Überbevölkerung Asseln
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Asselzucht regulieren: 5 verantwortungsvolle Möglichkeiten

Zu viele Asseln im Terrarium? Mit rechtzeitiger Planung kannst du deine Asselzucht regulieren, ohne die Tiere hungern zu lassen oder auszusetzen. Diese fünf Schritte helfen dir, eine wachsende Gruppe verantwortlich zu versorgen.

Besonders vermehrungsfreudige Gruppen, etwa Porcellio laevis „Panda“, können den ursprünglich geplanten Platz überfordern. Warte nicht erst auf Todesfälle. Viele Tiere an einer Futterstelle allein beweisen allerdings noch keinen Überbesatz.

1. Bestand und verfügbare Fläche einschätzen

Schau regelmäßig nach Futterverbrauch, Rückzugsorten und dem Zustand des Bodens. Gibt es noch ausreichend Laub und Holz? Können die Tiere zwischen geeigneten Bereichen wechseln? Bleibt die feuchte Zone stabil?

Ein plötzlicher Zuchteinbruch ist kein Beleg für einen genetischen Notstopp. Temperatur, Alter, Versorgung und andere Belastungen kommen ebenfalls infrage. Suche nach der Ursache, statt die Gruppe automatisch als dauerhaft unfruchtbar einzuordnen.

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2. Asselzucht regulieren durch mehr Platz

Verteile die Gruppe auf geeignete Behälter oder vergrößere die nutzbare Grundfläche. Richte den neuen Platz vor dem Umsetzen vollständig ein. Eine vorhandene sichere und belüftete Box kann ausreichen.

Wenn dir eine passende größere Box fehlt, ist unser Assel-Komplettset L eine Möglichkeit. Wähle die Variante passend zu dem Material, das du schon hast. Eine zusätzliche Box löst das Platzproblem jedoch nur vorübergehend, wenn die Gruppe weiter wächst und keine Abgabe geplant ist.

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3. Abnehmer frühzeitig finden

Sprich mit erfahrenen Haltern oder geeigneten Fachgeschäften, bevor du viele Tiere abgeben musst. Kläre Art, ungefähre Anzahl, Größe und die bisherige Haltung. Gib nur Tiere ab, deren Zustand du gut einschätzen kannst, und benenne Auffälligkeiten ehrlich.

Wenn du uns Nachzuchten anbieten möchtest, frage vorher an. Eine Abnahme ist nicht automatisch zugesagt und hängt von Art und Bedarf ab. Versende keine Tiere ohne Absprache. Der neue Halter sollte die Unterbringung bereits vorbereitet haben.

4. Zusatzfutter passend dosieren

Vermeide übergroße Zusatzportionen und entferne Reste. Laub, weißfaules Holz, Kalziumversorgung und geeignetes Wasserangebot bleiben aber erhalten. Eine Gruppe absichtlich bis zum Überleben nur der stärksten Tiere auszuhungern, ist keine verantwortliche Bestandsplanung.

Die Menge an Zusatzfutter richtet sich nach der tatsächlichen Aufnahme. Weniger Verschwendung bedeutet nicht, den Grundbedarf zu entziehen. Auch eine exakte Verringerung der Jungtierzahl lässt sich dadurch nicht vorhersagen.

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Grundnahrung und sparsame Ergänzungen auseinanderhalten.

5. Asselzucht regulieren und Neuanschaffungen planen

Prüfe vor jeder neuen Gruppe, wie viel Platz und Zeit du dauerhaft hast. Halte Arten und Farbformen nachvollziehbar beschriftet. Eine spätere Trennung von Männchen und Weibchen ist bei sehr kleinen Tieren schwierig und stoppt möglichen Nachwuchs nicht verlässlich sofort.

Setze keine Fressfeinde oder konkurrierenden Arten als automatische Lösung ein. Damit entstehen zusätzliche Pflegeanforderungen und unkontrollierbare Verluste. Ein gemischter Besatz ist keine Garantie für ein stabiles Gleichgewicht.

Warum Aussetzen keine Lösung ist

Tiere aus der Haltung gehören nicht in Wald, Garten oder Kompost. Auch bei vermeintlich heimischen Arten sind genaue Herkunft, Begleitorganismen und Auswirkungen nicht einfach geklärt. Eine frühere örtliche Auskunft lässt sich nicht als allgemeine Freigabe für andere Fälle verwenden.

Achte auch beim Entfernen von Laub und Substrat auf unbemerkte Jungtiere. Bewahre solches Material zunächst ausbruchsicher auf. Verantwortung endet nicht bei den gut sichtbaren erwachsenen Tieren.

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Den Nachwuchs bei Pflege und Umsetzen mit berücksichtigen.

Du bist noch unsicher? Stelle uns gerne deine Frage unter dem Artikel in den Kommentaren.

15 Kommentare zu „Asselzucht regulieren: 5 verantwortungsvolle Möglichkeiten“

  1. Avatar von mader.martin

    Hallo Frank,
    super Infos, genau das was ich gesucht habe.
    Welche Hundertfüßer sind da gemeint ? Ich kenne nur deutlich größere Arten.

    1. Avatar von Frank

      Hallo Martin!

      Ich meine damit zum Beispiel den Steinläufer, also keine tropische Arten.

      Liebe Grüße,
      Frank

  2. Avatar von Andreas

    Hallo Frank,
    weil ich vorhabe, die Pandaasseln als erstes Terrariumtier zu kaufen, würde ich gerne wissen, ob die Pandaasseln hier in den deutschen Wäldern überleben können. Wenn es kein Problem darstellt, würde ich sie bei einer Überpopulation einfach unter einem Stück Totholz oder ähnliches freilassen.

    1. Avatar von Frank

      Hallo Andreas,
      vielen Dank für deine Frage bezüglich der Pandaasseln. Es ist wichtig zu beachten, dass Pandaasseln nicht in den deutschen Wäldern heimisch sind. Aus diesem Grund ist es nicht empfehlenswert, sie in der Natur freizulassen.
      Das Aussetzen von nicht heimischen Arten kann negative Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht haben und den natürlichen Lebensraum gefährden.
      Wenn du Fragen zur Haltung und Pflege der Pandaasseln hast oder weitere Informationen benötigst, stehe ich dir gerne zur Verfügung. Es ist wichtig, dass wir unsere Terrarienbewohner verantwortungsvoll halten und ihre natürlichen Lebensräume schützen.
      Vielen Dank für dein Verständnis und deine verantwortungsbewusste Herangehensweise.

      Liebe Grüße,
      Frank

      1. Avatar von alexamoebe

        Hi, hab seit ein paar Tagen ein Terrarium mit einer mantis und pandaasseln. Die mantis frisst die hübschen. Dadurch können sie sich garnicht vermehren. Waren halt eh nur 10…

      2. Avatar von Frank

        Hallo!
        Du kannst einfach ein paar mehr Versteckmöglichkeiten anbieten und eventuell mit mehr Asseln starten, dann dürfte es funktionieren.

        Liebe Grüße
        Frank

  3. Avatar von Anna Rieke Wojtowicz

    Hallo Frank!
    Ich habe Pandaasseln sowie weiße Asseln und Springschwänze als Bodenpolizei in meinem Schneckenterrarium. Trotz der weißen Asseln sind es inzwischen sehr sehr viele Pandas. Wegen der Schnecken kann ich nicht einfach mit Füttern aufhören.
    Nun frage ich mich: Muss ich mir bei den Fressfeinden Sorgen um die Schnecken machen, oder stören sich diese nicht daran? Und wie einfach findet man diese tatsächlich im Wald?
    Viele Grüße
    Anna

    1. Avatar von Frank

      Hallo Anna,

      vielen Dank für deine Frage. Es ist großartig, dass du Pandaasseln, weiße Asseln und Springschwänze als Bodenpolizei in deinem Schneckenterrarium hast. Es ist verständlich, dass du aufgrund der großen Anzahl an Pandaasseln Bedenken hast.

      Grundsätzlich sollten sich die Fressfeinde, wie zum Beispiel Spinnen, nicht an den Schnecken stören. Diese natürlichen Räuber haben oft andere bevorzugte Beutetiere und werden die Schnecken nicht jagen.
      Was die Beschaffung von Fressfeinden aus dem Wald betrifft, kann es eine Herausforderung sein, diese gezielt zu finden. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Standort, der Jahreszeit und der Verfügbarkeit der entsprechenden Arten.

      Durch das absammeln von Asseln aus deinem Terrarium kannst du anderen Terrarienbesitzern helfen und eine nachhaltige Population fördern. Indem du Asseln aus deinem Terrarium weitergibst, kannst du anderen Terrarienbesitzern helfen, ihre Bodenpolizei aufzubauen oder zu erweitern. Es ist eine großartige Möglichkeit, Wissen und Erfahrungen zu teilen und die Terrarien-Community zu unterstützen.

      Ich hoffe, diese Informationen helfen dir weiter. Wenn du weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung.

      Liebe Grüße
      Frank

      1. Avatar von Anna Rieke Wojtowicz

        Hallo Frank,
        danke für deine Antwort. Kannst du mir ein Forum empfehlen, in dem ich die Pandas weitergeben kann?
        Bekomme ich da vielleicht auch ein paar Spinnen zum Tausch?
        Viele Grüße
        Anna

      2. Avatar von Frank

        Hallo Anna,

        ich glaube, auf Facebook könntest du dazu etwas finden.

        Liebe Grüße,
        Frank

      3. Avatar von Anna

        Hallo Frank
        Ich habe leider kein Facebook. Dann werde ich versuchen, ein paar Steinläufer zu fangen. Und sonst muss ich vielleicht wie mit den Schneckeneier verfahren: Absammeln und einfrieren.
        Vielen Dank und liebe Grüße
        Anna

  4. Avatar von elishaschwarzer1-3414

    Hallo Frank,
    Ich sehe meine Pandaasseln fast nie (35 Tiere). Woran könnte das liegen? Die Box ist zwar ziemlich groß aber in den Videos laufen die Asseln viel mehr rum und fressen usw. Würdest du mir eine andere Art empfehlen (Anfänger)?
    Lg

    1. Avatar von Frank

      Hey du!
      Es ist großartig zu hören, dass du dich für Pandaasseln entschieden hast! Ich kann verstehen, dass du ungeduldig bist und gerne sehen würdest, wie sich deine Tiere verhalten. Aber sei geduldig und gib ihnen Zeit, um sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden.
      Ich verspreche dir, dass es sich lohnen wird, auf sie zu warten. Es wird einige Zeit dauern, bis der Bestand wächst und sich die Tiere in ihrer Box wohlfühlen. Aber sobald sie sich eingelebt haben, werden sie viel aktiver und du wirst in der Lage sein, sie auch tagsüber zu beobachten.
      Ich kann mir vorstellen, wie aufgeregt du bist, deine Pandaasseln zu beobachten und ich versichere dir, dass es sich lohnt, darauf zu warten. In etwa einem halben Jahr wirst du sehen, wie viel Freude und Spaß diese Tiere bringen können. Halte durch und genieße die Zeit mit deinen neuen Haustierchen!

      LG Frank

  5. Avatar von Frank

    Hallo Michael,
    du kannst natürlich eine Bodenpolizei bei deinen Springspinnen und Mantiden einsetzen.
    Wie du bereits erwähnst, kannst du die Vermehrung über das füttern beeinflussen. Ich würde zusätzlich auch keine vermehrungsfreudige Arten einsetzen. Cubaris murina oder Philosciidae spec. „North Thailand“ eignen sich hervorragend für ein kleines Terrarium.
    LG Frank

  6. Avatar von Michael Wagner

    Mich würde interessieren, ob es möglich wäre Asseln und Springschwänze im gleichen Terrarium wie eine Phidippus Ometepe oder eine Orchideenmantis zu halten, ohne dass es zu viele Asseln oder Springschwänze werden bei einem 20x20x30 Terrarium. Indem man die Futtermenge anpasst sollte das doch machbar sein oder? Oder sollte man regelmäßig Asseln und Springschwänze aus den Terrarium entfernen, falls es zu viele werden und die dann verkaufen bzw. je nach Möglichkeit auswildern. Ich schätze mal, dass die Asseln auch gegessen werden von der Phidippus & Orchideenmantis? Wäre super toll zu wissen, da man ja leider von den Tieren nicht mehrere Artgenossen in einem Terrarium haben kann, aber Asseln und Springschwänze dass Terrarium "vollständiger" wirken lassen würden. Vielen lieben Dank für eure Antwort!