Telodeinopus assiensis "Westafrikanischer Tausendfüßer"

Telodeinopus assiensis "Westafrikanischer Tausendfüßer"

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Artikelnummer: 530
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SchwierigkeitEinfach

Tier Größe (mm) < gemischt

Temperatur (°C)21°C – 25°C

g110

Icon Schwierigkeitsgrad

Einfach

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Nigeria

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Icon Temperatur

21°C – 25°C

Telodeinopus assiensis – beeindruckender Westafrikanischer Tausendfüßer

Telodeinopus assiensis, der Westafrikanische Tausendfüßer, ist ein großer und attraktiver Doppelfüßer aus dem tropischen Westafrika. Sein langgestreckter Körper, die zahlreichen Beine und seine kontrastreiche Färbung machen ihn zu einem faszinierenden Bewohner für naturnah eingerichtete Terrarien.

Dabei ist Telodeinopus assiensis nicht nur interessant anzusehen. Wie andere große Diplopoden verbringt er viel Zeit damit, den Bodengrund zu durchstreifen, Laub zu zersetzen und sich durch das Substrat zu graben. Ein gut eingerichtetes Terrarium wird dadurch selbst zum Beobachtungsobjekt.

Besonders wichtig ist bei dieser Art der Bodengrund. Denn für einen Tausendfüßer ist das Substrat nicht einfach nur Einrichtung. Es dient gleichzeitig als Lebensraum, Versteck, Häutungsplatz und wichtigste Nahrungsgrundlage.

Telodeinopus assiensis stammt aus Westafrika

Telodeinopus assiensis wurde 1897 von Cook beschrieben. Die Art stammt aus dem tropischen Westafrika und wird wissenschaftlich insbesondere mit der Elfenbeinküste in Verbindung gebracht.

Der Artname „assiensis“ verweist auf Assinie an der Küste der heutigen Côte d’Ivoire.

Damit stammt dieser Tausendfüßer aus einer warmen Region, in der organisches Material wie Laub und verrottendes Holz eine wichtige Rolle am Waldboden spielt.

Genau diesen Lebensraum versuchen wir im Terrarium nachzubilden.

Bis ungefähr 20 cm Körperlänge

Telodeinopus assiensis gehört zu den größeren Tausendfüßern in der Terraristik.

Adulte Tiere können ungefähr 15–20 cm Körperlänge erreichen. Dabei bleiben einzelne Exemplare kleiner, während besonders große Tiere an die obere Grenze herankommen können.

Der Körper ist lang und relativ schlank. Dadurch wirkt die Art trotz ihrer beachtlichen Länge weniger massiv als beispielsweise manche Vertreter der Gattung Archispirostreptus.

Die vielen Körperringe und Beinpaare erzeugen beim Laufen die typische wellenartige Bewegung, die Tausendfüßer so faszinierend macht.

Eine attraktive Zeichnung mit starkem Kontrast

Auch optisch hat Telodeinopus assiensis einiges zu bieten.

Die dunkle Grundfärbung wird durch hellere bis gelblich-braune Bereiche ergänzt. Besonders die zahlreichen Beine setzen sich deutlich vom Körper ab.

Je nach Licht, Entwicklungsstadium und individuellem Tier kann die Färbung unterschiedlich intensiv erscheinen.

Gerade auf dunklem Waldhumus, zwischen braunem Futterlaub und weißfaulem Holz kommt die natürliche Zeichnung besonders schön zur Geltung.

Ein ruhiger Bewohner für das Waldterrarium

Der Westafrikanische Tausendfüßer gehört zu den friedlichen Terrarientieren.

Er verbringt einen großen Teil seiner Zeit mit der Nahrungssuche. Dabei läuft er über die Oberfläche, verschwindet unter Laub oder gräbt sich vollständig in den Bodengrund ein.

Dass ein Tier zeitweise überhaupt nicht zu sehen ist, muss deshalb kein Grund zur Sorge sein.

Gerade vor einer Häutung ziehen sich Tausendfüßer häufig tief in das Substrat zurück. Dort schaffen sie sich einen geschützten Bereich und bleiben teilweise längere Zeit verborgen.

Der Bodengrund ist bei Telodeinopus assiensis entscheidend

Bei kaum einer anderen Tiergruppe ist die Qualität des Substrats so wichtig wie bei Tausendfüßern.

Wir empfehlen deshalb unser Tausendfüßer-Substrat.

Es besteht aus weiter fermentiertem organischem Material mit fermentiertem Laub und weißfaulem Holz. Dadurch enthält es genau jene pflanzlichen Bestandteile, die für die Ernährung von Diplopoden besonders wichtig sind.

Das Substrat sollte nicht mit anderen Bodengründen gemischt werden. Dadurch würde der Anteil der verwertbaren Nahrung lediglich verdünnt.

Mindestens 10–15 cm Substrathöhe

Für adulte Telodeinopus assiensis sollte der Bodengrund ausreichend tief eingefüllt werden.

Wir empfehlen mindestens ungefähr 10–15 cm, bei ausreichender Terrarienhöhe gerne mehr.

Der Grund dafür ist einfach: Tausendfüßer leben nicht nur auf dem Substrat, sondern auch darin.

Sie graben, ruhen und häuten sich im Boden. Gleichzeitig suchen sie dort nach verwertbarem organischem Material.

Eine dünne Schicht Erde kann diese Funktionen nicht erfüllen.

Das Substrat ist gleichzeitig das wichtigste Futter

Dieser Punkt wird bei der Tausendfüßerhaltung häufig unterschätzt.

Telodeinopus assiensis benötigt nicht einfach nur Obst und Gemüse.

Die wichtigste Nahrungsgrundlage besteht aus zersetztem Laub und weißfaulem Holz. Genau deshalb verwenden wir ein spezielles Tausendfüßer-Substrat.

Zusätzlich sollte immer Futterlaub auf der Oberfläche liegen. Es wird nach und nach zersetzt und von den Tieren gefressen.

Auch weißfaules Holz sollte regelmäßig angeboten werden.

Damit orientiert sich die Ernährung deutlich stärker an den natürlichen Abläufen eines Waldbodens als an einem klassischen Futternapf.

Obst und Gemüse sind nur Ergänzungsfutter

Obst und Gemüse können zusätzlich angeboten werden.

Geeignet sind beispielsweise Gurke, Zucchini, Karotte, Apfel oder Kürbis.

Dabei handelt es sich jedoch um Ergänzungsfutter.

Ein Tausendfüßer sollte niemals hauptsächlich von Gurke oder Obst leben. Futterlaub, weißfaules Holz und ein hochwertiges Tausendfüßer-Substrat bilden die wesentlich wichtigere Grundlage.

Frisches Ergänzungsfutter solltest du außerdem regelmäßig kontrollieren und entfernen, bevor es verdirbt oder stark schimmelt.

Kalk darf im Terrarium nicht fehlen

Neben pflanzlichem Material benötigt Telodeinopus assiensis eine zuverlässige Calciumquelle.

Dafür eignen sich beispielsweise Sepiaschalen.

Die Tiere können daran nach Bedarf fressen und so zusätzliche Mineralstoffe aufnehmen.

Gerade während des Wachstums und rund um die Häutung spielt die Versorgung mit Mineralstoffen eine wichtige Rolle.

Die Sepiaschale kann einfach auf dem Bodengrund liegen und bei Bedarf erneuert werden.

Warm und tropisch halten

Für Telodeinopus assiensis eignet sich ein warmer Temperaturbereich.

Als praktische Orientierung empfehlen wir tagsüber ungefähr 23–27 °C. Nachts darf die Temperatur etwas absinken.

Dabei solltest du nicht versuchen, den gesamten Bodengrund stark zu erwärmen.

Eine Heizmatte unter dem Terrarium ist ungeeignet, denn Tausendfüßer graben sich normalerweise nach unten, wenn sie kühlere und geschützte Bereiche suchen.

Würde die stärkste Wärme ausgerechnet von unten kommen, würde dieses natürliche Verhalten nicht mehr funktionieren.

Feucht, aber niemals sumpfig

Das Substrat sollte bei Telodeinopus assiensis eine gleichmäßige Grundfeuchtigkeit besitzen.

Es darf jedoch nicht nass und schlammig sein.

Ideal ist ein Feuchtigkeitsgefälle. Ein Teil des Bodens kann etwas feuchter gehalten werden, während andere Bereiche weniger feucht sind.

Dadurch kann der Tausendfüßer selbst wählen.

Gleichzeitig ist eine gute Belüftung wichtig. Tropische Haltung bedeutet schließlich nicht, dass im Terrarium dauerhaft stehende, feuchte Luft herrschen soll.

Laub schützt den Boden vor dem Austrocknen

Eine dickere Schicht Futterlaub erfüllt gleich mehrere Aufgaben.

Sie dient als Nahrung und schafft gleichzeitig Verstecke. Außerdem reduziert sie die direkte Verdunstung aus dem darunterliegenden Substrat.

Dadurch entsteht ein stabiles Mikroklima.

Auch optisch wirkt ein Terrarium mit einer natürlichen Laubschicht deutlich authentischer als ein vollständig freiliegender Bodengrund.

Nach und nach wird das Laub gefressen und zersetzt. Deshalb solltest du regelmäßig neues Futterlaub nachlegen.

Weißfaules Holz gehört zur Grundversorgung

Weißfaules Holz ist kein Dekorationsmaterial, sondern ein wichtiger Bestandteil der Ernährung.

Durch die fortgeschrittene Zersetzung wird das Holz weich und kann von Diplopoden verwertet werden.

Du kannst größere Stücke direkt auf beziehungsweise teilweise in das Substrat legen.

Dadurch entstehen gleichzeitig natürliche Strukturen und Rückzugsbereiche.

Wenn das Holz zunehmend zerfällt, ist das vollkommen erwünscht. Genau in diesem Zustand ist es für Tausendfüßer besonders interessant.

Häutung unter der Erde

Wenn sich Telodeinopus assiensis plötzlich eingräbt und für längere Zeit nicht mehr erscheint, solltest du nicht sofort nach ihm suchen.

Möglicherweise steht eine Häutung bevor.

Während dieser Phase ist der Tausendfüßer besonders empfindlich. Der neue Außenpanzer ist zunächst weich und muss erst vollständig aushärten.

Deshalb solltest du ein eingegrabenes Tier niemals ausgraben, nur um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.

Ein ausreichend tiefer und geeigneter Bodengrund ermöglicht dem Tier, diesen wichtigen Vorgang ungestört durchzuführen.

Gruppenhaltung ist problemlos möglich

Telodeinopus assiensis kann grundsätzlich mit mehreren Artgenossen gehalten werden.

Die Tiere sind friedlich und zeigen kein ausgeprägtes territoriales Verhalten.

Dabei muss die Terrariengröße natürlich an die Anzahl und Größe der Tiere angepasst werden.

Besonders wichtig ist ausreichend Substrat. Je mehr Tausendfüßer im Terrarium leben, desto schneller werden die verwertbaren organischen Bestandteile des Bodens verbraucht.

Deshalb solltest du den Zustand des Substrats regelmäßig kontrollieren.

Wann muss das Substrat erneuert werden?

Mit der Zeit wird das organische Material im Bodengrund gefressen.

Du erkennst verbrauchtes Substrat daran, dass die ursprüngliche lockere Struktur zunehmend verschwindet und immer mehr feinkrümeliges Material beziehungsweise Kot zurückbleibt.

Dann wird es Zeit, einen Teil des Bodengrunds zu erneuern.

Bei einem laufenden Terrarium muss dabei nicht zwangsläufig alles auf einmal entfernt werden.

Wichtig ist vielmehr, regelmäßig wieder ausreichend nährstoffreiches Material zur Verfügung zu stellen.

Ein spannendes Tier für naturnahe Terrarien

Telodeinopus assiensis ist besonders interessant, wenn du nicht nur das Tier selbst, sondern ein kleines funktionierendes Waldterrarium beobachten möchtest.

Laub wird zersetzt, Holz wird langsam gefressen und der Bodengrund ständig durchwandert.

Dadurch verändert sich das Terrarium kontinuierlich.

Genau darin liegt für viele Halter der besondere Reiz der Tausendfüßerhaltung.

Vorteile auf einen Blick

  • Telodeinopus assiensis (Cook, 1897)
  • Deutscher Name Westafrikanischer Tausendfüßer
  • Herkunft Westafrika
  • Besonders mit Côte d’Ivoire / Elfenbeinküste verbunden
  • Körperlänge ungefähr 15–20 cm
  • Friedlicher großer Doppelfüßer
  • Gruppenhaltung möglich
  • Temperatur ungefähr 23–27 °C
  • Gleichmäßig feuchtes, aber nicht nasses Substrat
  • Mindestens 10–15 cm Substrathöhe
  • Tausendfüßer-Substrat als Lebensraum und Nahrungsgrundlage
  • Futterlaub als wichtige Dauernahrung
  • Weißfaules Holz als wichtiger Bestandteil der Ernährung
  • Obst und Gemüse lediglich als Ergänzung
  • Calciumquelle anbieten
  • Häutungen finden geschützt im Bodengrund statt
  • Keine Wärmequelle unter dem Terrarium

Passendes Zubehör für dein Setup

Tausendfüßer Terrarium Komplettset – bietet eine passende Grundlage für die naturnahe Haltung von Telodeinopus assiensis.

Insektenliebe Tausendfüßer Komplettset – enthält eine auf die Haltung von Tausendfüßern abgestimmte Grundausstattung.

Tausendfüßer-Substrat – bildet gleichzeitig Lebensraum und wichtige Nahrungsgrundlage und enthält fermentiertes Laub sowie weißfaules Holz.

Futterlaub – gehört zur Grundversorgung, dient als Nahrung und schafft gleichzeitig eine natürliche Laubschicht auf dem Bodengrund.

Weißfaules Holz – liefert wichtige zersetzte Holzbestandteile und sollte Telodeinopus assiensis dauerhaft zur Verfügung stehen.

Insektenliebe Futterfels – ermöglicht das saubere Anbieten von zusätzlichem Futter und verhindert, dass weiches Ergänzungsfutter direkt im feuchten Substrat liegt.

Fazit

Telodeinopus assiensis ist ein beeindruckender Tausendfüßer für alle, die ein naturnahes Waldterrarium und das ruhige Verhalten großer Diplopoden faszinierend finden.

Mit ungefähr 15–20 cm Körperlänge erreicht der Westafrikanische Tausendfüßer eine stattliche Größe. Trotzdem ist die Haltung nicht kompliziert, wenn eine entscheidende Grundlage stimmt: der Bodengrund.

Ein hochwertiges Tausendfüßer-Substrat, Futterlaub und weißfaules Holz bilden gleichzeitig Lebensraum und wichtigste Nahrungsquelle. Obst und Gemüse dienen dagegen lediglich als Ergänzung.

Das Substrat sollte mindestens 10–15 cm hoch eingefüllt und gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass Staunässe entsteht. Temperaturen um 23–27 °C bieten eine gute Orientierung.

Besonders wichtig ist außerdem, eingegrabene Tiere in Ruhe zu lassen. Telodeinopus assiensis nutzt den Bodengrund nicht nur als Versteck, sondern auch für seine empfindlichen Häutungen.

Wer diese Grundlagen berücksichtigt, bekommt mit Telodeinopus assiensis einen friedlichen, großen und ausgesprochen interessanten Bewohner für ein natürlich eingerichtetes Tropenterrarium.

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