Extatosoma tiaratum, die Australische Gespenstschrecke, sieht zwischen Zweigen wie ein trockenes Blatt aus. Sie frisst Pflanzen und braucht vor allem frisches, unbelastetes Laub sowie genug freien Platz zum Häuten. Schon vor dem Kauf solltest du wissen, woher du ganzjährig Futter bekommst.



Extatosoma tiaratum im Überblick
| Herkunft | Australien |
| Größe | Weibchen etwa 14 cm, Männchen etwa 10 cm |
| Temperatur | Etwa 22–26 °C; bei kühlerer Haltung langsamere Entwicklung |
| Terrarium | Hoch, gut belüftet und mit freien Hängeplätzen |
| Futter | Geeignete unbelastete Blätter, zum Beispiel Brombeere |
| Nachwuchs | Auch ohne Männchen möglich |
Terrarium und Häutungsplätze
Die Tiere hängen zur Häutung nach unten. Unter den Ästen muss deshalb deutlich mehr Platz frei bleiben als die Körperlänge des Tiers. Ein hohes Terrarium ist sinnvoller als ein flacher Behälter. Für eine Gruppe wurde im bisherigen Bericht ein Becken um 50 × 50 × 60 cm verwendet; Größe und Besatz müssen zusammenpassen.
Verteile Futterzweige so, dass sie erreichbar sind, aber die Hängeplätze nicht vollständig zustellen. Lüftungsflächen sorgen für Luftaustausch. Ein heller Standort ohne direkte Sonne genügt oft; zusätzliche Wärme brauchst du nur bei einem zu kühlen Raum.
Futterpflanzen für Extatosoma tiaratum
Brombeerblätter sind eine bewährte Grundlage. Auch geeignete Himbeer-, Rosen- oder Eichenblätter werden in der Haltung verwendet. Probiere keine unbekannten Pflanzen aus. Das Laub muss sicher unbelastet sein: Waschen entfernt nicht zuverlässig Pflanzenschutzmittel, die in der Pflanze stecken.
Stelle die Zweige in Wasser, damit sie frisch bleiben. Verschließe die Gefäßöffnung um die Stiele herum, damit besonders Jungtiere nicht hineinfallen und ertrinken. Ersetze vertrocknete Zweige rechtzeitig und kontrolliere sie vor dem Entsorgen auf Tiere und Eier.
Trinken und Häuten
Feine Tropfen an Blättern können zum Trinken dienen. Besprühe die Umgebung vorsichtig und lasse sie anschließend wieder abtrocknen. Dauerhaft nasse Luft ohne Lüftung ist kein Ersatz für ein passendes Klima.
Während der Häutung wird das Tier nicht angefasst oder umgesetzt. Löst es sich anschließend noch nicht vom alten Platz, gib ihm Zeit zum Aushärten. Beim notwendigen Umsetzen lässt du es selbst auf einen Zweig laufen; ziehe niemals an festgehaltenen Beinen.
Eier und Nachwuchs
Weibchen können auch ohne Paarung entwicklungsfähige Eier legen. Plane daher bereits bei einem einzelnen Weibchen, wie du mit möglichem Nachwuchs umgehst. Die Entwicklung im Ei dauert mehrere Monate und kann je nach Bedingungen deutlich schwanken.
Frisch geschlüpfte Tiere wirken zunächst ameisenähnlich und sind sehr beweglich. Sie brauchen fein gesicherte Lüftungsöffnungen und erreichbare, geeignete Blätter. Entferne Eier nicht achtlos mit dem Bodenschmutz und setze niemals Tiere oder Eier draußen aus.
Die auffällige „Lichen“-Form wird ebenfalls im Shop geführt. Wähle nach der aktuellen Produktbeschreibung; die Grundbedürfnisse nach Futter, Luftaustausch und freien Häutungsplätzen bleiben entscheidend.
Extatosoma tiaratum "Lichen"
Extatosoma tiaratum „Lichen“ – Tarnung in Perfektion Extatosoma tiaratum „Lichen“ ist eine besondere Farb- und Zeichnungsform der bekannten Australischen Gespenstschrecke. Die Tiere stammen ursprünglich aus Australien, wo sie in Strauch-…


Brombeere (Rubus allegheniensis)

Rose (Rosa)
Wildrose (Rosa sp.)









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