Hierodula spec. „Kalimantan Blue“

Hierodula spec. „Kalimantan Blue“

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Weitere Produktinformationen

SchwierigkeitEinfach

Geschlechtunbestimmt

Tier Größe (mm) < 95 mm

Temperatur (°C)25°C – 28°C

g

Icon Schwierigkeitsgrad

Einfach

Icon Heimat

Borneo

Icon Tiergroesse

< 95 mm

Icon Temperatur

25°C – 28°C

Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ – außergewöhnliche Fangschrecke aus Borneo

Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ ist eine seltene und besonders attraktive Fangschrecke aus Kalimantan auf Borneo. Ihr kräftiger Körperbau, das breite Erscheinungsbild und die interessante grünliche bis blaugrüne Farbwirkung machen sie zu einem echten Blickfang im Terrarium.

Bei der Bezeichnung ist allerdings Genauigkeit wichtig. „Kalimantan Blue“ ist keine wissenschaftlich beschriebene Art. Die Tiere werden in der Terraristik unter der Bezeichnung Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ geführt. Das Kürzel „sp.“ zeigt dabei an, dass die Tiere eindeutig der Gattung Hierodula zugeordnet werden, die genaue Art jedoch noch nicht sicher bestimmt ist.

Gerade bei Hierodula aus Borneo ist diese Bezeichnung sinnvoll. Die Gattung ist wissenschaftlich schwierig zu bestimmen und mehrere dort vorkommende Formen sind noch nicht eindeutig beschrieben oder zugeordnet. Deshalb verzichten wir bewusst darauf, Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ einfach einer bekannten Hierodula-Art zuzuordnen.

Die besondere Färbung von Hierodula spec. „Kalimantan Blue“

Der Zusatz „Blue“ macht diese Zuchtform besonders interessant. Die Tiere können attraktive grünliche, blaugrüne bis teilweise türkis wirkende Farbtöne zeigen.

Dabei solltest du jedoch bedenken, dass es sich um lebende Tiere handelt. Die genaue Färbung und ihre Intensität können deshalb von Tier zu Tier unterschiedlich ausfallen. Außerdem kann sich das Erscheinungsbild während der Entwicklung verändern.

Gerade diese Variabilität macht die Aufzucht besonders spannend, denn bei einem Jungtier lässt sich die spätere Färbung nicht immer vollständig vorhersagen.

Eine kräftige Vertreterin der Gattung Hierodula

Hierodula gehören zu den kräftig gebauten Fangschrecken. Auch Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ besitzt den typischen Körperbau einer großen Hierodula.

Weibchen entwickeln einen deutlich kräftigeren Körper und einen voluminösen Hinterleib. Männchen bleiben dagegen schlanker und wirken insgesamt leichter.

Eine wissenschaftlich abgesicherte Endgröße für die als „Kalimantan Blue“ bezeichnete Zuchtform liegt derzeit nicht vor. Deshalb übernehmen wir bewusst keine Größenangaben anderer Hierodula-Arten.

Aus dem tropischen Kalimantan auf Borneo

Die Herkunftsbezeichnung Kalimantan verweist auf den indonesischen Teil der Insel Borneo.

Dort kommen verschiedene Vertreter der Gattung Hierodula in tropischen Lebensräumen vor. Deshalb orientieren wir uns auch bei der Haltung von Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ an einem warmen und tropischen Klima.

Tropisch bedeutet jedoch nicht dauerhaft nass. Vielmehr sollte das Terrarium regelmäßig leicht befeuchtet werden und anschließend wieder teilweise abtrocknen können. Gleichzeitig sorgt eine gute Belüftung für den notwendigen Luftaustausch.

Etwa 25–28 °C für eine warme Haltung

Für die Terrarienhaltung empfehlen wir tagsüber ungefähr 25–28 °C. In der Nacht darf die Temperatur etwas absinken.

Dabei muss nicht das gesamte Terrarium exakt dieselbe Temperatur besitzen. Eine Wärmequelle beziehungsweise Beleuchtung von oben schafft einen wärmeren Bereich, während weiter unten etwas kühlere Zonen entstehen.

Dadurch kann Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ selbst zwischen unterschiedlichen Temperaturbereichen wählen.

Bei diesen Temperaturen handelt es sich um praktische Haltungswerte für die Terrarienhaltung und nicht um wissenschaftlich ermittelte Optimalwerte für eine bereits eindeutig bestimmte Art.

Feuchtigkeit und Frischluft miteinander verbinden

Bei der Luftfeuchtigkeit ist das Zusammenspiel verschiedener Faktoren wichtiger als ein einzelner Prozentwert.

Sprühe das Terrarium regelmäßig leicht ein, sodass kleine Wassertropfen auf Blättern, Ästen und anderen Oberflächen entstehen. Diese können gleichzeitig als Trinkmöglichkeit dienen.

Anschließend sollte überschüssige Feuchtigkeit jedoch wieder entweichen können. Dauerhaft nasse Scheiben, ein vollständig durchnässter Bodengrund und stehende feuchte Luft solltest du vermeiden.

Deshalb gehört eine gute Belüftung zu den wichtigsten Punkten bei der Haltung.

Ein hohes Terrarium für Hierodula spec. „Kalimantan Blue“

Fangschrecken wie Hierodula verbringen einen großen Teil ihres Lebens erhöht auf Pflanzen und Ästen.

Für ein adultes Tier empfehlen wir deshalb ein Terrarium von ungefähr 30 × 30 × 45 cm. Dabei ist besonders die Höhe wichtig.

Äste, Zweige und Pflanzen schaffen verschiedene Sitzplätze. Gleichzeitig solltest du das Terrarium jedoch nicht vollständig mit Dekoration füllen.

Denn die Mantide benötigt nicht nur Klettermöglichkeiten, sondern auch ausreichend freien Raum für ihre Häutungen.

Genügend Platz für eine sichere Häutung

Eine Fangschrecke häutet sich kopfüber.

Dafür hängt sich Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ an einer geeigneten Oberfläche fest und zieht sich anschließend nach unten aus ihrer alten Haut.

Unterhalb des Häutungsplatzes muss deshalb ausreichend Platz vorhanden sein. Als Orientierung sollte mindestens ungefähr die doppelte Körperlänge des Tieres frei bleiben.

Gerade bei größeren Nymphen ist dieser Punkt besonders wichtig. Pflanzen und Äste sollten deshalb bewusst angeordnet werden, sodass mehrere geeignete Häutungsplätze entstehen.

Eine beeindruckende Lauerjägerin

Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ zeigt das typische Jagdverhalten großer Fangschrecken.

Das Tier sitzt häufig ruhig zwischen Ästen und Pflanzen und beobachtet seine Umgebung. Kommt ein geeignetes Futtertier in Reichweite, richtet sich die Mantide auf die Beute aus.

Anschließend schlagen die kräftigen Fangbeine blitzschnell zu. Die Dornen an den Fangbeinen halten die Beute sicher fest, während sie gefressen wird.

Gerade dieses Jagdverhalten macht die Beobachtung von Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ besonders faszinierend.

Das Futter wächst mit deiner Mantide

Die Größe der Futtertiere sollte immer zum aktuellen Entwicklungsstadium passen.

Kleine Nymphen beginnen mit entsprechend kleinen Futtertieren wie Fruchtfliegen. Anschließend können größere Fliegen angeboten werden.

Mit zunehmender Körpergröße eignen sich beispielsweise Goldfliegen, Schmeißfliegen oder passend dimensionierte Schaben.

Dabei solltest du nicht nur nach einem festen Zeitplan füttern. Achte ebenfalls auf den Ernährungszustand deiner Mantide und passe die Futtermenge entsprechend an.

Fliegen fördern das natürliche Jagdverhalten

Fliegen eignen sich besonders gut als Futter für Hierodula spec. „Kalimantan Blue“.

Sie bewegen sich durch verschiedene Bereiche des Terrariums und gelangen dadurch auch zu einer erhöht sitzenden Fangschrecke. Gleichzeitig regen ihre Bewegungen das natürliche Jagdverhalten an.

Dadurch kannst du besonders gut beobachten, wie die Mantide ihre Beute zunächst fixiert und anschließend mit den Fangbeinen ergreift.

Die Größe der Fliegen muss natürlich immer zur Größe der Mantide passen.

Vor einer Häutung besonders aufmerksam sein

Wenn sich Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ auf eine Häutung vorbereitet, kann sie plötzlich das Futter verweigern.

In dieser Phase solltest du verbliebene Futtertiere aus dem Terrarium entfernen. Gleichzeitig braucht die Mantide Ruhe.

Nach der Häutung ist der neue Außenpanzer zunächst noch weich. Auch die Fangbeine benötigen etwas Zeit, bis sie vollständig ausgehärtet sind. Deshalb solltest du nicht sofort wieder große Futtertiere anbieten.

Erst wenn das Tier vollständig ausgehärtet ist, kannst du normal weiterfüttern.

Einzelhaltung für Hierodula spec. „Kalimantan Blue“

Wir empfehlen für Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ grundsätzlich die Einzelhaltung.

Fangschrecken sind räuberische Insekten. Deshalb besteht immer die Möglichkeit, dass ein Artgenosse als Beute betrachtet wird.

Besonders kritisch können Größenunterschiede und Häutungen werden. Ein frisch gehäutetes Tier kann sich kaum verteidigen und wäre einem Artgenossen schutzlos ausgeliefert.

Die Einzelhaltung erleichtert außerdem die Kontrolle von Futteraufnahme, Entwicklung und Häutungen.

Fortpflanzung und Ootheken

Für eine gezielte Verpaarung werden adulte Männchen und Weibchen kontrolliert zusammengesetzt.

Das Weibchen sollte vorher gut gefüttert werden. Trotzdem solltest du eine Verpaarung beobachten, denn auch dabei kann Kannibalismus auftreten.

Nach einer erfolgreichen Paarung produziert das Weibchen später Ootheken. Dabei liegen die Eier geschützt innerhalb einer zunächst schaumartigen Masse, die anschließend aushärtet.

Auf feste Angaben zur Anzahl der Jungtiere oder zur Inkubationsdauer verzichten wir bei Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ bewusst. Solange die genaue Art nicht wissenschaftlich geklärt ist, wäre es nicht sauber, einfach die Zuchtdaten einer anderen Hierodula-Art zu übernehmen.

Warum wir bewusst Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ schreiben

Die wissenschaftliche Einordnung der Hierodula-Arten auf Borneo ist kompliziert.

Aktuelle Untersuchungen aus Kalimantan zeigen, dass dort mehrere Hierodula-Formen vorkommen, die bislang nicht eindeutig einer beschriebenen Art zugeordnet werden konnten. Auch ältere Bestimmungen verschiedener Hierodula-Arten aus Borneo werden wissenschaftlich teilweise kritisch betrachtet.

Deshalb wäre es nicht seriös, allein anhand von Aussehen, Färbung oder Herkunft einen konkreten Artnamen festzulegen.

Die Bezeichnung Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ macht dagegen deutlich, was wir wissen und was noch nicht abschließend geklärt ist.

Vorteile auf einen Blick

  • Hierodula spec. „Kalimantan Blue“
  • Herkunftsbezeichnung Kalimantan/Borneo
  • Wissenschaftliche Artzuordnung derzeit nicht eindeutig geklärt
  • Große und kräftig gebaute Fangschrecke
  • Attraktive grünliche bis blaugrüne Farbwirkung
  • Färbung kann individuell variieren
  • Tropische Haltung
  • Etwa 25–28 °C am Tag als praktischer Haltungsbereich
  • Für adulte Tiere etwa 30 × 30 × 45 cm
  • Hohes und gut belüftetes Terrarium
  • Mindestens ungefähr doppelte Körperlänge als freier Häutungsraum
  • Ausgeprägtes Lauer- und Jagdverhalten
  • Futtergröße wird an die Entwicklung angepasst
  • Einzelhaltung empfohlen

Passendes Zubehör für dein Setup

Repto Terra Sky – bietet einer adulten Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ ausreichend Höhe, gute Belüftung und Platz für sichere Häutungen.

Repto Flat LED – sorgt für eine helle Ausleuchtung und schafft gleichzeitig einen wärmeren Bereich im oberen Teil des Terrariums.

Insektenliebe Hygro-Therm – ermöglicht dir die zuverlässige Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

GLORIA Drucksprühgeräte – erzeugen feine Wassertropfen und ermöglichen dadurch ein kontrolliertes Befeuchten von Pflanzen und Einrichtung.

Echte Liane– schaffen zusätzliche Sitz- und Klettermöglichkeiten und bringen natürliche Strukturen in den oberen Terrarienbereich.

Insektenliebe Tropischer Regen – eignet sich zum Befeuchten des Terrariums und hilft gleichzeitig dabei, Kalkflecken auf Glas und Einrichtung zu vermeiden.

Fazit

Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ verbindet den kräftigen Körperbau einer großen Hierodula mit einer außergewöhnlichen grünlichen bis blaugrünen Farbwirkung. Besonders interessant ist außerdem ihre Herkunftsbezeichnung Kalimantan auf Borneo.

Für die Haltung empfehlen wir ein hohes, gut belüftetes Terrarium mit vielen Sitzmöglichkeiten und gleichzeitig ausreichend freiem Häutungsraum. Tagsüber bieten ungefähr 25–28 °C eine sinnvolle Orientierung. Regelmäßiges leichtes Sprühen stellt Feuchtigkeit und Trinkwasser bereit, während eine gute Belüftung dafür sorgt, dass das Terrarium anschließend wieder teilweise abtrocknen kann.

Genauso wichtig ist uns jedoch die korrekte Bezeichnung. „Kalimantan Blue“ ist derzeit kein wissenschaftlich beschriebener Artname. Deshalb führen wir diese außergewöhnliche Fangschrecke bewusst als Hierodula spec. „Kalimantan Blue“ und übernehmen keine vermeintlich exakten Artangaben anderer Händler.

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