Du möchtest ein Assel-Terrarium einrichten und fragst dich, was du wirklich brauchst? Bei uns kannst du mit einer kompakten Asselbox starten oder ein Schauterrarium gestalten. Hier findest du die Unterschiede unserer Komplettsets und eine Anleitung für Boden, Laub, Verstecke und die feuchte Ecke.
Ein guter Start beginnt mit der Art, die bei dir einziehen soll. Zebrarollasseln, Porcellio laevis „Panda“ und Cubaris „Rubber Ducky“ brauchen nicht genau dieselben Bedingungen. Deshalb verbinden wir die Auswahl des Behälters mit der passenden Pflege. Hast du bereits eine geeignete Box, kannst du sie natürlich weiterverwenden.
Welches Assel-Terrarium passt zu dir?
Ich habe selbst mit kleinen Kunststoffboxen angefangen. Mehr Grundfläche macht es leichter, feuchtere und trockenere Bereiche anzulegen und die Einrichtung zu gestalten. Für Asseln zählt dabei der nutzbare Boden mehr als möglichst viel Höhe. Plane auch Platz für eine wachsende Gruppe ein.
Für ein Schauterrarium: Assel Terrarium Komplettset
Wenn du deine kleine Waldlandschaft durch Glasscheiben beobachten möchtest, ist das Assel Terrarium Komplettset mit 30 × 30 × 30 cm die passende Richtung. Du erreichst den Innenraum von oben über den Gazedeckel. Das erleichtert das Einrichten und Nachlegen von Laub. Ein fertiges Set nimmt dir die Materialsuche ab; aufbauen und passend zu deiner Art befeuchten musst du es selbst.
Enthalten sind das Terrarium, 6 Liter Waldhumus, je 1 Liter weißfaules Holz und Futterlaub, Muschelgrit, eine Sepiaschale, Terrarium-Moos, Lochgestein, eine Buddhanuss und ein Artnamen-Aufkleber. Asseln gehören nicht zu dieser Zusammenstellung. Eine Lampe oder Heizung ist ebenfalls nicht enthalten und auch nicht automatisch nötig. Prüfe zuerst die Temperatur am vorgesehenen Standort.
Assel Terrarium Komplettset
Kompakt starten: Insektenliebe Assel-Komplettset
Die 5-Liter-Kunststoffbox ist eine platzsparende Möglichkeit für eine kleine Startgruppe, etwa Zebrarollasseln oder Porcellio laevis „Panda“. Sie eignet sich besonders, wenn du unkompliziert pflegen und die Tiere beim Öffnen beobachten möchtest. Mit zunehmendem Nachwuchs kann später mehr Grundfläche nötig werden.
Wähle die Ausführung bewusst: „Set mit Zubehör“ enthält neben der belüfteten Box unter anderem Waldlaubhumus, weißfaules Holz, Futterlaub, Moos, Kalk, Sepia, Korkrinde und eine Futterprobe. „Set ohne Zubehör“ enthält die Box mit Lüftungsgitter, Clips und Aufkleber. Tiere sind nur bei einer ausdrücklich mit Asselart bezeichneten Variante eingeplant. Die verfügbaren Varianten siehst du direkt in der Auswahl.
Mehr Bodenfläche: Insektenliebe Assel-Komplettset L
Das Assel-Komplettset L mit 11 Litern und 39 × 28 × 14 cm bietet mehr Grundfläche. Das ist hilfreich, wenn du eine größere Gruppe pflegst oder mehr Platz für Rückzugsbereiche möchtest. Die Box besitzt zwei Lüftungsgitter. Sie ist mit oder ohne Zubehör erhältlich; Tiere sind in diesen beiden Ausführungen nicht enthalten.
Die Zubehörvariante bringt 3 Liter Waldlaubhumus, je 500 ml weißfaules Holz, Futterlaub und Moos sowie Kalkgranulat, Sepia, Korkrinde und eine Futterprobe mit. Du brauchst diese Materialien zum Start also nicht noch einmal einzeln zu kaufen. Entscheidend bleibt, dass Feuchtigkeit und Luftaustausch zu deiner Art passen.
Vor dem Einrichten: Art, Standort und Ausbruchsschutz
Stelle das Assel-Terrarium ohne direkte Sonne und mit frei liegenden Lüftungsflächen auf. Miss die Temperatur am Standort und vergleiche sie mit dem Haltungsbericht. Passt sie bereits, entfällt zusätzliche Heiztechnik. Schließe den Deckel sorgfältig und prüfe Türspalten sowie Kabelöffnungen auch auf die Größe von Jungtieren. Rinde, Pflanzen und anhaftende Erde können Kletterwege bis zum Rand bilden.
- Zebrarollasseln: Eine feuchte Rückzugsecke und eine oberflächlich trockenere Seite geben Armadillidium maculatum Wahlmöglichkeiten. Ein vollständig nasser Boden ist kein Ziel.
- Porcellio laevis „Panda“: Plane die mögliche Vermehrung mit ein. Mehr Grundfläche und zusätzliche Verstecke werden bei wachsender Gruppe wichtiger. Diese Tiere sind nicht dieselben wie Cubaris „Panda King“.
- Cubaris „Rubber Ducky“: Bereite einen größeren feuchten Rückzugsbereich und einen passend warmen Standort vor. Die Tiere können lange versteckt bleiben. Ein Komplettset ersetzt hier nicht die Beschäftigung mit ihren besonderen Ansprüchen.
DEIN LESETIPP · Zebrarollasseln halten
So passt du Feuchtigkeit, Futter und Pflege an Armadillidium maculatum an.
DEIN LESETIPP · Panda-Asseln halten
Porcellio laevis „Panda“: Einrichtung und Planung für eine wachsende Gruppe.
DEIN LESETIPP · Rubber Ducky halten
Was bei Feuchtigkeit, Rückzug und der Vorbereitung dieser Cubaris wichtig ist.
Assel-Terrarium einrichten: Schritt für Schritt
1. Bodengrund vorbereiten
Laubwaldhumus bildet bei unseren Sets die Grundlage. Mische zerkleinertes weißfaules Laubholz und etwas Futterlaub locker darunter. Der Boden soll Feuchtigkeit speichern und Rückzug ermöglichen. Reiner Kokoshumus liefert dafür allein zu wenig Nahrung. Verwende geeignetes, unbelastetes Material; unbekannt behandelte Gartenerde gehört nicht in den Behälter.
Meine bewährte Mischung aus dem ursprünglichen Aufbau besteht ungefähr aus vier Teilen Waldhumus und einem Teil weißfaulem Holz. Das ist eine praktische Orientierung, kein festes Rezept für jede Art. Fülle mehrere Zentimeter ein und berücksichtige grabende Tiere. Halte Lüftungsgitter frei und drücke das Substrat nicht zu einer festen Platte zusammen.

DEIN HELFER · Bodengrundrechner
Wie viel Substrat brauchst du? Gib die nutzbare Länge, Breite und gewünschte Bodenhöhe ein. Bei einem Set ziehst du bereits enthaltene Mengen von deinem Bedarf ab.
Für eine vorhandene Box oder zum späteren Auffüllen: Waldhumus und weißfaules Holz kannst du auch einzeln ergänzen. Wer ein Set mit Zubehör gewählt hat, verwendet zunächst dessen Inhalt.
2. Eine feuchte Ecke und Luftaustausch einplanen
Befeuchte eine Seite gezielt und lege dort vorbereitetes Moos auf. Prüfe mit den Fingern auch den Boden darunter: Er soll feucht sein, ohne dass Wasser darin steht. Die andere Seite bleibt weniger feucht. Wie groß diese Bereiche werden, richtet sich nach der Art und danach, wie schnell dein Aufbau abtrocknet.
Lüftung und Feuchtigkeit gehören zusammen. Ein offener Gazedeckel kann den Boden schneller trocknen lassen als eine kleine Lüftungsfläche. Falls eine Anpassung nötig ist, verkleinere nur einen Teil der Fläche und kontrolliere die Wirkung. Verschließe die Belüftung niemals vollständig. Eine starre Litergrenze für eine oder zwei Lüftungen hilft hier wenig: Behälter, Raum und Art entscheiden gemeinsam.


3. Verstecke, Kalzium und Laub verteilen
Lege Korkrinde oder andere geeignete Verstecke stabil auf den Boden. Verwende im Terrarium-Set die enthaltene Buddhanuss und das Lochgestein; in den Kunststoffsets die Korkrinde. Schwere Teile müssen sicher stehen. Beim Zurücklegen von Rinde kontrollierst du vorsichtig, ob Tiere darunter sitzen.
Sepia bietet eine erreichbare Kalziumquelle. Kalkgranulat beziehungsweise Muschelgrit sind je nach Set ebenfalls enthalten. Verteile anschließend eine lockere Laubschicht. Sie dient als Nahrung und als Deckung und wird mit der Zeit gefressen. Eichen- und Buchenlaub haben sich in meiner Haltung bewährt. Fülle nach, bevor die Schicht ganz verschwunden ist.


Futterlaub brauchst du beim Zubehörset nicht zusätzlich für die erste Einrichtung. Später ist es ein sinnvolles Verbrauchsmaterial, weil die Gruppe den Vorrat laufend nutzt.
4. Den Aufbau prüfen und die Asseln einsetzen
Wenn es zeitlich möglich ist, beobachte das fertig eingerichtete Assel-Terrarium einige Tage vor dem Einzug. So lernst du, wie schnell die feuchte Ecke abtrocknet. Das ist eine praktische Probephase, keine feste Wartefrist wie bei einem Aquarium. Entscheidend sind passende Temperatur, feuchte Rückzugsorte, Futter und ein sicherer Verschluss.
Setze die Asseln behutsam nahe einem Versteck ab und gib ihnen anschließend Ruhe. Eine frisch eingezogene Gruppe muss nicht sofort offen herumlaufen. Kontrolliere zunächst Feuchtigkeit und Futterreste, statt jeden Tag die komplette Einrichtung anzuheben.
Pflege im Alltag: weniger eingreifen, gezielt kontrollieren
- Feuchte Ecke prüfen: Nach Bedarf Wasser ergänzen. Ein fester Sprühplan passt nicht zu jedem Assel-Terrarium.
- Laub und Holz nachlegen: Beides bleibt als Grundnahrung vorhanden. Eine kleine Futterprobe aus dem Set ergänzt diese Basis.
- Futtermenge anpassen: Gib verderbliche Beigaben sparsam und entferne Reste frühzeitig. Mehr Futter bedeutet nicht automatisch bessere Versorgung.
- Wachsende Gruppe beobachten: Werden Rückzugsorte knapp, erweitere den Platz. Auch eine geeignete vorhandene zweite Box kann dafür dienen.
Tropische Springschwänze können organische Reste verwerten und den Boden beleben. Sie sind eine mögliche Ergänzung, aber weder Voraussetzung für jeden Start noch ein Ersatz für passende Feuchtigkeit und Reinigung. Bei Schimmel prüfst du zuerst Futterreste, Nässe und Luftaustausch. Kaufe nicht allein deshalb neue Tiere hinzu.
Häufige Fragen zum Assel-Terrarium
Sind bei jedem Komplettset Asseln dabei?
Nein. Beim kompakten Assel-Komplettset gibt es ausdrücklich mit Tierart bezeichnete Varianten. „Mit Zubehör“ bedeutet nicht automatisch „mit Tieren“. Beim Assel Terrarium Komplettset und den beiden Ausführungen des Assel-Komplettsets L sind Tiere nicht im genannten Lieferumfang enthalten. Prüfe deshalb vor der Bestellung die ausgewählte Variante.
Brauche ich zusätzliches Zubehör, wenn ich ein Set kaufe?
Für die Grundausstattung nutzt du zuerst den angegebenen Lieferumfang. Material für eine höhere Substratschicht oder späteres Nachfüllen ergänzt du nach Bedarf. Heizung und Beleuchtung hängen von Standort, Art und gegebenenfalls Pflanzen ab. Sie sind kein pauschaler Pflichtkauf.
Kann ich meine vorhandene Kunststoffbox verwenden?
Ja, wenn sie zur Gruppe passt, sicher schließt und geeignete Lüftungsflächen hat. Glatte Wände allein reichen nicht als Ausbruchsschutz. Prüfe auch den Deckel und alle Öffnungen. Die Einrichtungsschritte funktionieren ebenso in einem passenden vorhandenen Behälter.
Warum sehe ich meine Asseln kaum?
Viele Asseln sitzen unter Laub, Rinde oder im Boden. Besonders eine kleine Gruppe in einem großen Terrarium wirkt anfangs unauffällig. Lass ihr Zeit und beobachte einzelne Futterstellen, ohne ständig alles umzugraben. Allein wegen geringer Sichtbarkeit musst du keine weiteren Tiere kaufen.
Du bist bei der Auswahl unsicher? Nenne uns deine gewünschte Asselart, die geplante Gruppengröße und den Standort. Dann können wir gemeinsam ein passendes Set oder Ergänzungen für deinen vorhandenen Behälter auswählen.
Du bist noch unsicher? Stelle uns gerne deine Frage unter dem Artikel in den Kommentaren.
















Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.