Babyasseln entdeckt? Meist brauchst du jetzt vor allem Ruhe, eine geeignete feuchte Rückzugsecke und erreichbare Nahrung. Hier erfährst du, wie du den Nachwuchs im bestehenden Behälter versorgst und welche Fehler du vermeiden kannst.
Die winzigen Tiere sind oft hell und fallen zwischen Laub und Erde kaum auf. Bei Porcellio laevis „Panda“ kann eine Gruppe deutlich wachsen; bei langsameren Arten sieht die Entwicklung anders aus. Ein fester Zeitplan für alle Asseln hilft deshalb wenig.
Woher kommen die Babyasseln?
Die Weibchen tragen Eier und frühe Jungtierstadien in einem Brutbeutel an der Unterseite. Erst danach kommen die kleinen Asseln in die Umgebung. Sie werden also nicht einfach als frei liegende Eier zwischen den Pflanzen abgelegt.
Wie lange die Entwicklung dauert und wie viele Jungtiere erscheinen, hängt unter anderem von Art, Alter und Bedingungen ab. Feste Wochenzahlen sind deshalb keine verlässliche Vorhersage für deine Gruppe. Hebe ein tragendes Weibchen nicht ständig an, um nachzusehen.

Babyasseln im Elternbehälter lassen?
In einem geeigneten Artbecken können die Jungtiere gewöhnlich bei der Gruppe bleiben. Ein zusätzliches Aufzuchtgefäß ist nicht automatisch nötig. Ständiges Absammeln winziger Tiere bringt ebenfalls Risiken mit sich.
Prüfe zuerst den Ausbruchsschutz: Öffnungen, die erwachsene Tiere zurückhalten, können für den Nachwuchs zu groß sein. Auch an Laub oder Holz dicht am Rand entstehen Kletterwege. Bei einer stark wachsenden Gruppe planst du zusätzliche Fläche rechtzeitig ein.
Feuchtigkeit und Verstecke vorbereiten
Biete eine dauerhaft geeignete feuchte Zone mit lockerem Substrat und Deckung an. Prüfe nicht nur die Oberfläche, sondern vorsichtig auch darunter. Vermeide stehendes Wasser und lasse der Art entsprechend weniger feuchte Bereiche bestehen. Vollständiges Durchnässen ersetzt keine regelmäßige Kontrolle.
Leichte Rindenstücke und Laub bieten Rückzug. Wenn du ein Versteck anhebst, lege es behutsam zurück und kontrolliere die Auflagefläche. Schwere Steine dürfen nicht kippen oder absacken. Eierkarton ist in dauerfeuchten Bereichen keine gute langfristige Einrichtung, weil er zerfällt und schimmeln kann.
DEIN LESETIPP · Einrichtung des Assel-Terrariums
Feuchte Ecke, Bodengrund und Verstecke passend zur Art vorbereiten.
Was fressen Babyasseln?
Laub, weißfaules Holz und geeignetes Substrat müssen auch an den Rückzugsorten erreichbar bleiben. Zerbröseltes Material schafft viele kleine Futterstellen. Du musst keine großen Mengen Staubfutter über den ganzen Boden streuen.
Als kleine Ergänzung kannst du Balance Flakes aus unserem Assel Futter fein zerreiben. Biete zunächst eine sehr kleine Portion gut kontrollierbar an. Der Nachwuchs braucht keine komplette Auswahl aller Sorten; vorhandenes geeignetes Futter kannst du entsprechend zerkleinern.

Prüfe am nächsten Tag, was von der Ergänzung übrig ist. Entferne verderbliche Reste frühzeitig. Mehr Futter macht schlechte Haltungsbedingungen nicht wett. Eine vorhandene geeignete Kalziumquelle gehört zur Versorgung der gesamten Gruppe.
So kontrollierst du den Nachwuchs schonend
- Beobachte eine feste Futterstelle, statt den ganzen Boden zu durchsuchen.
- Leuchte nur kurz und fotografiere durch die Wand, wenn die Tiere dort sichtbar sind.
- Kontrolliere bei jeder Entnahme von Laub oder Substrat auf Jungtiere.
- Notiere Auffälligkeiten und prüfe bei Verlusten auch Temperatur, Nässe und Veränderungen.
Nicht jedes Jungtier muss bei jeder Kontrolle zu sehen sein. Eine Lupe oder die Vergrößerung eines vorhandenen Handyfotos reicht oft aus. Wenn mehrere Tiere sterben, behandle das nicht einfach als normale Auslese: Prüfe die Bedingungen und hole dir bei unklarer Ursache Unterstützung.
DEIN LESETIPP · Wenn die Asselgruppe wächst
Zusätzlichen Platz und eine verantwortliche Weitergabe frühzeitig planen.
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