Unident. spec. "African Grey"

Unident. spec. "African Grey"

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Kategorie:
Artikelnummer: 210
Weitere Produktinformationen

SchwierigkeitEinfach

Tier Größe (mm) < 120 mm

Temperatur (°C)22°C – 25°C

g60

Icon Schwierigkeitsgrad

Einfach

Icon Heimat

Nigeria

Icon Tiergroesse

< 120 mm

Icon Temperatur

22°C – 25°C

Unident. spec. „African Grey“ – der silbergraue Tausendfüßer aus Afrika

Mit seiner silbergrauen bis graubraunen Färbung besitzt Unident. spec. „African Grey“ ein außergewöhnlich elegantes Erscheinungsbild. Während viele afrikanische Tausendfüßer durch kräftige Rot-, Orange- oder Brauntöne auffallen, setzt diese Form auf ein deutlich dezenteres Farbspiel.

Der gleichmäßig gegliederte Körper und die zahlreichen Beine wirken besonders eindrucksvoll, wenn sich das Tier langsam über Laub, Holz und den Waldboden bewegt. Dabei entstehen die typischen Bewegungswellen entlang des Körpers.

Die Bezeichnung „Unident. spec.“ macht allerdings bereits deutlich, dass es sich nicht um einen wissenschaftlich bestimmten Artnamen handelt. „African Grey“ ist eine Bezeichnung, unter der diese noch nicht eindeutig bestimmte afrikanische Form in der Terraristik geführt wird.

Deshalb verzichten wir bewusst darauf, ihr eine bestimmte Gattung, ein exaktes Verbreitungsgebiet oder andere artspezifische Eigenschaften zuzuschreiben, solange keine sichere Bestimmung vorliegt.

Für die Haltung ist das jedoch kein Hindernis. Die Tiere lassen sich bei passenden Bedingungen gut pflegen und zeigen das interessante Grab-, Fress- und Erkundungsverhalten, das große afrikanische Tausendfüßer so faszinierend macht.

Was bedeutet Unident. spec. „African Grey“?

„Unident.“ steht für unidentified, also „nicht identifiziert“.

Das ist wichtig, denn eine Handelsbezeichnung darf nicht mit einem gültigen wissenschaftlichen Artnamen verwechselt werden.

Bei Unident. spec. „African Grey“ wissen wir also, dass es sich um einen afrikanischen Tausendfüßer handelt. Eine sichere Zuordnung auf Artebene liegt jedoch nicht vor.

Der Zusatz „African Grey“ beschreibt vor allem das charakteristische Erscheinungsbild der Tiere und ermöglicht es gleichzeitig, diese Form innerhalb der Terraristik wiederzuerkennen.

Bis eine wissenschaftlich belastbare Bestimmung vorliegt, ist genau diese vorsichtige Bezeichnung sinnvoller, als dem Tier vorschnell einen Artnamen zuzuweisen.

Silbergrau statt knallbunt

Das auffälligste Merkmal ist die dezente Färbung.

Je nach Tier und Beleuchtung erscheint der Körper silbergrau, grau bis graubraun. Dadurch entsteht ein ruhiger, beinahe metallischer Gesamteindruck.

Gerade in einem natürlichen Waldterrarium mit braunem Futterlaub, dunklem Substrat und Holz hebt sich diese Färbung besonders schön ab.

Dabei sollte „African Grey“ nicht als exakt definierter Farbstandard verstanden werden. Einzelne Tiere können etwas heller oder dunkler erscheinen.

Ruhiger Bewohner des Waldbodens

Unident. spec. „African Grey“ ist ein friedlicher Tausendfüßer.

Die Tiere verbringen einen großen Teil ihrer aktiven Zeit damit, den Boden nach verwertbarem Pflanzenmaterial abzusuchen.

Dabei laufen sie durch die Laubschicht, untersuchen Holzstücke und verschwinden regelmäßig vollständig im Substrat.

Genau dieses Verhalten solltest du bei der Einrichtung berücksichtigen.

Ein Tausendfüßer-Terrarium lebt nicht von möglichst viel Dekoration. Entscheidend ist ein tiefer und nährstoffreicher Bodengrund.

Das Substrat ist gleichzeitig Lebensraum und Futter

Für Unident. spec. „African Grey“ empfehlen wir unser spezielles Tausendfüßer-Substrat.

Dieses enthält fermentiertes Laub und weißfaules Holz. Dadurch dient es nicht nur als grabfähiger Bodengrund, sondern gleichzeitig als wichtige Nahrungsquelle.

Denn Tausendfüßer sind Dekomponisten.

Sie verwerten abgestorbenes und bereits zersetztes Pflanzenmaterial und tragen dadurch in der Natur zur weiteren Zersetzung organischer Substanz bei.

Das bedeutet für die Terrarienhaltung: Der Boden ist ein wesentlicher Teil der Ernährung.

Unser Tausendfüßer-Substrat sollte deshalb nicht mit anderen Substraten gemischt werden. Dadurch würde lediglich der Anteil des verwertbaren organischen Materials reduziert.

Mindestens 10–15 cm Substrat einfüllen

Der Bodengrund sollte mindestens 10–15 cm hoch sein. Bei größeren Tieren und einem entsprechend geeigneten Terrarium darf es gerne noch mehr sein.

Denn Tausendfüßer graben sich regelmäßig vollständig ein.

Sie suchen dort passende Feuchtigkeitsbereiche, ziehen sich zurück und führen ihre Häutungen geschützt im Boden durch.

Gleichzeitig entsteht in einem tiefen Substrat ein natürliches Feuchtigkeitsgefälle.

Die Oberfläche kann stellenweise etwas abtrocknen, während die tieferen Bereiche länger feucht bleiben.

Futterlaub gehört dauerhaft ins Terrarium

Zusätzlich sollte eine großzügige Schicht Futterlaub auf dem Boden liegen.

Das Laub erfüllt gleich mehrere Funktionen.

Es dient als natürliche Nahrung, bietet Deckung und reduziert gleichzeitig die Verdunstung aus dem darunterliegenden Substrat.

Mit der Zeit wird das Laub weiter zersetzt und von den Tausendfüßern gefressen.

Deshalb solltest du regelmäßig frisches Material nachlegen.

Ein Waldboden mit einer dicken Laubschicht sieht also nicht nur natürlich aus, sondern erfüllt einen wichtigen praktischen Zweck.

Weißfaules Holz als wichtiger Nahrungsbestandteil

Auch weißfaules Holz gehört zur Grundversorgung.

Dabei handelt es sich um bereits stark zersetztes Holz, das weich und teilweise brüchig geworden ist.

Es unterscheidet sich deutlich von harten, trockenen Ästen, die lediglich als Dekoration verwendet werden.

Weißfaules Holz kann direkt auf den Bodengrund gelegt oder teilweise eingegraben werden.

Die Tiere können es dadurch nach und nach verwerten.

Gemüse ergänzt die natürliche Ernährung

Zusätzlich kannst du verschiedene Gemüsesorten anbieten.

Besonders geeignet sind beispielsweise:

  • Zucchini
  • Karotte
  • Pastinake
  • Kürbis
  • Süßkartoffel
  • Gurke

Auch etwas Obst kann gelegentlich angeboten werden.

Dabei bleibt frisches Gemüse jedoch Ergänzungsfutter.

Die Ernährungsgrundlage bilden weiterhin das hochwertige Tausendfüßer-Substrat, Futterlaub und weißfaules Holz.

Dadurch orientiert sich die Ernährung wesentlich stärker an der natürlichen Lebensweise eines Dekomponisten.

Tierisches Protein nur sparsam ergänzen

Gelegentlich kann zusätzlich eine kleine Menge proteinreiches Futter angeboten werden.

Dafür werden in der Tausendfüßerhaltung beispielsweise Gammarus oder geeignetes Fischfutter verwendet.

Solche Futtermittel sollten jedoch nicht ständig und in großen Mengen im Terrarium liegen.

Sie sind eine Ergänzung und keine Hauptnahrung.

Außerdem müssen nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernt werden, damit sie im feuchten Terrarium nicht verderben.

Calciumquelle zusätzlich anbieten

Eine Sepiaschale kann dauerhaft im Terrarium liegen.

Dadurch steht den Tieren eine zusätzliche Calciumquelle zur Verfügung, die sie bei Bedarf selbstständig nutzen können.

Die Sepiaschale lässt sich einfach kontrollieren und bei Bedarf ersetzen.

Gleichmäßig warm halten

Da die genaue Art nicht bestimmt ist, sollten besonders präzise artspezifische Temperaturangaben mit Vorsicht betrachtet werden.

Für die Haltung dieser afrikanischen Form empfehlen wir als praktischen Bereich ungefähr 23–27 °C.

Nachts darf die Temperatur etwas absinken.

Dabei solltest du die Tiere nicht unnötig heiß halten.

Entscheidend sind stabile Bedingungen und ein geeignetes Mikroklima im Bodengrund.

Keine Heizmatte unter das Terrarium

Eine Heizmatte unter dem Terrarium solltest du bei Tausendfüßern vermeiden.

Wird es den Tieren an der Oberfläche zu warm oder trocken, ziehen sie sich normalerweise in tiefere Bodenschichten zurück.

Dort erwarten sie kühlere und feuchtere Bedingungen.

Bei einer Bodenheizung wäre es jedoch genau umgekehrt: Je tiefer das Tier gräbt, desto wärmer wird es.

Falls zusätzliche Wärme erforderlich ist, sollte deshalb niemals der gesamte Bodengrund von unten aufgeheizt werden.

Feucht halten, aber Staunässe vermeiden

Das Substrat benötigt eine konstante Grundfeuchtigkeit.

Dabei sollte das Terrarium jedoch nicht überall gleich nass sein.

Ein Feuchtigkeitsgefälle bietet den Tieren die Möglichkeit, ihren Aufenthaltsort selbst auszuwählen.

Ein Bereich kann deshalb etwas stärker befeuchtet werden, während ein anderer oberflächlich stärker abtrocknen darf.

Die tieferen Schichten sollten weiterhin eine gute Grundfeuchtigkeit besitzen.

Staunässe und dauerhaft sumpfiges Substrat sind dagegen zu vermeiden.

Gute Belüftung bleibt wichtig

Feuchtigkeit darf nicht mit stehender Luft verwechselt werden.

Auch ein feuchtes Tausendfüßer-Terrarium benötigt einen regelmäßigen Luftaustausch.

Eine gute Belüftung unterstützt ein stabiles Bodenklima und verhindert, dass dauerhaft extrem feuchte und stickige Bedingungen entstehen.

Deshalb sollte die Feuchtigkeit vor allem über den Bodengrund und nicht durch das Verschließen der Lüftungsflächen reguliert werden.

Eingraben gehört zum natürlichen Verhalten

Wenn dein Unident. spec. „African Grey“ plötzlich verschwunden ist, besteht zunächst kein Grund zur Sorge.

Tausendfüßer verbringen teilweise längere Zeit unter der Erde.

Besonders wichtig wird das während einer Häutung.

Das Tier zieht sich dafür in einen geschützten Bereich des Substrats zurück. Dort wird der alte Außenpanzer abgestreift, während der neue anschließend vollständig aushärten muss.

Während dieser Zeit ist der Tausendfüßer besonders empfindlich.

Deshalb gilt: Eingegrabene Tiere niemals ausgraben.

Gruppenhaltung ist möglich

Unident. spec. „African Grey“ lässt sich grundsätzlich in einer Gruppe mit Artgenossen pflegen.

Dafür müssen ausreichend Platz und vor allem genügend Nahrung im Bodengrund vorhanden sein.

Mit steigender Tierzahl wird das Substrat entsprechend schneller umgesetzt.

Futterlaub und weißfaules Holz sollten deshalb regelmäßig kontrolliert und ergänzt werden.

So bleibt auch eine kleine Gruppe langfristig gut versorgt.

Ein interessanter Dekomponist – aber keine klassische „Bodenpolizei“

Tausendfüßer sind wichtige Dekomponisten. Sie zerkleinern und verwerten abgestorbenes Pflanzenmaterial.

Trotzdem würden wir Unident. spec. „African Grey“ nicht einfach als klassische „Bodenpolizei“ für beliebige Gesellschaftsterrarien betrachten.

Große Tausendfüßer besitzen eigene Ansprüche an Substrattiefe, Ernährung, Feuchtigkeit und Platz.

Deshalb sollten sie als eigenständige Terrarientiere gepflegt werden, deren Lebensraum gezielt auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

Vorteile auf einen Blick

  • Unident. spec. „African Grey“
  • Afrikanische, bislang nicht eindeutig bestimmte Form
  • Elegante silbergraue bis graubraune Färbung
  • Friedliches Verhalten
  • Interessanter Dekomponist
  • Gruppenhaltung möglich
  • Mindestens 10–15 cm Substrathöhe
  • Praktischer Temperaturbereich ungefähr 23–27 °C
  • Gleichmäßig feuchter Bodengrund
  • Feuchtigkeitsgefälle empfehlenswert
  • Gute Belüftung wichtig
  • Staunässe vermeiden
  • Tausendfüßer-Substrat als Lebensraum und Nahrung
  • Futterlaub dauerhaft anbieten
  • Weißfaules Holz als wichtige Grundnahrung
  • Gemüse nur als Ergänzungsfutter
  • Protein gelegentlich und sparsam anbieten
  • Calciumquelle empfehlenswert
  • Häutungen finden geschützt im Substrat statt
  • Eingegrabene Tiere niemals ausgraben
  • Keine Heizmatte unter dem Terrarium

Passendes Zubehör für dein Setup

Tausendfüßer Terrarium Komplettset – bietet ausreichend Grundfläche und ermöglicht eine tiefe Substratschicht zum Graben, Verstecken und Häuten.

Insektenliebe Tausendfüßer-Komplettset – bietet eine auf die Haltung großer Tausendfüßer abgestimmte Grundausstattung.

Tausendfüßer-Substrat – dient gleichzeitig als grabfähiger Lebensraum und wichtige Nahrungsgrundlage aus fermentiertem Laub und weißfaulem Holz.

Futterlaub – bietet natürliche Dauernahrung, schafft Deckung und schützt den darunterliegenden Bodengrund vor zu schnellem Austrocknen.

Weißfaules Holz – gehört zu den wichtigsten natürlichen Nahrungsbestandteilen und kann direkt auf oder teilweise in das Substrat gegeben werden.

Insektenliebe Futterfels – eignet sich hervorragend, um Gemüse und anderes Ergänzungsfutter sauber anzubieten und vom feuchten Bodengrund fernzuhalten.

Fazit

Unident. spec. „African Grey“ ist ein außergewöhnlich schöner afrikanischer Tausendfüßer, der nicht durch kräftige Signalfarben, sondern durch seine dezente silbergraue bis graubraune Färbung auffällt.

Da die genaue Art bislang nicht bestimmt ist, verzichten wir bewusst auf vermeintlich exakte artspezifische Aussagen, die sich wissenschaftlich nicht absichern lassen. Für die Haltung orientieren wir uns deshalb an den Bedürfnissen dieser bei uns gepflegten afrikanischen Form.

Im Mittelpunkt steht ein mindestens 10–15 cm tiefer Bodengrund aus Tausendfüßer-Substrat. Dazu kommen reichlich Futterlaub und weißfaules Holz. Gemüse ergänzt die Ernährung, während kleine Mengen tierischen Proteins gelegentlich angeboten werden können.

Bei ungefähr 23–27 °C, einer guten Grundfeuchtigkeit und ausreichender Belüftung lässt sich Unident. spec. „African Grey“ gut pflegen.

Damit ist „African Grey“ besonders für Halter interessant, die einen friedlichen Tausendfüßer mit einer ungewöhnlich dezenten Färbung suchen und gleichzeitig Wert auf ein naturnah gestaltetes Terrarium legen.

Perfekt kombiniert mit