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Peridontopyge rubescens

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Kategorie:
Artikelnummer: 628
Weitere Produktinformationen

SchwierigkeitEinfach

Tier Größe (mm) < 100 mm

Temperatur (°C)20°C – 26°C

g100

Icon Schwierigkeitsgrad

Einfach

Icon Heimat

Tansania

Icon Tiergroesse

< 100 mm

Icon Temperatur

20°C – 26°C

Peridontopyge rubescens – schlanker Tausendfüßer mit außergewöhnlicher Rotfärbung

Peridontopyge rubescens ist ein besonders attraktiver afrikanischer Tausendfüßer, der durch seinen schlanken Körperbau und seine rötliche bis rotbraune Färbung sofort auffällt. Damit unterscheidet er sich deutlich von vielen kräftig gebauten, dunkelbraunen oder schwarzen Riesentausendfüßern.

Die zahlreichen Beine und der langgestreckte Körper verleihen Peridontopyge rubescens ein elegantes Erscheinungsbild. Besonders interessant wird es, wenn das Tier über Laub und Holz läuft. Dann bewegen sich die Beine in gleichmäßigen Wellen entlang des Körpers.

Dabei ist diese Art keineswegs nur schön anzusehen. Wie andere Tausendfüßer übernimmt sie in ihrem natürlichen Lebensraum eine wichtige Aufgabe. Abgestorbenes Laub, morsches Holz und anderes pflanzliches Material werden gefressen und weiter zersetzt.

Genau deshalb müssen wir bei der Haltung anders denken als bei vielen anderen Terrarientieren: Das Substrat ist bei Peridontopyge rubescens nicht einfach nur Bodengrund. Es ist Lebensraum, Versteck, Häutungsplatz und gleichzeitig Nahrung.

Ein afrikanischer Tausendfüßer der Familie Odontopygidae

Peridontopyge rubescens gehört zur Familie Odontopygidae. Diese Gruppe ist besonders in Afrika verbreitet und umfasst zahlreiche schlanke, langgestreckte Tausendfüßer.

Damit unterscheidet sich die Art bereits systematisch von vielen bekannten großen Terrarientausendfüßern aus der Familie Spirostreptidae.

Für den Halter ist vor allem der Körperbau auffällig. Peridontopyge rubescens wirkt deutlich schlanker und filigraner als besonders massive Arten.

Trotzdem zeigt er viele Verhaltensweisen, die Tausendfüßer so interessant machen: Er sucht den Boden nach Nahrung ab, verschwindet zwischen Laub und Holz und gräbt sich regelmäßig vollständig ein.

Die Rotfärbung macht den Unterschied

Der Artname rubescens passt hervorragend zum Erscheinungsbild.

Die Tiere zeigen rötliche bis rotbraune Farbtöne, die abhängig von Alter, Häutungszustand und Beleuchtung unterschiedlich intensiv wirken können.

Gerade auf hellem Futterlaub oder weißfaulem Holz entsteht dadurch ein schöner Kontrast.

Die Farbe sollte trotzdem nicht als starres Merkmal verstanden werden. Einzelne Tiere können heller oder dunkler wirken.

Schlanker Körper mit faszinierender Bewegung

Der Körper von Peridontopyge rubescens besteht aus zahlreichen Segmenten.

An den meisten Körperringen sitzen jeweils zwei Beinpaare. Beim Laufen entsteht dadurch die für Tausendfüßer typische Wellenbewegung.

Mit den Fühlern untersucht das Tier gleichzeitig seine unmittelbare Umgebung.

Dabei bewegen sich die Tiere nicht ausschließlich auf der Oberfläche. Ein großer Teil ihres natürlichen Verhaltens findet im Bodengrund statt.

Genau deshalb sollte ein Tausendfüßer-Terrarium niemals wie ein klassisches Schau-Terrarium mit nur wenigen Zentimetern Erde eingerichtet werden.

Friedliches Verhalten

Peridontopyge rubescens ist ein friedlicher Bodenbewohner.

Die Tiere verbringen viel Zeit mit der Suche nach verwertbarem Pflanzenmaterial und stellen anderen Terrarienbewohnern nicht aktiv nach.

Bei Störungen versuchen Tausendfüßer normalerweise zunächst zu fliehen oder rollen beziehungsweise krümmen ihren Körper zum Schutz.

Wie viele Diplopoden können auch sie Abwehrsekrete einsetzen. Deshalb sollten die Tiere möglichst wenig gestört werden. Nach direktem Kontakt empfiehlt es sich außerdem, die Hände gründlich zu waschen.

Am besten beobachtest du Peridontopyge rubescens einfach im Terrarium.

Der Boden ist wichtiger als aufwendige Dekoration

Bei der Einrichtung solltest du dein Augenmerk vor allem auf den Bodengrund legen.

Eine große nutzbare Bodenfläche und eine ausreichend tiefe Substratschicht sind wesentlich wichtiger als besonders viel freie Höhe.

Wurzeln, Kork und andere natürliche Materialien können trotzdem angeboten werden. Sie schaffen Deckung und zusätzliche Strukturen.

Schwere Dekorationsgegenstände müssen allerdings sicher stehen.

Denn wenn die Tiere darunter graben, dürfen Steine oder schwere Wurzeln keinesfalls absacken und einen Tausendfüßer einklemmen.

Mindestens 10–15 cm Substrat

Für Peridontopyge rubescens empfehlen wir eine Substratschicht von mindestens 10–15 cm.

Bei adulten Tieren darf der Bodengrund gerne noch tiefer sein.

Dadurch können sich die Tiere vollständig eingraben und geeignete Rückzugsorte aufsuchen.

Gleichzeitig entsteht innerhalb des Bodens ein natürliches Feuchtigkeitsgefälle. Die Oberfläche kann zeitweise etwas trockener sein, während die tieferen Schichten länger feucht bleiben.

Gerade für Häutungen sind solche geschützten Bereiche wichtig.

Tausendfüßer-Substrat ist gleichzeitig Futter

Für die Haltung empfehlen wir unser Tausendfüßer-Substrat.

Dieses enthält fermentiertes Laub und weißfaules Holz. Dadurch bietet es den Tieren nicht nur einen grabfähigen Lebensraum, sondern gleichzeitig wichtige Nahrung.

Tausendfüßer ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenem und bereits zersetztem Pflanzenmaterial.

Der Bodengrund wird deshalb im Laufe der Haltung tatsächlich verbraucht.

Unser Tausendfüßer-Substrat sollte nicht mit anderen Substraten gemischt werden. Dadurch würde lediglich der Anteil der verwertbaren organischen Bestandteile reduziert.

Eine dicke Schicht Futterlaub

Zusätzlich gehört reichlich Futterlaub auf den Bodengrund.

Es dient als natürliche Dauernahrung und bietet gleichzeitig Schutz.

Außerdem reduziert eine geschlossene Laubschicht die Verdunstung. Der darunterliegende Boden trocknet dadurch langsamer aus.

Mit zunehmender Zersetzung wird das Laub für die Tausendfüßer immer interessanter.

Sobald die Schicht deutlich dünner wird, kannst du einfach neues Futterlaub nachlegen.

Weißfaules Holz gehört zur Grundversorgung

Auch weißfaules Holz sollte dauerhaft vorhanden sein.

Dabei handelt es sich um bereits stark zersetztes Holz, das durch den Abbau von Holzbestandteilen weich und brüchig geworden ist.

Genau dieses Material dient vielen Tausendfüßern als wichtige Nahrungsquelle.

Du kannst größere Stücke direkt auf das Substrat legen oder teilweise darin eingraben.

Dadurch entstehen gleichzeitig natürliche Verstecke.

Obst und Gemüse ergänzen den Speiseplan

Zusätzlich kannst du verschiedene Obst- und Gemüsesorten anbieten.

Geeignet sind beispielsweise:

  • Kürbis
  • Zucchini
  • Karotte
  • Süßkartoffel
  • Gurke
  • Apfel
  • Birne

Diese Futtermittel sollten jedoch nur ergänzend angeboten werden.

Die eigentliche Nahrungsgrundlage bilden Tausendfüßer-Substrat, Futterlaub und weißfaules Holz.

Frisches Futter solltest du außerdem regelmäßig kontrollieren und entfernen, bevor es stark verdirbt.

Calciumquelle anbieten

Zusätzlich kann eine Sepiaschale im Terrarium liegen.

So steht den Tieren jederzeit eine Calciumquelle zur Verfügung.

Sie können selbstständig daran fressen, wenn entsprechender Bedarf besteht.

Das ist besonders praktisch, weil die Sepiaschale dauerhaft im Terrarium verbleiben kann.

Warmes Waldklima ohne Überhitzung

Für Peridontopyge rubescens empfehlen wir als praktischen Haltungsbereich ungefähr 23–27 °C.

Nachts darf die Temperatur etwas absinken.

Dabei solltest du nicht versuchen, möglichst hohe Temperaturen zu erreichen. Ein stabiler, warmer Bereich ist wesentlich sinnvoller als starke Hitze.

Falls die Raumtemperatur bereits passt, wird keine zusätzliche Heizung benötigt.

Keine Bodenheizung verwenden

Eine Heizmatte unter dem Terrarium empfehlen wir für Tausendfüßer nicht.

Der Grund liegt im natürlichen Verhalten.

Wenn es an der Oberfläche zu heiß oder zu trocken wird, graben sich die Tiere tiefer ein. Dort erwarten sie kühlere und feuchtere Bedingungen.

Wird von unten geheizt, funktioniert dieses natürliche Verhalten nicht mehr.

Deshalb sollte notwendige zusätzliche Wärme niemals unkontrolliert durch den gesamten Bodengrund von unten eingebracht werden.

Gleichmäßige Feuchtigkeit mit unterschiedlichen Zonen

Der Bodengrund sollte eine gute Grundfeuchtigkeit besitzen.

Allerdings muss nicht jede Stelle gleich nass sein.

Viel sinnvoller ist ein Feuchtigkeitsgefälle.

Ein Bereich kann stärker befeuchtet werden, während ein anderer oberflächlich etwas abtrocknen darf.

Dadurch kann Peridontopyge rubescens selbst den passenden Aufenthaltsort auswählen.

In den tieferen Substratschichten sollte immer ausreichend Feuchtigkeit vorhanden sein.

Staunässe solltest du dagegen vermeiden.

Gute Belüftung gehört dazu

Feuchtigkeit alleine macht noch kein geeignetes Tropenterrarium.

Auch die Luft muss ausgetauscht werden.

Eine ausreichende Belüftung verhindert dauerhaft stehende, extrem feuchte Luft und unterstützt ein stabiles Bodenklima.

Deshalb solltest du nicht versuchen, eine hohe Luftfeuchtigkeit dadurch zu erreichen, dass sämtliche Lüftungsflächen verschlossen werden.

Entscheidender ist ein ausreichend feuchter Bodengrund.

Wenn der Tausendfüßer plötzlich verschwunden ist

Dass Peridontopyge rubescens zeitweise nicht zu sehen ist, gehört zur normalen Haltung.

Die Tiere graben sich regelmäßig ein.

Dabei suchen sie beispielsweise Schutz oder geeignete Feuchtigkeitsbedingungen.

Außerdem finden Häutungen geschützt im Bodengrund statt.

Deshalb solltest du niemals nach einem verschwundenen Tier graben.

Während der Häutung niemals stören

Vor einer Häutung zieht sich der Tausendfüßer normalerweise in den Boden zurück.

Dort kann er über einen längeren Zeitraum bleiben.

Der neue Außenpanzer ist nach der Häutung zunächst weich und empfindlich. Erst anschließend härtet er vollständig aus.

Eine Störung kann in dieser Phase schwerwiegende Folgen haben.

Deshalb gilt: Eingegrabene Tiere bleiben eingegraben.

Gruppenhaltung ist möglich

Peridontopyge rubescens kann grundsätzlich gemeinsam mit Artgenossen gehalten werden.

Bei mehreren Tieren müssen Grundfläche und Substratmenge entsprechend angepasst werden.

Dabei solltest du besonders den Futterverbrauch beachten.

Denn eine größere Gruppe setzt auch mehr Futterlaub, weißfaules Holz und verwertbare Bestandteile des Substrats um.

Deshalb muss regelmäßig frisches Material ergänzt werden.

Wann ist das Substrat verbraucht?

Im Laufe der Zeit wird der Bodengrund zunehmend feiner.

Große Blattstücke verschwinden und auch die Anteile an weißfaulem Holz werden weniger.

Das zeigt, dass die Tiere das vorhandene Material verwertet haben.

Dann sollte frisches Tausendfüßer-Substrat ergänzt beziehungsweise ein Teil des verbrauchten Bodengrunds ersetzt werden.

Bei jeder Arbeit am Substrat ist Vorsicht notwendig.

Jungtiere, Eier oder Tiere in Häutung können sich darin befinden.

Vorteile auf einen Blick

  • Peridontopyge rubescens
  • Familie Odontopygidae
  • Afrikanischer Tausendfüßer
  • Auffällige rötliche bis rotbraune Färbung
  • Schlanker, eleganter Körperbau
  • Friedlicher Bodenbewohner
  • Interessantes Grab- und Fressverhalten
  • Gruppenhaltung möglich
  • Mindestens 10–15 cm Substrathöhe
  • Praktischer Temperaturbereich ungefähr 23–27 °C
  • Gleichmäßig feuchter Bodengrund
  • Feuchtigkeitsgefälle empfehlenswert
  • Gute Belüftung wichtig
  • Staunässe vermeiden
  • Tausendfüßer-Substrat dient als Lebensraum und Nahrung
  • Futterlaub dauerhaft anbieten
  • Weißfaules Holz gehört zur Grundversorgung
  • Obst und Gemüse nur als Ergänzung
  • Calciumquelle kann zusätzlich angeboten werden
  • Häutungen finden geschützt im Boden statt
  • Eingegrabene Tiere niemals ausgraben
  • Keine Heizmatte unter dem Terrarium

Passendes Zubehör für dein Setup

Tausendfüßer Terrarium Komplettset – bietet ausreichend Bodenfläche und ermöglicht eine tiefe Substratschicht zum Graben, Verstecken und Häuten.

Insektenliebe Tausendfüßer-Komplettset – bietet eine auf die Haltung von Tausendfüßern abgestimmte Grundausstattung für den Einstieg.

Tausendfüßer-Substrat – bildet gleichzeitig grabfähigen Lebensraum und eine wichtige Nahrungsgrundlage aus fermentiertem Laub und weißfaulem Holz.

Futterlaub – dient als natürliche Dauernahrung, bietet Deckung und schützt das darunterliegende Substrat vor zu schnellem Austrocknen.

Weißfaules Holz – liefert zersetztes Holz als wichtigen Bestandteil einer naturnahen Ernährung.

Insektenliebe Futterfels – hält Obst, Gemüse und anderes Ergänzungsfutter vom feuchten Bodengrund fern und erleichtert die Reinigung.

Fazit

Peridontopyge rubescens ist ein außergewöhnlicher afrikanischer Tausendfüßer, der besonders durch seinen schlanken Körper und die rötliche bis rotbraune Färbung auffällt. Damit bietet er optisch eine interessante Alternative zu den deutlich massiger gebauten Riesentausendfüßern.

Für eine erfolgreiche Haltung steht der Bodengrund im Mittelpunkt. Mindestens 10–15 cm Tausendfüßer-Substrat, eine großzügige Schicht Futterlaub und weißfaules Holz schaffen gleichzeitig Lebensraum und Nahrungsgrundlage.

Ein Temperaturbereich von ungefähr 23–27 °C, ein feuchter, aber niemals vernässter Boden und eine gute Belüftung schaffen passende Bedingungen. Frisches Obst und Gemüse ergänzen die Ernährung, ersetzen die natürlichen Bestandteile des Bodens jedoch nicht.

Wer einen friedlichen Tausendfüßer mit einer besonderen Färbung und einem eleganten Körperbau sucht, findet mit Peridontopyge rubescens einen interessanten Bewohner für ein naturnah gestaltetes Waldterrarium.

Perfekt kombiniert mit