Treptogonostreptus intricatus
Einfach
Kamerun
< gemischt
25°C – 28°C
Treptogonostreptus intricatus – der afrikanische Tausendfüßer mit den auffälligen roten Beinen
Treptogonostreptus intricatus ist ein attraktiver afrikanischer Tausendfüßer, der besonders durch seinen langgestreckten Körper und die kontrastreiche Färbung seiner zahlreichen Beine auffällt.
Bisher wurde die Art bei uns unter Mardonius spec. „Cameroon Red Leg“ geführt. Durch die aktualisierte Bestimmung findest du das Tier ab sofort unter Treptogonostreptus intricatus. Der bisherige Name bleibt in unserer Beschreibung erhalten, damit du die Art wiedererkennst und sie auch weiterhin über die alte Bezeichnung finden kannst.
Wie andere große Tausendfüßer ist auch diese Art ein ruhiger Bodenbewohner. Die Tiere durchstreifen das Terrarium auf der Suche nach zersetztem Pflanzenmaterial, verschwinden zwischen Laub und Holz oder graben sich vollständig in den Bodengrund ein.
Gerade diese natürliche Lebensweise macht Treptogonostreptus intricatus zu einem interessanten Bewohner für ein naturnah eingerichtetes Waldterrarium.
Von Mardonius spec. „Cameroon Red Leg“ zu Treptogonostreptus intricatus
Viele unserer Kunden kennen die Tiere noch als Mardonius spec. „Cameroon Red Leg“.
Unter dieser Bezeichnung wurde der Zuchtstamm bisher in der Terraristik geführt. Inzwischen können wir die Tiere Treptogonostreptus intricatus zuordnen.
Die Umbenennung ändert natürlich nichts an den Tieren selbst. Wenn du bereits Mardonius spec. „Cameroon Red Leg“ bei uns gekauft hast, erkennst du deinen Tausendfüßer deshalb unter dem neuen Namen wieder.
Auch die auffällige Beinzeichnung, die zum bisherigen Handelsnamen „Red Leg“ geführt hat, bleibt eines der charakteristischen Merkmale unserer Tiere.
Ein afrikanischer Tausendfüßer mit auffälliger Färbung
Treptogonostreptus intricatus gehört zu den afrikanischen Spirostreptiden.
Besonders interessant ist der Kontrast zwischen dem dunkleren Körper und den auffälliger gefärbten Beinen. Durch die große Anzahl der Beinpaare entsteht beim Laufen ein faszinierendes Farbspiel.
Dabei bewegen sich die Beine in typischen Wellen entlang des Körpers.
Genau diese ruhige, beinahe fließende Fortbewegung gehört für uns zu den interessantesten Eigenschaften großer Tausendfüßer.
Friedlich und hervorragend zu beobachten
Treptogonostreptus intricatus ist ein friedlicher Terrarienbewohner.
Die Tiere verbringen viel Zeit damit, den Boden abzusuchen und organisches Material zu fressen. Dabei laufen sie über Laub und Wurzeln oder verschwinden zwischen natürlichen Strukturen.
Zu anderen Zeiten graben sie sich vollständig ein.
Dass ein Tausendfüßer einige Tage oder auch deutlich länger nicht zu sehen ist, gehört deshalb zur normalen Haltung.
Besonders vor einer Häutung ziehen sich die Tiere häufig tief in das Substrat zurück.
Der Bodengrund ist Lebensraum und Nahrung
Bei Treptogonostreptus intricatus beginnt eine erfolgreiche Haltung mit dem richtigen Substrat.
Anders als bei vielen anderen Terrarientieren dient der Bodengrund nicht einfach nur als Untergrund. Tausendfüßer leben darin, graben darin, häuten sich darin und fressen den Bodengrund.
Deshalb empfehlen wir unser spezielles Tausendfüßer-Substrat.
Dieses enthält fermentiertes Laub und weißfaules Holz und stellt dadurch wichtige Bestandteile der natürlichen Ernährung zur Verfügung.
Das Tausendfüßer-Substrat sollte nicht mit anderen Substraten gemischt werden. Dadurch würde lediglich der Anteil der verwertbaren Nahrung reduziert.
Mindestens 10–15 cm Substrathöhe
Der Bodengrund sollte mindestens ungefähr 10–15 cm hoch eingefüllt werden. Bei adulten Tieren und einem entsprechend hohen Terrarium darf es gerne noch mehr sein.
Eine ausreichende Substrathöhe ermöglicht den Tieren, sich vollständig einzugraben.
Das ist insbesondere für die Häutung entscheidend.
Gleichzeitig entstehen unterschiedliche Feuchtigkeitsbereiche. Während die Oberfläche etwas trockener werden kann, bleibt es in tieferen Schichten länger feucht.
So kann der Tausendfüßer selbst den Bereich auswählen, der seinen aktuellen Bedürfnissen entspricht.
Futterlaub sollte immer vorhanden sein
Zusätzlich zum Tausendfüßer-Substrat gehört eine großzügige Schicht Futterlaub ins Terrarium.
Das Laub erfüllt gleich mehrere Aufgaben.
Es dient als Nahrung, schafft natürliche Verstecke und schützt den darunterliegenden Boden vor zu schnellem Austrocknen.
Mit der Zeit wird das Laub zersetzt und gefressen. Deshalb solltest du regelmäßig neues Material nachlegen.
Dabei darf ruhig eine deutlich sichtbare Laubschicht auf dem Bodengrund liegen.
Weißfaules Holz gehört auf den Speiseplan
Weißfaules Holz ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Ernährung.
Dabei handelt es sich nicht einfach um normales trockenes Holz.
Durch Pilze und andere Mikroorganismen wurde weißfaules Holz bereits stark zersetzt. Es wird dadurch weich und lässt sich teilweise mit den Fingern zerdrücken.
Genau dieses Material können Tausendfüßer besonders gut verwerten.
Größere Stücke können direkt in das Terrarium gelegt und teilweise in den Bodengrund eingearbeitet werden.
Obst und Gemüse nur zusätzlich anbieten
Treptogonostreptus intricatus nimmt zusätzlich verschiedene Obst- und Gemüsesorten an.
Geeignet sind beispielsweise:
- Zucchini
- Gurke
- Kürbis
- Karotte
- Süßkartoffel
- Apfel
- Birne
Diese Futtermittel sind jedoch Ergänzungsfutter.
Die wichtigste Nahrung besteht weiterhin aus zersetztem Laub, weißfaulem Holz und geeignetem Tausendfüßer-Substrat.
Gerade wasserreiches Gemüse wie Gurke wird zwar häufig gerne angenommen, besitzt jedoch nicht die Zusammensetzung, die ein Tausendfüßer als dauerhafte Hauptnahrung benötigt.
Calciumquelle dauerhaft anbieten
Zusätzlich empfehlen wir eine Calciumquelle.
Eine Sepiaschale kann einfach auf dem Bodengrund liegen bleiben. Die Tiere bedienen sich daran nach Bedarf.
So steht jederzeit zusätzliches Calcium zur Verfügung.
Das ist besonders während des Wachstums und für den Aufbau des Außenskeletts sinnvoll.
Warm und gleichmäßig feucht
Für die Haltung von Treptogonostreptus intricatus empfehlen wir einen warmen Bereich von ungefähr 23–27 °C.
Nachts darf die Temperatur etwas absinken.
Der Bodengrund sollte gleichzeitig eine gleichmäßige Grundfeuchtigkeit besitzen.
Dabei bedeutet tropische Haltung jedoch nicht, dass das gesamte Terrarium nass sein muss.
Viel besser ist ein Feuchtigkeitsgefälle.
Ein Bereich kann etwas feuchter sein, während die Oberfläche an anderer Stelle zeitweise stärker abtrocknet. In den tieferen Substratschichten sollte trotzdem ausreichend Feuchtigkeit vorhanden sein.
Staunässe unbedingt vermeiden
Dauerhaft nasser, schlammiger Bodengrund ist nicht das Ziel.
Deshalb muss überschüssiges Wasser vermieden werden.
Gleichzeitig benötigt das Terrarium eine ausreichende Belüftung.
So entsteht ein feuchtes Waldklima, ohne dass die Luft dauerhaft steht.
Die Laubschicht und das tiefe Substrat helfen zusätzlich dabei, die Feuchtigkeit über längere Zeit stabil zu halten.
Keine Heizmatte unter das Terrarium
Falls zusätzliche Wärme notwendig ist, sollte eine Wärmequelle nicht unter dem Terrarium angebracht werden.
Der Grund dafür liegt im natürlichen Verhalten der Tiere.
Wird es einem Tausendfüßer an der Oberfläche zu warm oder zu trocken, gräbt er sich tiefer ein. Dort erwartet er kühlere und feuchtere Bedingungen.
Eine Bodenheizung würde dieses natürliche Temperaturgefälle umkehren.
Deshalb sollte zusätzliche Wärme, falls überhaupt erforderlich, kontrolliert von der Seite beziehungsweise über die Umgebungstemperatur erzeugt werden.
Eingraben ist vollkommen normal
Wenn dein Treptogonostreptus intricatus plötzlich verschwunden ist, solltest du nicht sofort nach ihm suchen.
Das Eingraben gehört zum natürlichen Verhalten.
Besonders wichtig wird das während einer Häutung.
Dafür zieht sich der Tausendfüßer in eine geschützte Kammer im Substrat zurück. Dort häutet er sich und wartet anschließend, bis der neue Außenpanzer vollständig ausgehärtet ist.
Dieser Vorgang kann einige Zeit dauern.
Deshalb gilt: Eingegrabene Tiere niemals ausgraben.
Gruppenhaltung ist möglich
Treptogonostreptus intricatus kann mit Artgenossen gemeinsam gehalten werden.
Voraussetzung sind ausreichend Platz und vor allem genügend hochwertiges Substrat.
Je mehr Tiere im Terrarium leben, desto schneller werden Futterlaub, weißfaules Holz und die verwertbaren Bestandteile des Bodengrunds verbraucht.
Deshalb solltest du das Substrat regelmäßig kontrollieren.
Mit zunehmendem Verbrauch wird es immer feiner, während erkennbare Laub- und Holzbestandteile verschwinden.
Dann ist es Zeit, frisches Material zu ergänzen.
Ein lebendiger Waldboden statt steriler Einrichtung
Bei der Einrichtung eines Tausendfüßer-Terrariums geht es nicht darum, möglichst viele Dekorationsgegenstände unterzubringen.
Viel wichtiger ist ein funktionierender Bodenbereich.
Eine dicke Schicht geeignetes Substrat, reichlich Futterlaub und weißfaules Holz schaffen einen Lebensraum, der gleichzeitig Nahrung bietet.
Wurzeln und Kork können zusätzlich verwendet werden. Schwere Gegenstände müssen jedoch immer sicher stehen, damit sie beim Untergraben nicht auf die Tiere kippen können.
So entsteht ein natürlich wirkendes Terrarium, das sich mit der Zeit ständig verändert.
Vorteile auf einen Blick
- Treptogonostreptus intricatus
- Bisher bei uns als Mardonius spec. „Cameroon Red Leg“ geführt
- Afrikanischer Tausendfüßer
- Auffällige Beinzeichnung
- Friedlicher Bodenbewohner
- Gruppenhaltung möglich
- Temperatur ungefähr 23–27 °C
- Mindestens 10–15 cm Substrathöhe
- Gleichmäßig feuchter Bodengrund
- Feuchtigkeitsgefälle empfehlenswert
- Staunässe vermeiden
- Tausendfüßer-Substrat als Lebensraum und Nahrung
- Futterlaub dauerhaft anbieten
- Weißfaules Holz gehört zur Grundversorgung
- Obst und Gemüse lediglich als Ergänzungsfutter
- Calciumquelle empfehlenswert
- Häutung geschützt im Bodengrund
- Eingegrabene Tiere niemals ausgraben
- Keine Heizmatte unter dem Terrarium
Passendes Zubehör für dein Setup
- Tausendfüßer Terrarium Komplettset – bietet ausreichend Grundfläche und ermöglicht eine tiefe Substratschicht zum Graben, Verstecken und Häuten.
- Insektenliebe Tausendfüßer-Komplettset – enthält eine auf die Haltung von Tausendfüßern abgestimmte Grundausstattung und erleichtert den Einstieg mit Treptogonostreptus intricatus.
- Tausendfüßer-Substrat – bildet gleichzeitig Lebensraum und wichtige Nahrungsgrundlage aus fermentiertem Laub und weißfaulem Holz.
- Futterlaub – dient als natürliche Dauernahrung und schützt gleichzeitig den darunterliegenden Bodengrund vor zu schnellem Austrocknen.
- Weißfaules Holz – liefert wichtige zersetzte Holzbestandteile und gehört zur natürlichen Grundversorgung.
- Insektenliebe Futterfels – eignet sich zum sauberen Anbieten von Obst, Gemüse und anderem Ergänzungsfutter, ohne dass dieses direkt auf dem feuchten Substrat liegt.
Fazit
Treptogonostreptus intricatus ist ein attraktiver afrikanischer Tausendfüßer, der besonders durch seine auffällige Beinzeichnung und sein ruhiges Verhalten überzeugt.
Viele unserer Kunden werden ihn noch unter seinem bisherigen Namen kennen: Mardonius spec. „Cameroon Red Leg“. Unter dieser Bezeichnung haben wir die Tiere bisher geführt. Ab sofort findest du sie bei uns unter der Zuordnung Treptogonostreptus intricatus.
Für eine erfolgreiche Haltung kommt es vor allem auf einen hochwertigen und ausreichend tiefen Bodengrund an. Mindestens 10–15 cm Tausendfüßer-Substrat, reichlich Futterlaub und weißfaules Holz bilden die Grundlage.
Bei ungefähr 23–27 °C, einer gleichmäßigen Grundfeuchtigkeit und guter Belüftung entsteht ein geeignetes Klima. Obst und Gemüse können zusätzlich angeboten werden, ersetzen jedoch niemals die eigentliche Nahrung im Bodengrund.
Damit eignet sich Treptogonostreptus intricatus hervorragend für alle, die einen außergewöhnlichen Tausendfüßer beobachten und gleichzeitig ein natürliches kleines Waldökosystem im Terrarium gestalten möchten.
























