Assel-Terrarium
Assel-Terrarium

Assel-Terrarium einrichten: Komplettsets und Anleitung

Du möchtest ein Assel-Terrarium einrichten und fragst dich, was du wirklich brauchst? Bei uns kannst du mit einer kompakten Asselbox starten oder ein Schauterrarium gestalten. Hier findest du die Unterschiede unserer Komplettsets und eine Anleitung für Boden, Laub, Verstecke und die feuchte Ecke.

Ein guter Start beginnt mit der Art, die bei dir einziehen soll. Zebrarollasseln, Porcellio laevis „Panda“ und Cubaris „Rubber Ducky“ brauchen nicht genau dieselben Bedingungen. Deshalb verbinden wir die Auswahl des Behälters mit der passenden Pflege. Hast du bereits eine geeignete Box, kannst du sie natürlich weiterverwenden.

Welches Assel-Terrarium passt zu dir?

Ich habe selbst mit kleinen Kunststoffboxen angefangen. Mehr Grundfläche macht es leichter, feuchtere und trockenere Bereiche anzulegen und die Einrichtung zu gestalten. Für Asseln zählt dabei der nutzbare Boden mehr als möglichst viel Höhe. Plane auch Platz für eine wachsende Gruppe ein.

Für ein Schauterrarium: Assel Terrarium Komplettset

Wenn du deine kleine Waldlandschaft durch Glasscheiben beobachten möchtest, ist das Assel Terrarium Komplettset mit 30 × 30 × 30 cm die passende Richtung. Du erreichst den Innenraum von oben über den Gazedeckel. Das erleichtert das Einrichten und Nachlegen von Laub. Ein fertiges Set nimmt dir die Materialsuche ab; aufbauen und passend zu deiner Art befeuchten musst du es selbst.

Enthalten sind das Terrarium, 6 Liter Waldhumus, je 1 Liter weißfaules Holz und Futterlaub, Muschelgrit, eine Sepiaschale, Terrarium-Moos, Lochgestein, eine Buddhanuss und ein Artnamen-Aufkleber. Asseln gehören nicht zu dieser Zusammenstellung. Eine Lampe oder Heizung ist ebenfalls nicht enthalten und auch nicht automatisch nötig. Prüfe zuerst die Temperatur am vorgesehenen Standort.

Kompakt starten: Insektenliebe Assel-Komplettset

Die 5-Liter-Kunststoffbox ist eine platzsparende Möglichkeit für eine kleine Startgruppe, etwa Zebrarollasseln oder Porcellio laevis „Panda“. Sie eignet sich besonders, wenn du unkompliziert pflegen und die Tiere beim Öffnen beobachten möchtest. Mit zunehmendem Nachwuchs kann später mehr Grundfläche nötig werden.

Wähle die Ausführung bewusst: „Set mit Zubehör“ enthält neben der belüfteten Box unter anderem Waldlaubhumus, weißfaules Holz, Futterlaub, Moos, Kalk, Sepia, Korkrinde und eine Futterprobe. „Set ohne Zubehör“ enthält die Box mit Lüftungsgitter, Clips und Aufkleber. Tiere sind nur bei einer ausdrücklich mit Asselart bezeichneten Variante eingeplant. Die verfügbaren Varianten siehst du direkt in der Auswahl.

Insektenliebe-Assel-Komplettset-mit-Armadillidium-klugii-3.jpg

Insektenliebe Assel-Komplettset

Preisspanne: 13,99 € bis 33,95 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

Mehr Bodenfläche: Insektenliebe Assel-Komplettset L

Das Assel-Komplettset L mit 11 Litern und 39 × 28 × 14 cm bietet mehr Grundfläche. Das ist hilfreich, wenn du eine größere Gruppe pflegst oder mehr Platz für Rückzugsbereiche möchtest. Die Box besitzt zwei Lüftungsgitter. Sie ist mit oder ohne Zubehör erhältlich; Tiere sind in diesen beiden Ausführungen nicht enthalten.

Die Zubehörvariante bringt 3 Liter Waldlaubhumus, je 500 ml weißfaules Holz, Futterlaub und Moos sowie Kalkgranulat, Sepia, Korkrinde und eine Futterprobe mit. Du brauchst diese Materialien zum Start also nicht noch einmal einzeln zu kaufen. Entscheidend bleibt, dass Feuchtigkeit und Luftaustausch zu deiner Art passen.

Insektenliebe Assel-Komplettset L

Insektenliebe Assel-Komplettset L

Preisspanne: 19,99 € bis 28,99 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

Vor dem Einrichten: Art, Standort und Ausbruchsschutz

Stelle das Assel-Terrarium ohne direkte Sonne und mit frei liegenden Lüftungsflächen auf. Miss die Temperatur am Standort und vergleiche sie mit dem Haltungsbericht. Passt sie bereits, entfällt zusätzliche Heiztechnik. Schließe den Deckel sorgfältig und prüfe Türspalten sowie Kabelöffnungen auch auf die Größe von Jungtieren. Rinde, Pflanzen und anhaftende Erde können Kletterwege bis zum Rand bilden.

  • Zebrarollasseln: Eine feuchte Rückzugsecke und eine oberflächlich trockenere Seite geben Armadillidium maculatum Wahlmöglichkeiten. Ein vollständig nasser Boden ist kein Ziel.
  • Porcellio laevis „Panda“: Plane die mögliche Vermehrung mit ein. Mehr Grundfläche und zusätzliche Verstecke werden bei wachsender Gruppe wichtiger. Diese Tiere sind nicht dieselben wie Cubaris „Panda King“.
  • Cubaris „Rubber Ducky“: Bereite einen größeren feuchten Rückzugsbereich und einen passend warmen Standort vor. Die Tiere können lange versteckt bleiben. Ein Komplettset ersetzt hier nicht die Beschäftigung mit ihren besonderen Ansprüchen.

DEIN LESETIPP · Zebrarollasseln halten

So passt du Feuchtigkeit, Futter und Pflege an Armadillidium maculatum an.

DEIN LESETIPP · Panda-Asseln halten

Porcellio laevis „Panda“: Einrichtung und Planung für eine wachsende Gruppe.

DEIN LESETIPP · Rubber Ducky halten

Was bei Feuchtigkeit, Rückzug und der Vorbereitung dieser Cubaris wichtig ist.

Assel-Terrarium einrichten: Schritt für Schritt

1. Bodengrund vorbereiten

Laubwaldhumus bildet bei unseren Sets die Grundlage. Mische zerkleinertes weißfaules Laubholz und etwas Futterlaub locker darunter. Der Boden soll Feuchtigkeit speichern und Rückzug ermöglichen. Reiner Kokoshumus liefert dafür allein zu wenig Nahrung. Verwende geeignetes, unbelastetes Material; unbekannt behandelte Gartenerde gehört nicht in den Behälter.

Meine bewährte Mischung aus dem ursprünglichen Aufbau besteht ungefähr aus vier Teilen Waldhumus und einem Teil weißfaulem Holz. Das ist eine praktische Orientierung, kein festes Rezept für jede Art. Fülle mehrere Zentimeter ein und berücksichtige grabende Tiere. Halte Lüftungsgitter frei und drücke das Substrat nicht zu einer festen Platte zusammen.

Laubwaldhumus

DEIN HELFER · Bodengrundrechner

Wie viel Substrat brauchst du? Gib die nutzbare Länge, Breite und gewünschte Bodenhöhe ein. Bei einem Set ziehst du bereits enthaltene Mengen von deinem Bedarf ab.

Für eine vorhandene Box oder zum späteren Auffüllen: Waldhumus und weißfaules Holz kannst du auch einzeln ergänzen. Wer ein Set mit Zubehör gewählt hat, verwendet zunächst dessen Inhalt.

Waldhumus

Waldhumus

Preisspanne: 2,00 € bis 9,75 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

Weissfaules-Holz-2.jpg

Weißfaules Holz

Preisspanne: 3,00 € bis 12,00 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

2. Eine feuchte Ecke und Luftaustausch einplanen

Befeuchte eine Seite gezielt und lege dort vorbereitetes Moos auf. Prüfe mit den Fingern auch den Boden darunter: Er soll feucht sein, ohne dass Wasser darin steht. Die andere Seite bleibt weniger feucht. Wie groß diese Bereiche werden, richtet sich nach der Art und danach, wie schnell dein Aufbau abtrocknet.

Lüftung und Feuchtigkeit gehören zusammen. Ein offener Gazedeckel kann den Boden schneller trocknen lassen als eine kleine Lüftungsfläche. Falls eine Anpassung nötig ist, verkleinere nur einen Teil der Fläche und kontrolliere die Wirkung. Verschließe die Belüftung niemals vollständig. Eine starre Litergrenze für eine oder zwei Lüftungen hilft hier wenig: Behälter, Raum und Art entscheiden gemeinsam.

Assel-Terrarium
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3. Verstecke, Kalzium und Laub verteilen

Lege Korkrinde oder andere geeignete Verstecke stabil auf den Boden. Verwende im Terrarium-Set die enthaltene Buddhanuss und das Lochgestein; in den Kunststoffsets die Korkrinde. Schwere Teile müssen sicher stehen. Beim Zurücklegen von Rinde kontrollierst du vorsichtig, ob Tiere darunter sitzen.

Sepia bietet eine erreichbare Kalziumquelle. Kalkgranulat beziehungsweise Muschelgrit sind je nach Set ebenfalls enthalten. Verteile anschließend eine lockere Laubschicht. Sie dient als Nahrung und als Deckung und wird mit der Zeit gefressen. Eichen- und Buchenlaub haben sich in meiner Haltung bewährt. Fülle nach, bevor die Schicht ganz verschwunden ist.

Assel-Terrarium
Assel-Terrarium

Futterlaub brauchst du beim Zubehörset nicht zusätzlich für die erste Einrichtung. Später ist es ein sinnvolles Verbrauchsmaterial, weil die Gruppe den Vorrat laufend nutzt.

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Futterlaub

Preisspanne: 3,00 € bis 12,00 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

4. Den Aufbau prüfen und die Asseln einsetzen

Wenn es zeitlich möglich ist, beobachte das fertig eingerichtete Assel-Terrarium einige Tage vor dem Einzug. So lernst du, wie schnell die feuchte Ecke abtrocknet. Das ist eine praktische Probephase, keine feste Wartefrist wie bei einem Aquarium. Entscheidend sind passende Temperatur, feuchte Rückzugsorte, Futter und ein sicherer Verschluss.

Setze die Asseln behutsam nahe einem Versteck ab und gib ihnen anschließend Ruhe. Eine frisch eingezogene Gruppe muss nicht sofort offen herumlaufen. Kontrolliere zunächst Feuchtigkeit und Futterreste, statt jeden Tag die komplette Einrichtung anzuheben.

Pflege im Alltag: weniger eingreifen, gezielt kontrollieren

  • Feuchte Ecke prüfen: Nach Bedarf Wasser ergänzen. Ein fester Sprühplan passt nicht zu jedem Assel-Terrarium.
  • Laub und Holz nachlegen: Beides bleibt als Grundnahrung vorhanden. Eine kleine Futterprobe aus dem Set ergänzt diese Basis.
  • Futtermenge anpassen: Gib verderbliche Beigaben sparsam und entferne Reste frühzeitig. Mehr Futter bedeutet nicht automatisch bessere Versorgung.
  • Wachsende Gruppe beobachten: Werden Rückzugsorte knapp, erweitere den Platz. Auch eine geeignete vorhandene zweite Box kann dafür dienen.

Tropische Springschwänze können organische Reste verwerten und den Boden beleben. Sie sind eine mögliche Ergänzung, aber weder Voraussetzung für jeden Start noch ein Ersatz für passende Feuchtigkeit und Reinigung. Bei Schimmel prüfst du zuerst Futterreste, Nässe und Luftaustausch. Kaufe nicht allein deshalb neue Tiere hinzu.

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Tropische Springschwänze

3,95 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

Häufige Fragen zum Assel-Terrarium

Sind bei jedem Komplettset Asseln dabei?

Nein. Beim kompakten Assel-Komplettset gibt es ausdrücklich mit Tierart bezeichnete Varianten. „Mit Zubehör“ bedeutet nicht automatisch „mit Tieren“. Beim Assel Terrarium Komplettset und den beiden Ausführungen des Assel-Komplettsets L sind Tiere nicht im genannten Lieferumfang enthalten. Prüfe deshalb vor der Bestellung die ausgewählte Variante.

Brauche ich zusätzliches Zubehör, wenn ich ein Set kaufe?

Für die Grundausstattung nutzt du zuerst den angegebenen Lieferumfang. Material für eine höhere Substratschicht oder späteres Nachfüllen ergänzt du nach Bedarf. Heizung und Beleuchtung hängen von Standort, Art und gegebenenfalls Pflanzen ab. Sie sind kein pauschaler Pflichtkauf.

Kann ich meine vorhandene Kunststoffbox verwenden?

Ja, wenn sie zur Gruppe passt, sicher schließt und geeignete Lüftungsflächen hat. Glatte Wände allein reichen nicht als Ausbruchsschutz. Prüfe auch den Deckel und alle Öffnungen. Die Einrichtungsschritte funktionieren ebenso in einem passenden vorhandenen Behälter.

Warum sehe ich meine Asseln kaum?

Viele Asseln sitzen unter Laub, Rinde oder im Boden. Besonders eine kleine Gruppe in einem großen Terrarium wirkt anfangs unauffällig. Lass ihr Zeit und beobachte einzelne Futterstellen, ohne ständig alles umzugraben. Allein wegen geringer Sichtbarkeit musst du keine weiteren Tiere kaufen.

Du bist bei der Auswahl unsicher? Nenne uns deine gewünschte Asselart, die geplante Gruppengröße und den Standort. Dann können wir gemeinsam ein passendes Set oder Ergänzungen für deinen vorhandenen Behälter auswählen.

Du bist noch unsicher? Stelle uns gerne deine Frage unter dem Artikel in den Kommentaren.

37 Kommentare zu „Assel-Terrarium einrichten: Komplettsets und Anleitung“

  1. Avatar von Jennifer

    Lieber Frank,

    ich hoffe, dass ich hier, bei diesem etwas älteren Beitrag, richtig bin und du mir helfen kannst. Erstmal ein großes Lob, dass du hier immer noch auf Kommentare antwortest! 🙂

    Ich bekomme in ca. drei Wochen mein allererstes Terrarium für meine allerersten Asseln. Mein "Handicap" ist, dass diese Asseln "Cubaris sp. Cappuccino" sind, also eigentlich wohl eher für Fortgeschrittene. Daher bin ich etwas unsicher, was ich von all den Produkten auf der Seite kaufen soll.

    Ich nehme an, dass eine Mischung aus Waldhumus und weißfaulem Holz (80%/20%?) auch bei den Cubaris okay ist, aber kaufe ich für den extra Kalk das Kalkgranulat oder den Muschelgrit? Und muss ich wegen der Tatsache, dass es eine Cubaris-Art ist, mehr Kalkzusatz kaufen als mir der Substratrechner sagt? Oder soll ich etwas ganz anders machen, wie z.B. Flake Soil statt Waldhumus nehmen?

    Mich würde auch interessieren, ob ich einfach das Futterlaub kaufen soll oder ob eine Art der extra angegebenen Blätter, wie Seemandelbaumblätter, besser wäre. Oder vielleicht eher eine Mischung?

    Davon abgesehen wäre ich noch super-dankbar, wenn du irgendwelche Tipps hättest, wie ich es vermeide, das Moos zu "überwässern". Diese "feucht, aber nicht zu nass"-Sache klingt schwer, denn wirds nicht automatisch zumindest ganz oben richtig nass?

    Und als letztes würde mich interessieren, ob du einen Tipp für mich hast, was ich am besten im Winter mache. Bei mir geht die Temperatur in der Wohnung nachts auf 16°C herunter und tagsüber auf ca. 19°C hoch. Liegt einfach an der Position meiner wenigen Heizkörper. Oben habe ich in einem Kommentar von dir gelesen, dass eine Heizmatte mehr Gefahren als Vorteile bringt. Aber gleichzeitig wollen meine Asseln 22-27°C haben. Was mache ich denn dann? Und wie mache ich das im Winter, wenn ich lüfte? Du hast geschrieben, dass Asseln anfällig für Temperaturschwankungen sind und wenn ich im Moment lüfte, wirds innerhalb weniger Sekunden richtig kalt.

    Das war jetzt viel und ich nehms dir nicht übel, wenn du keine Lust hast, auf all das zu antworten. Auf jeden Fall vielen Dank für die ganzen Infos in diesen Artikeln! 🙂

    Viele Grüße,
    Jennifer

    1. Avatar von Frank

      Liebe Jennifer,

      vielen Dank für deine nette Nachricht und das Lob! 😊 Ich helfe dir gerne weiter.

      Substrat: Die Mischung aus Waldhumus und weißfaulem Holz (80/20) ist super für deine Cubaris spec. "Cappuccino". Kalkgranulat eignet sich besser fürs Substrat als Muschelgrit, da es sich gut einarbeiten lässt. Du kannst etwas mehr Kalk hinzufügen, als der Rechner empfiehlt, da Cubaris-Arten einen höheren Bedarf haben. Flake Soil würde ich nicht mit einem anderen Substrat mischen, da es dadurch zu bakteriellen Reaktionen führen kann.

      Futter: Eine Mischung aus Futterlaub und speziellen Blättern wie Seemandelbaum- oder Walnussblättern ist ideal. Das normale Futterlaub reicht aber meist aus.

      Feuchtigkeit: Lege das Moos nur auf einer Seite des Terrariums aus, damit die Asseln wählen können. Nach dem Wässern drückst du es leicht aus, sodass es feucht, aber nicht klatschnass ist. Mit einer Sprühflasche kannst du die Feuchtigkeit gezielt regulieren. Lege ein Stück Korkrinde jeweils zur Hälfte auf die Moosseite und die trockene Seite und beobachte wo sich deine Asseln lieber aufhalten und justiere gegebenenfalls nach.

      Temperatur: Bei 16–19 °C ist es im Winter etwas zu kühl. Eine kleine Infrarot-Wärmelampe kann gezielt Wärme ins Terrarium bringen. Alternativ helfen Styroporplatten unter und um das Terrarium, um Wärmeverlust zu minimieren. Beim Lüften deckst du das Terrarium kurz ab, um Temperaturschwankungen zu vermeiden.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter! Melde dich gerne, wenn noch Fragen offen sind. 😊

      Liebe Grüße
      Frank

      1. Avatar von Jennifer

        Lieber Frank,

        vielen, vielen Dank für die ganzen Tipps!

        Habe gerade angefangen, meinen Warenkorb zu befüllen, und dabei sind mir dann doch noch ein paar Fragen gekommen. Hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich noch mehr schreibe:

        1) Soll ich einen Kalkstein kaufen? Die kleinen sind im Moment eh ausverkauft, aber die großen gibt es noch. Aber wenn ich sie unten auf den Terrarium-Boden stelle, dann werden sie bei der Substrathöhe, die meine Asseln wollen (10+cm), komplett eingegraben. Haben die Steine im "Untergrund" Nutzen oder nehmen sie den Asseln eher Platz weg? Das Terrarium, was ich bekomme, ist 30x30x30.

        2) Ich wollte Spaghnum Moos kaufen und habe da gelesen, dass man es für hohe Luftfeuchtigkeit ins Substrat mischen soll. Das könnte ich machen – ich finds nur schwer abzuschätzen, wie viel ich nehme und der Substratrechner hilft mir nicht. Ich hab im Moment 9L Waldhumus, 11 Beutel Kalkgranulat und 3L weißfaules Holz im Warenkorb (wobei ich bei 80%/20% natürlich nicht alle 3L vom Holz verwende). Reicht da 1L Moos fürs Substrat?

        3) Würdest du die sterilisierte oder unbehandelte Version vom Waldhumus empfehlen? Ich konnte jetzt spontan keine Nachteile der sterilisierten Version sehen, aber vielleicht gibts da was (Mikroorganismen oder so).

        4) Brauche ich Flechten? Also würden die Asseln nicht nur an den Flechten knabbern, sondern vielleicht auch einfach die Äste gerne als Bereicherung haben?

        5) Deine Tipps zur Feuchtigkeit und Temperatur sind super! Kann ich das Moos denn nach dem Wässern einfach so ausdrücken? Muss ich da nicht Angst haben, eine Assel (besonders vielleicht ein Jungtier, was noch klein ist) zu verletzen? Außerdem würde ich gerne noch wissen, ob ich nur das Moos oder auch den Boden wässern soll, da die Asseln gerne graben. Aber ich will ja auch keine Staunässe…

        Auf jeden Fall nochmal vielen, vielen Dank für all die Hilfe! Fühle mich jetzt schon viel sicherer, meinen kleinen Tieren bald ein gutes Zuhause bieten zu können!

        Viele Grüße,
        Jennifer

      2. Avatar von Frank

        Liebe Jennifer,

        vielen Dank für deine Nachricht – ich freue mich sehr, dass du dich so intensiv mit der perfekten Einrichtung für deine Asseln beschäftigst! 😊 Natürlich beantworte ich dir gerne alle Fragen.

        Kalkstein im Substrat:
        Ein Kalkstein bietet den Asseln eine zusätzliche Kalziumquelle, die sie für ihr Exoskelett brauchen. Wenn der Stein komplett unter dem Substrat liegt, werden die Asseln trotzdem davon profitieren, indem sie direkt daran knabbern. Allerdings nimmt er dann natürlich auch Platz weg. Eine gute Alternative wäre es, kleinere Kalkstücke (wie z. B. Sepiaschale oder Kalkgranulat) im Substrat zu verteilen. So bekommen die Asseln ihren Kalk, ohne dass wertvoller Grabraum verloren geht.

        Spaghnum Moos:
        1 Liter Moos sollte für dein Substrat ausreichen, wenn du es zum Untermischen nutzt. Es hilft dabei, Feuchtigkeit zu speichern und Schimmelbildung zu verhindern. Achte darauf, das Moos in kleine Stücke zu zupfen und gleichmäßig zu verteilen – so entsteht eine gute Struktur im Substrat.

        Sterilisierter oder unbehandelter Waldhumus:
        Ich empfehle in den meisten Fällen sterilisierter Waldhumus. Sterilisierter Humus hat den Vorteil, dass keine Fremdorganismen enthalten sind wie Trauerfliegen, Milben oder Ameisen.

        Flechten und Äste:
        Flechten sind eine tolle Bereicherung – Asseln knabbern sie nicht nur gerne an, sondern nutzen Äste auch als Versteckmöglichkeiten oder Kletterhilfen. Außerdem sorgen Äste mit Flechten für eine natürliche Optik im Terrarium. Also: ja, Flechten sind definitiv empfehlenswert!

        Wässern des Mooses und Bodens:
        Das Moos drückst du nur aus, wenn du es frisch in das Terrarium gibst. Danach besprühst du es regelmässig und lässt es danach wieder abtrocknen.
        Zum Boden: Es ist wichtig, dass auch das Substrat regelmäßig leicht befeuchtet wird – besonders die untere Schicht. Die meisten Asseln lieben eine feuchte Umgebung, aber Staunässe muss natürlich vermieden werden. Wenn du eine Ecke des Terrariums etwas feuchter hältst und den Rest eher trocken lässt, können die Asseln selbst wählen, wo sie sich am wohlsten fühlen.

        Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen! 😊 Ich finde es toll, wie viel Mühe du dir gibst, und bin mir sicher, dass deine Asseln ein wunderbares Zuhause bekommen werden.

        Liebe Grüße
        Frank

  2. Avatar von thomaspaul.mayer

    Liebe alle,
    ich habe seit heute ein Terrarium für Asseln. Was ich nirgends finden kann: Mögen es die Tiere lieber, wenn ich sie in die Wohnung oder auf den Balkon stelle? Weiß da jemand was? Danke! Thomas

    1. Avatar von Frank

      Hallo Thomas,

      das Prinzip der Asselhaltung basiert darauf, die Tiere in der Wohnung zu halten und nicht draußen. Asseln mögen stabile Bedingungen, insbesondere in Bezug auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Draußen auf dem Balkon wären sie starken Wetterschwankungen ausgesetzt, wie Hitze, Kälte, Regen und trockener Luft, was ihnen nicht gut tut.

      In der Wohnung kannst du das Klima im Terrarium konstant halten, was für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Asseln entscheidend ist. Deshalb ist die Haltung im Innenbereich die bessere Wahl.

      Liebe Grüße,
      Frank

      1. Avatar von thomaspaul.mayer

        Vielen lieben Dank! Ich dachte, weil man doch üblicherweise versucht, den "natürlichen" Lebensbedingungen so nahe wie möglich zu kommen… Aber womöglich gibt es noch "optimale" Lebensbedingungen – in der Wohnung. Danke!

  3. Avatar von Charleen

    Hallo Frank,
    Ich habe mir vor einer Weile hier Cubaris Panda Asseln bestellt. Leider sind die Temperaturen in meiner Gegend vor Kurzem stark abgefallen und in dem Zimmer, in dem das Terrarium steht, wird es momentan nachts bis zu 14°C kalt. Dabei kühlt auch das Terrarium sehr ab und zum Heizen ist es noch etwas zu früh. Hast du eine Empfehlung, wie ich meine Cubaris warmhalten kann, oder stellt das ein weniger großes Problem dar, als ich denke?

    Liebe Grüße

    Charleen

    1. Avatar von Frank

      Hallo Charleen,

      vielen Dank für deine Nachricht!

      14°C ist für Cubaris spec. "Panda King" tatsächlich etwas zu kühl, da sie wärmere Temperaturen bevorzugen, um aktiv zu bleiben und sich gut zu vermehren. Ideal wäre eine Temperatur zwischen 22 und 26°C.

      Falls es dir momentan noch zu früh ist, um das ganze Zimmer zu heizen, gibt es ein paar einfache Möglichkeiten, das Terrarium gezielt warm zu halten:

      Heizmatte oder Heizkabel: Du könntest eine kleine Heizmatte oder ein Heizkabel unter oder an die Seite des Terrariums anbringen. Achte darauf, dass nur ein Teil des Terrariums beheizt wird, damit die Asseln auch kühle Rückzugsorte haben.

      Wärmelampe: Eine schwache Wärmelampe könnte ebenfalls helfen, die Temperatur im Terrarium anzuheben. Auch hier gilt, dass du darauf achtest, nicht das ganze Terrarium zu erhitzen.

      Styropor oder Isoliermatten: Wenn es schnell gehen soll, kannst du das Terrarium auch kurzfristig mit Styroporplatten oder Isoliermatten umwickeln, um die Wärme besser zu halten.

      Es ist gut, dass du die niedrigen Temperaturen bemerkt hast, und ich würde dir empfehlen, bald eine Lösung zu finden, da die Asseln langfristig bei kühleren Temperaturen weniger aktiv sein könnten oder sogar gesundheitliche Probleme bekommen.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter! Wenn du noch Fragen hast oder Unterstützung brauchst, melde dich gerne.

      Liebe Grüße
      Frank

  4. Avatar von jurrat.julia4692

    Hallo ich bin auf der suche nach 1-3 Assel arten die man im besten
    Fall zusammen in einem Großen Terrarium Halten kann und die Tagaktiv sind.
    ich hoffe sie können mir ein Paar Tipps und Vorschläge geben welche arten sich da für Anfänger gut eignen würden!

    Vielen dank im Voraus

    Liebe grüße J. Jurrat

    1. Avatar von Frank

      Hallo Julia,

      vielen Dank für deine Anfrage!

      Es freut mich, dass du dich für die Haltung von Asseln interessierst. Gerne gebe ich dir ein paar Tipps und Vorschläge für Arten, die sich gut für Anfänger eignen und die du in einem großen Terrarium zusammenhalten kannst.

      Hier sind einige Arten, die sich gut miteinander vertragen und tagaktiv sind:

      Porcellio laevis "Panda" und Porcellio laevis "Orange": Diese beiden Farbvarianten gehören zur gleichen Art, unterscheiden sich jedoch in der Optik. Sie sind tagaktiv, einfach zu halten und ideal für Anfänger geeignet. Da es sich um dieselbe Art handelt, gibt es bei der gemeinsamen Haltung keine Probleme.

      Armadillidium vulgare: Diese Art ist ebenfalls sehr robust. Sie lässt sich gut mit Porcellio laevis vergesellschaften und bringt zusätzlich Abwechslung in das Terrarium, da Armadillidium vulgare sich bei Gefahr zu einer Kugel zusammenrollt.

      Diese Kombination bietet dir interessante Beobachtungsmöglichkeiten und verschiedene optische Reize, während die Pflegeanforderungen für Anfänger gut handhabbar bleiben.

      Wenn du dich für diese oder andere Arten entscheidest, achte darauf, dass alle Arten ähnliche Bedürfnisse bezüglich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Substrat haben. So können sie gut zusammen in einem Terrarium leben.

      Solltest du noch weitere Fragen haben oder Unterstützung bei der Einrichtung benötigen, stehe ich dir gerne zur Verfügung.

      Liebe Grüße,
      Frank

  5. Avatar von morfrikel

    Ich möchte eine Hermetosphäre (pflanzen in einem luftdichten glas) bauen. habe dies bereits einmal gemacht und ich musste die pflanen seit einem jahr nicht gießen. die springschwänze sind immernoch wohlauf. die weißen asseln jedoch nicht. ich weiß nicht ob ich genug rein getan habe, oder ob die sich seit einem jahr verstecken. jetzt zur eigentlich frage: welche asseln sind am besten geeignet um sie in einem sehr feuchten, luftdichten (die pflanzen erzeugen jedoch sauerstoff) behältnis großzuziehen. ich kann sie nicht füttern, jedoch gibt es ja pflanzen (ich werde am anfang wahrscheinlich etwaserd und/oder holzkohle hinzugeben), welche futtermaterial liefern sollten. ich würde hauptsächlich lavagranulat als untergrund nutzen, werde aber etwas kalkgranulat für die asseln hinzu geben. online werden meist weiße asseln angegeben. stimmt das so, oder kann ich zb auch cubaris panda king nutzen?

    1. Avatar von Stefan Reebig

      Hallo Morfrikel!

      Das ist großartig zu hören, dass du eine Hermetosphäre mit Erfolg eingerichtet hast. In Bezug auf die Auswahl von Asseln für dein Projekt sind die weißen Asseln in der Tat eine gute Wahl. Sie sind pflegeleicht und haben einen geringen Futterbedarf. Du kannst Kalkgranulat und Laub als Futter für sie verwenden. Das Kalkgranulat dient nicht nur als Nahrungsquelle, sondern hilft auch dabei, den pH-Wert im Behälter zu regulieren.

      Es wäre ratsam, von größeren Asselarten wie Cubaris panda king abzusehen, da sie normalerweise mehr Futter benötigen und möglicherweise deine Pflanzen beschädigen könnten. Die weißen Asseln sind aufgrund ihrer geringeren Größe und ihres niedrigeren Futterbedarfs besser für die langfristige Pflege in deiner Hermetosphäre geeignet.

      Liebe Grüße
      Stefan

      1. Avatar von morfrikel

        Vielen Dank. Dann werde ich mir wohl die größeren Asseln für ein anderes Projekt aufheben.

  6. Avatar von benedikt.mex

    Hallo Frank,
    meine Panda Asseln sind frisch eingezogen, allerdings steht das Terrarium im Keller und es gibt so gut wie keine Sonneneinstrahlung, nur eine normale LED- Lampe, welche paar Stunden leuchtet, reicht diese aus?
    VG Benedikt

  7. Avatar von Andreas

    Hallo Frank,
    was muss im Terrarium regelmäßig ausgetauscht oder nachgefüllt werden und wie oft sollte man dies machen?

    1. Avatar von Frank

      Hallo Andreas!
      Im Assel-Terrarium entsteht im Laufe der Zeit immer mehr Erde. Dies geschieht, weil Asseln das ihnen zur Verfügung gestellte Laub und das weißfaule Holz zersetzen und in Erde umwandeln, was zu einer Zunahme des Substrats führt. Sobald man den Eindruck hat, dass das Substrat überhandnimmt, kann man gelegentlich eine Schaufel voll Erde entfernen – man gewöhnt sich schnell daran, ein Auge dafür zu haben.

      Wenn du vorhast, die Erde im Garten oder als Blumenerde zu verwenden, solltest du diese zuvor einfrieren, um zu verhindern, dass tropische Asseln freigesetzt werden. Die von Asseln produzierte Erde ist übrigens besonders nährstoffreich und daher ideal für alle Arten von Zimmer- und Gemüsepflanzen – es wäre schade, sie einfach wegzuwerfen.

      Liebe Grüße,
      Frank

  8. Avatar von Carla

    Hey Frank
    Ich halte Asseln der Art Armadillidium klugii. Statt sich unter der Rinde zu verstecken, sitzen sie den ganzen Tag nur träge darauf und bewegen sich nur langsam. Stimmt etwas mit ihnen nicht oder ist das Verhalten normal?
    Viele Grüße
    Carla

    1. Avatar von Frank

      Liebe Carla,
      möglicherweise ist das Substrat zu nass und deshalb suchen sich die Asseln einen trockeneren Platz. Ich empfehle dir, die Rinde so zu platzieren, dass es sowohl einen feuchten als auch einen trockenen Bereich darunter gibt. Auf diese Weise kannst du jederzeit überprüfen, ob sich die Asseln ausschließlich an feuchten oder trockenen Stellen aufhalten und die Befeuchtung entsprechend anpassen.

      Liebe Grüße Frank

  9. Avatar von Frank

    Hallo Jenny,

    eine größere Box ist aus dem Grund besser, da es dort viel einfacher ist unterschiedliche Zonen einzurichten. Eine etwas feuchtere mit Moos. Die etwas trockenere mit einem kleinen Laubhäufchen und die Zonen dazwischen. In einer kleinen Box ist dies deutlich schwieriger.
    Die Tiere finden sich zur Paarung, da braucht man sich keine Sorgen machen. Teilweise warten die Männchen schon während der Reifehäutung darauf, um sich mit dem Weibchen zu paaren.

    Viele Grüße
    Frank

  10. Avatar von Jenny

    Hallo Frank,

    vielen Dank für deine Antwort – ich finde es super, dass du auch bei den älteren Artikeln reinschaust!

    Ich habe bisher noch keine Asseln gehalten und bin daher Anfänger, aber meine "Traumarten" sind schon die Merulanella spec. "Tricolor" und die Cubaris spec. "Rubber Ducky" und "White Ducky". Gerade solche Arten würde ich natürlich am liebsten in einem Terrarium/Behältnis halten, in dem ich sie dauerhaft beobachten kann und in dem ich sie auch als Blickfang Besuchern präsentieren kann. Schade, dass das mit dem Terrarium dann gerade bei diesen Arten nicht so gut möglich ist… und ich nehme an, ich sollte mich zuerst auch für eine andere, einfachere Art entscheiden, aber ich habe nicht viel Platz und daher ist es schwer, nicht das zu kaufen, was man wirklich will.
    Ist denn eine große Box immer besser? Ich habe gelesen, dass gerade am Anfang eine kleinere Box/Aufbewahrung dafür sorgt, dass sich die Tiere mehr vermehren, weil sie sich öfter über den Weg laufen.

    Dass höhere Temperaturen an sich aber nichts ausmachen ist super – ich habe nur eine kleine 1-Zimmer-Wohnung, aber diese hat zum Glück nur Fenster an einer Seite und so könnte ich die Asseln auf der anderen Wohnungsseite aufstellen. Das ist unglaublich hilfreich zu wissen!

    Vielen Dank für die Hilfe und die Tipps, ich weiß das wirklich sehr zu schätzen!

    Viele Grüße,
    Jenny

  11. Avatar von Jenny

    Hallo Frank,

    ich weiß nicht, ob Du hier überhaupt noch die Kommentare bei den älteren Artikeln liest, aber man kann es ja mal versuchen. Ich würde nämlich gerne ein paar Sachen fragen, was das von Dir angebotene Assel-Terrarium angeht. Mir gefällt die Idee, die Asseln durch eine wirklich durchsichtige Scheibe zu beobachten, nämlich besser als die Idee einer nicht wirklich durchsichtigen Box.

    Ich habe aber bei Youtube Deine Videos gesehen und da sprichst Du davon, dass es sehr wichtig ist, dass alle Belüftungslöcher zum Schutz vor eindringenden Schädlingen mit einem feinen Netzmaterial abgedichtet werden sollen. Beim Terrarium steht jetzt nur dabei, dass es ein Edelstahl-Lochblech hat – heißt das, dass es anders als bei den Startersets, dort viel größere, offene Löcher gibt, wo Fruchtfliegen usw. durchkönnen?

    Außerdem würde ich gerne wissen, ob Du für selterene/schwierigere Arten wie den Cubaris oder den Merulanella das Terrarium für besser befindest als das Komplett-Set.

    Meine letzte Frage schließt sich dann an die Fragen, die andere Leute schon gestellt haben, an – ich habe das Problem, dass ich unterm Dach wohne und es bei mir im Sommer teils unerträglich heiß wird (Altbau). Ich habe jetzt noch nie die Temperatur gemessen, aber sämtliche Pflanzen verbrennen hier regelmäßig und es dürften weit über 30° Grad während der Nachmittagsstunden sein. Würden Asseln das schaffen? Das letzte, was ich möchte, ist Tieren zu schaden.

    Vielen Dank für Deine Mühe und liebe Grüße,
    Jenny

    1. Avatar von Frank

      Hallo Jenny,
      wie du siehst, lese ich die Kommentare auch bei älteren Artikeln.

      Unsere Terrarien haben ein feines Lochblech. Dadurch ist das Innenleben geschützt durch äußere Faktoren wie Trauerfliegen oder Fruchtfliegen.
      Empfindliche Arten würde ich aber darin nur bedingt halten. Cubaris spec. "Amber", "Panda King" oder "White Side" stellen kein Problem dar. Bei Merulanella spec. "Ember Bee" oder "Tricolor" wäre ich schon vorsichtiger. Eine Doppelbelüftung sorgt für mehr Frischluft und macht es dem Halter einfacher die Tiere erfolgreich zu pflegen. Auch die Größe der Boxen spielt dabei eine Rolle. Je Größer die Box ist, desto mehr Zonen kannst du darin schaffen (Trocken-Feucht). Dadurch können die Asseln ausweichen und du kannst besser beobachten in welcher Zone sie sich aufhalten und gegebenenfalls nachbessern.

      Solange du keine Sonneneinstrahlung in das Terrarium hast, passiert den Tierchen auch nichts. Es darf halt einfach nicht am Fenster stehen. Bei hohen Temperaturen ist lediglich darauf zu achten, dass du mehr Wasser sprühst da die Verdunstung höher ist.

      Viele Grüße
      Frank

  12. Avatar von mmaz

    Hallo,
    kann man die Boxen von dem Komplettset problemlos stapeln bzw reicht der Spalt zwischen Boden und Deckel um genug Luftzufuhr zu gewährleisten?
    Gruß Marcel

    1. Avatar von Frank

      Hallo Marcel,
      ja machen wir mit unseren Boxen auch so. Armadillidium-Arten sind da super unempfindlich, falls du Porcellio-Arten hast außer die Porcellio laevis, dann würde ich die immer oben positionieren.
      LG Frank

  13. Avatar von Sascha Blass

    Hallo Frank,

    Besteht die Möglichkeit deine Insekten live zu sehen und dir eventuell persönlich ein paar Fragen stellen?

    lg
    Sascha

    1. Avatar von Frank

      Hallo Sascha,
      momentan ist das durch COVID-19 leider nicht möglich.
      LG Frank

  14. Avatar von Frank

    Hallo Lea,
    erstmal ja, sie brauchen tatsächlich eine gewisse Eingewöhnungsphase bis sie sich restlos sicher in ihrer neuen Umgebung fühlen. Zum anderen kommt es auch etwas auf die Besatzungsdichte an, je mehr Asseln sich im Terrarium befinden desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du welche zu Gesicht bekommst. Gib den Tierchen einfach ein bisschen Zeit und du wirst sehen, dass du noch genügend Gelegenheiten bekommst die Tiere zu studieren. Halt uns auf dem laufenden!
    LG Frank

  15. Avatar von Nebulee

    Hallo Frank,
    ich habe mir das Asselset zugelegt und wollte fragen wie ich meine Asseln (hab mir die Porcellio Laevis Panda geholt) am besten kontrolliere, also den Bestand etc. Meine Asseln waren bis jetzt immer nur Nachts ein wenig draußen. Außerdem verstecken sie sich nicht unter der Holzrinde, sondern im Bodengrund unter den dort kleineren Ästen und erdklümpchen. Beim Fressen habe ich sie bis jetzt auch noch nicht beobachten können, da wurde noch nichts angerührt .
    Sie sind jetzt auch erst seit 2 Tagen bei mir. Ich weiß nicht ganz wie das bei Asseln ist, ob die auch eine gewisse Zeit zum eingewöhnen brauchen…
    LG Lea

  16. Avatar von Rishad Sheik

    Hallo Frank,
    ich überlege ob ich mir Asseln anschaffen sollte. Meine Frage wäre:
    Wie bewerkstelligst du die richtigen klimatischen Bedingungen? Nutzt du zum Beispiel eine Heizlampe oder eine Heizmatte? Oder hältst du die Tiere in einem extra geheizten Raum? Welche Variante würdest du empfehlen? Einen extra beheizten Raum wäre äußerst kostenaufwendig und bei einer Heizmatte wäre die Frage wo ich sie am Terrarium bzw. an der Asselbox anbringe. Könnte da nicht die Gefahr bestehen dass sich die Tiere evtl. an der Heizmatte verbrennen?
    LG
    Rishad

    1. Avatar von Frank

      Hallo Rishad,

      wir haben für unsere Tiere einen extra Zuchtraum den wir auf fast 28 Grad beheizen. Privat für ein paar Tiere macht das natürlich überhaupt keinen Sinn. Beim Thema Asseln machen wir das auch nur, dass sich die Tiere stärker vermehren. Zu Erklärung, die natürliche Diapause wird dabei unterbrochen und die Tiere vermehren sich dadurch stärker.
      Im Prinzip ist jedes Zimmer für ein Asselterrarium bestens geeignet. Sogar wenn dieses überhaupt nicht beheizt wird. Die Tiere fahren ihren Stoffwechsel runter und legen eine Art Winterruhe ein. Eine Heizmatte birgt mehr Gefahren als Vorteile: Der Instinkt der Tiere wird dadurch negativ beeinflußt. Wenn es den Tieren zu warm ist, graben sie sich gerne in das Substrat ein. Die Matte wird aber oft unten oder an der Seite angebracht und verhindert eine Temperaturabsenkung nach unten. Die Heizmatte trocknet das Asselterrarium schneller aus und man läuft ständig Gefahr, dass einem die Tiere vertrocknen.
      Also kurz und bündig, halte sie in deinem Zimmer ohne Wärmequelle.

      LG Frank

      1. Avatar von Rishad Sheik

        Oh,
        danke für die schnelle Antwort!
        Aber wie sieht es im Winter aus? Klar heizt man sein Zimmer dann natürlich auch selber damit man nicht friert… Jedoch gibt es ja tropische Arten die es besonders warm brauchen. Sollte ich dann auf eine zusätzliche Wärmequelle wie eine Wärmelampe oder einen Heizstrahler zurückgreifen? Oder hätte auch dies eher negative Effekte? Wie gehen Isopoden mit Infrarotstrahlung um?
        LG
        Rishad

      2. Avatar von Frank

        Über welche Zimmertemperaturen reden wir? Sicherlich kann man Wärmequellen wie einen Heizstrahler verwenden. Allerdings sollte man mit einer Wärmequelle vorsichtig umgehen und vor allem am Anfang die Verdunstung und somit das Nachwässern im Auge behalten.
        Infrarotstrahlung wird von Asseln nicht wahrgenommen und kann verwendet werden.
        LG Frank

      3. Avatar von Verena

        Hallo Frank,
        tolle Seite und YouTube Kanal hast du. Ich stehe auch kurz davor mir meine ersten Asseln zuzulegen und konnte hier schon viele nützliche Informationen finden.
        Du sprichst oben im Artikel von einer kurzen Einlaufphase für den Bodengrund. Wie lang ist die? Gibt es Anzeichen, dass der Bodengrund bereit ist?
        Vielen Dank für deine Hilfe.
        VG Verena

      4. Avatar von Frank

        Hallo Verena,
        in der Regel ist der Bodengrund nach 2 Wochen akklimatisiert und einsatzbereit. Dazu impfe ich ihn direkt mit Springschwänzen an.
        LG Frank

    2. Avatar von leysey2001

      Hallo Frank,
      ich habe eine Frage zu dem Kalkstein. Warum soll man den denn auf den Boden, bzw unter das Substrat tun? Also warum nicht auf das Substrat oben drauf? Gibt es dafür einen Grund?
      Würde mich sehr über eine Antwort freuen 🙂
      LG Lea

      1. Avatar von Frank

        Hallo Lea,

        gute Frage – und wichtig, dass du das ansprichst!

        Kalkstein sollte nicht oben auf das Substrat gelegt werden, weil er dort zwar sichtbar, aber für die Tiere gefährlich werden kann, wenn sie sich darunter eingraben. Gerade bei größeren, schwereren Stücken besteht die Gefahr, dass sich Tiere wie Asseln oder Schnecken darunter befinden und beim Untergraben zerdrückt werden.

        Deshalb legt man Kalkstein am besten unter das Substrat oder arbeitet kleinere Stücke seitlich ein, wo er stabil liegt und trotzdem von der Bodenfeuchtigkeit zersetzt wird. So profitieren die Tiere vom Kalzium – ganz ohne Risiko.

        Liebe Grüße
        Frank