei geeigneten Bedingungen regelmäßig an der Oberfläche beobachten. Dadurch eignet sich diese Art hervorragend für alle, die große Tausendfüßer nicht nur halten, sondern auch bei ihrem natürlichen Verhalten beobachten möchten.
Eine Besonderheit aus den Wäldern Kameruns
Die Heimat von Spirostreptus spec. 9 liegt in den feuchten Waldgebieten Kameruns.
Dort verbringen die Tiere einen großen Teil ihres Lebens auf und im Waldboden. Zwischen abgestorbenem Laub, morschem Holz und lockerer Erde finden sie Nahrung und Schutz.
Die Bezeichnung Spirostreptus spec. 9 ist allerdings ein Handels- beziehungsweise Arbeitsname. Die genaue wissenschaftliche Artzuordnung ist bislang nicht abschließend geklärt.
Deshalb sollte die Nummer 9 nicht mit einem gültigen wissenschaftlichen Artnamen verwechselt werden.
Für die Terraristik ist diese Bezeichnung dennoch hilfreich, weil sich die Tiere dadurch von anderen ähnlich aussehenden afrikanischen Tausendfüßern unterscheiden lassen.
Dunkelbraun mit leuchtend orangegelben Ringen
Das auffälligste Merkmal von Spirostreptus spec. 9 ist seine kontrastreiche Färbung.
Der Körper besitzt eine dunkelbraune Grundfarbe. Gleichzeitig zeigen die einzelnen Körperringe orangegelbe Bänder, wodurch eine besonders schöne Streifenzeichnung entsteht.
Die Beine und Fühler sind dagegen überwiegend grau gefärbt.
Zusätzlich besitzt der Körper eine sehr glatte und glänzende Oberfläche. Dadurch wirken die Farben besonders intensiv.
Gerade auf dunklem Waldboden kommt die orangegelbe Zeichnung hervorragend zur Geltung.
Was unterscheidet Spirostreptus spec. 9 von spec. 8?
Spirostreptus spec. 9 ähnelt dem ebenfalls aus Afrika bekannten Spirostreptus spec. 8.
Beide Formen erreichen eine beachtliche Größe und besitzen einen langgestreckten Körper.
Der auffälligste Unterschied liegt in der Färbung.
Während Spirostreptus spec. 9 durch seine orangegelbe Ringzeichnung auffällt, zeigt Spirostreptus spec. 8 eine andere Farbverteilung.
Da die wissenschaftliche Zuordnung dieser Handelsformen noch nicht vollständig geklärt ist, sollte die Unterscheidung allerdings nicht ausschließlich anhand einzelner Farbmerkmale erfolgen.
Bis zu 25 cm Körperlänge
Mit einer Länge von ungefähr 20–25 cm gehört Spirostreptus spec. 9 zu den größeren Tausendfüßern in der Terraristik.
Adulte Tiere besitzen einen kräftigen, langgestreckten Körper mit zahlreichen Segmenten.
An den meisten Körperringen befinden sich jeweils zwei Beinpaare. Dadurch entsteht die typische wellenartige Fortbewegung.
Besonders interessant ist das Verhalten beim Überqueren von Wurzeln und anderen natürlichen Hindernissen.
Dabei bewegen sich die Tiere überraschend geschickt und erkunden ihre Umgebung mit ihren Fühlern.
Friedlich und regelmäßig zu beobachten
Spirostreptus spec. 9 gehört zu den friedlichen Tausendfüßern.
Die Tiere verbringen viel Zeit damit, den Bodengrund nach Nahrung abzusuchen. Dabei bewegen sie sich über Laub, erkunden Holzstücke oder verschwinden zwischen natürlichen Strukturen.
Erfahrungsberichte aus der Haltung beschreiben diese Form als vergleichsweise häufig an der Oberfläche aktiv.
Trotzdem kann sich ein Tier jederzeit vollständig eingraben.
Gerade während einer Häutung oder bei ungünstigen Bedingungen ziehen sich Tausendfüßer häufig in tiefere Bodenschichten zurück.
Das gehört zu ihrem natürlichen Verhalten und ist zunächst kein Grund zur Sorge.
Ein geräumiges Terrarium mit großer Grundfläche
Aufgrund seiner Größe benötigt Spirostreptus spec. 9 ausreichend Platz.
Für eine kleine Gruppe empfehlen wir ein Terrarium ab ungefähr 80 × 40 × 50 cm.
Dabei ist die Grundfläche besonders wichtig. Denn die Tiere verbringen den größten Teil ihres Lebens auf und im Bodengrund.
Gleichzeitig muss genügend Höhe vorhanden sein, damit eine ausreichend tiefe Substratschicht eingefüllt werden kann.
Wurzeln und Korkstücke schaffen zusätzliche Verstecke und ermöglichen interessante Klettermöglichkeiten.
Allerdings müssen schwere Einrichtungsgegenstände sicher stehen, damit sie beim Untergraben nicht umkippen können.
Mindestens 15 cm Tausendfüßer-Substrat
Der Bodengrund ist der wichtigste Bestandteil der Haltung.
Wir empfehlen für Spirostreptus spec. 9 eine Substrathöhe von mindestens 15 cm. Bei ausreichend Platz darf die Schicht gerne noch tiefer ausfallen.
Denn Tausendfüßer leben nicht nur auf dem Boden.
Sie graben sich ein, ruhen in tieferen Schichten und ziehen sich für ihre Häutungen zurück.
Außerdem ist das Substrat gleichzeitig ihre wichtigste Nahrungsquelle.
Deshalb reicht gewöhnliche Terrarienerde für eine langfristige Haltung nicht aus.
Unser Tausendfüßer-Substrat als Nahrungsgrundlage
Für Spirostreptus spec. 9 empfehlen wir unser spezielles Tausendfüßer-Substrat.
Dieses enthält fermentiertes Laub und weißfaules Holz.
Dadurch bietet es den Tieren nicht nur einen natürlichen Lebensraum, sondern gleichzeitig wichtige Nahrungsbestandteile.
Denn große Tausendfüßer ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenem und bereits zersetztem Pflanzenmaterial.
Das Substrat sollte deshalb nicht mit anderen Bodengründen gemischt werden. Dadurch würde lediglich der Anteil der verwertbaren Nahrung verringert.
Futterlaub gehört dauerhaft ins Terrarium
Zusätzlich zum Bodengrund sollte immer ausreichend Futterlaub vorhanden sein.
Besonders geeignet sind beispielsweise abgestorbene Blätter von Eiche und Buche.
Das Laub dient als Nahrung und schafft gleichzeitig natürliche Verstecke.
Außerdem schützt eine dickere Laubschicht den darunterliegenden Boden vor zu schnellem Austrocknen.
Mit der Zeit wird das Material gefressen und weiter zersetzt.
Deshalb solltest du regelmäßig neues Futterlaub nachlegen.
Weißfaules Holz ist unverzichtbar
Weißfaules Holz gehört ebenfalls zur Grundversorgung.
Dabei handelt es sich um bereits stark zersetztes Holz, das durch die Aktivität von Pilzen weich geworden ist.
Genau dieses Material können Tausendfüßer besonders gut verwerten.
Du kannst größere Stücke direkt auf den Bodengrund legen oder teilweise darin einarbeiten.
Dadurch entstehen gleichzeitig natürliche Strukturen und zusätzliche Futterstellen.
Obst und Gemüse als Ergänzungsfutter
Neben ihrer natürlichen Hauptnahrung nehmen die Tiere verschiedene Obst- und Gemüsesorten an.
Geeignet sind beispielsweise:
- Zucchini
- Gurke
- Kürbis
- Karotte
- Süßkartoffel
- Apfel
- Birne
- Melone
Diese Futtermittel sollten jedoch nur ergänzend angeboten werden.
Futterlaub, weißfaules Holz und Tausendfüßer-Substrat bleiben die wichtigste Nahrungsgrundlage.
Frisches Ergänzungsfutter solltest du regelmäßig kontrollieren und entfernen, bevor es verdirbt.
Calcium für Wachstum und Häutung
Eine zusätzliche Calciumquelle sollte ebenfalls vorhanden sein.
Besonders praktisch sind Sepiaschalen.
Diese kannst du einfach auf den Bodengrund legen. Die Tiere können daran nach Bedarf fressen.
Calcium wird für den Aufbau und die Mineralisierung des Außenpanzers benötigt.
Gerade während des Wachstums ist eine ausreichende Versorgung deshalb sinnvoll.
23–27 °C für eine erfolgreiche Haltung
Für Spirostreptus spec. 9 empfehlen wir tagsüber ungefähr 23–27 °C.
Dieser Temperaturbereich hat sich auch in der bisherigen Haltung bei Insektenliebe bewährt.
Nachts darf die Temperatur etwas absinken.
Eine zusätzliche Wärmequelle ist nur notwendig, wenn die Raumtemperatur nicht ausreicht.
Dabei solltest du unbedingt vermeiden, eine Heizmatte direkt unter dem Terrarium anzubringen.
Tausendfüßer graben sich normalerweise tiefer ein, wenn sie kühlere und geschütztere Bereiche suchen.
Eine Bodenheizung würde dieses natürliche Temperaturgefälle umkehren.
Feuchter Waldboden statt Staunässe
Spirostreptus spec. 9 stammt aus feuchten Waldgebieten und benötigt deshalb einen Bodengrund mit ausreichender Grundfeuchtigkeit.
Als praktische Orientierung können ungefähr 65–85 % relative Luftfeuchtigkeit dienen.
Wichtiger als ein einzelner Messwert ist jedoch die tatsächliche Feuchtigkeit des Substrats.
Die tieferen Bodenschichten sollten gleichmäßig feucht bleiben. Gleichzeitig darf die Oberfläche stellenweise etwas abtrocknen.
Dadurch entsteht ein natürliches Feuchtigkeitsgefälle.
Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.
Außerdem ist eine ausreichende Belüftung wichtig, damit keine dauerhaft stehende, feuchte Luft entsteht.
Häutungen finden geschützt im Boden statt
Wenn sich dein Spirostreptus spec. 9 für längere Zeit eingräbt, kann eine Häutung bevorstehen.
Während dieser Phase zieht sich der Tausendfüßer in einen geschützten Bereich zurück.
Dort wird der alte Außenpanzer abgestreift. Anschließend muss der neue Panzer vollständig aushärten.
Das Tier ist während dieser Zeit besonders empfindlich.
Deshalb solltest du eingegrabene Tausendfüßer niemals ausgraben.
Auch größere Veränderungen am Bodengrund sollten möglichst vermieden werden.
Gruppenhaltung ist möglich
Spirostreptus spec. 9 lässt sich gut mit Artgenossen halten.
Mehrere Tiere können deshalb gemeinsam in einem ausreichend großen Terrarium gepflegt werden.
Dabei steigt mit der Anzahl der Tiere allerdings auch der Verbrauch des Substrats.
Denn die organischen Bestandteile werden kontinuierlich gefressen.
Deshalb solltest du regelmäßig kontrollieren, ob noch ausreichend Futterlaub und weißfaules Holz vorhanden sind.
Mit der Zeit wird der Bodengrund zunehmend feiner. Dann müssen verbrauchte Bereiche durch frisches Tausendfüßer-Substrat ersetzt werden.
Die Nachzucht ist eine besondere Herausforderung
Die Nachzucht von Spirostreptus spec. 9 ist möglich, gelingt jedoch nicht immer zuverlässig.
Es gibt dokumentierte Zuchterfolge. Gleichzeitig berichten erfahrene Halter davon, dass sich diese Form deutlich seltener vermehrt als manche anderen afrikanischen Tausendfüßer.
Möglicherweise spielen jahreszeitliche Veränderungen eine Rolle.
In Kamerun wechseln sich regional ausgeprägte Regen- und Trockenzeiten ab. Solche Veränderungen könnten auch für die Fortpflanzung bestimmter Tausendfüßer von Bedeutung sein.
Allerdings liegen für Spirostreptus spec. 9 bislang keine ausreichend gesicherten Daten vor, um einen bestimmten Zuchtablauf zuverlässig zu empfehlen.
Deshalb sollte die Nachzucht eher als interessantes langfristiges Projekt betrachtet werden.
Vorteile auf einen Blick
- Spirostreptus spec. 9
- Großer afrikanischer Tausendfüßer
- Herkunft Kamerun
- Körperlänge bis ungefähr 25 cm
- Dunkelbraune Grundfärbung
- Auffällige orangegelbe Ringzeichnung
- Graue Beine und Fühler
- Glänzender, glatter Körper
- Friedliches Verhalten
- Häufig an der Oberfläche zu beobachten
- Gruppenhaltung möglich
- Terrarium für kleine Gruppen ab ungefähr 80 × 40 × 50 cm
- Mindestens 15 cm Substrathöhe
- Temperatur ungefähr 23–27 °C
- Luftfeuchtigkeit als Orientierung 65–85 %
- Tausendfüßer-Substrat als wichtigste Nahrungsgrundlage
- Futterlaub und weißfaules Holz dauerhaft anbieten
- Obst und Gemüse als Ergänzungsfutter
- Calciumquelle empfehlenswert
- Häutungen finden geschützt im Bodengrund statt
- Nachzucht möglich, jedoch nicht immer zuverlässig
- Schwierigkeitsgrad: Einfach
Passendes Zubehör für dein Setup
Tausendfüßer Terrarium Komplettset – bietet ausreichend Grundfläche und ermöglicht eine tiefe Substratschicht zum Graben, Verstecken und Häuten.
Insektenliebe Tausendfüßer-Komplettset – enthält eine auf die Bedürfnisse von Tausendfüßern abgestimmte Grundausstattung und erleichtert den Einstieg in die Haltung von Spirostreptus spec. 9.
Tausendfüßer-Substrat – bildet gleichzeitig Lebensraum und wichtige Nahrungsgrundlage aus fermentiertem Laub und weißfaulem Holz.
Futterlaub – dient als natürliche Dauernahrung und schützt den darunterliegenden Bodengrund vor zu schnellem Austrocknen.
Weißfaules Holz – liefert wichtige zersetzte Holzbestandteile und gehört zur natürlichen Grundversorgung.
Insektenliebe Futterfels – ermöglicht das saubere Anbieten von Obst, Gemüse und anderem Ergänzungsfutter, ohne dass dieses direkt auf dem feuchten Substrat liegt.
Fazit
Spirostreptus spec. 9 ist ein außergewöhnlich schöner Tausendfüßer aus Kamerun. Besonders seine orangegelben Körperringe, die grauen Beine und der glänzende dunkelbraune Körper machen ihn unverwechselbar.
Mit einer Länge von bis zu 25 cm gehört er außerdem zu den größeren Arten in der Terraristik.
Dabei ist er friedlich und lässt sich bei geeigneten Bedingungen regelmäßig an der Oberfläche beobachten.
Für eine erfolgreiche Haltung empfehlen wir ein geräumiges Terrarium, Temperaturen von 23–27 °C und einen mindestens 15 cm hohen Bodengrund.
Besonders wichtig ist unser Tausendfüßer-Substrat, denn es dient gleichzeitig als Lebensraum und wichtigste Nahrungsquelle. Futterlaub und weißfaules Holz sollten zusätzlich dauerhaft vorhanden sein.
Wer einen großen, farbenprächtigen und friedlichen Tausendfüßer sucht, findet mit Spirostreptus spec. 9 einen faszinierenden Bewohner für ein naturnah eingerichtetes Waldterrarium.















