Cosmoderus-femoralis-1-2.jpg

Cosmoderus femoralis "Drachenkopf Grille"

29,00 € inkl. MwSt. zzgl. Versand

Vorrätig

Kategorie:
Artikelnummer: 449
Weitere Produktinformationen

SchwierigkeitMittel

Tier Größe (mm) < 50 mm

Temperatur (°C)25°C – 27°C

g110

Icon Schwierigkeitsgrad

Mittel

Icon Heimat

Kamerun

Icon Tiergroesse

< 50 mm

Icon Temperatur

25°C – 27°C

Cosmoderus femoralis – die faszinierende Drachenkopf-Grille aus Afrika

Cosmoderus femoralis, auch als Drachenkopf-Grille, Dornengrille oder Kampfgrille bekannt, gehört zu den außergewöhnlichsten Insekten, die du im Terrarium beobachten kannst. Ihr kräftiger Körper, die zahlreichen Dornen und ihr beinahe urzeitliches Aussehen erinnern tatsächlich an einen kleinen Drachen.

Besonders auffällig sind der breite Kopf, die kräftigen Beine und die vielen spitzen Fortsätze. Dadurch unterscheidet sich Cosmoderus femoralis deutlich von gewöhnlichen Grillen und Heuschrecken.

Trotz ihres deutschen Namens gehört die Art übrigens nicht zu den Echten Grillen. Wissenschaftlich zählt sie zur Familie Tettigoniidae, also zu den Laubheuschrecken. Innerhalb dieser Familie gehört sie zur Unterfamilie Hetrodinae, deren Vertreter häufig durch eine besonders kräftige und dornige Körperform auffallen.

Die Art wurde bereits 1902 von Sjöstedt wissenschaftlich beschrieben. Dennoch ist sie in der Terraristik bis heute eine echte Besonderheit.

Cosmoderus femoralis – eine außergewöhnliche Entdeckung aus Kamerun

Die Drachenkopf-Grille stammt aus dem tropischen Zentralafrika.

Besonders gut dokumentiert sind Vorkommen in Kamerun. Dort wurde auch das wissenschaftliche Typusexemplar gefunden.

Eine neuere wissenschaftliche Untersuchung bestätigte außerdem ein Vorkommen in der Republik Kongo. Damit ist die Art nicht ausschließlich auf Kamerun beschränkt.

In ihrem natürlichen Lebensraum findet Cosmoderus femoralis zwischen Vegetation und Bodenstrukturen zahlreiche Versteckmöglichkeiten.

Für die Haltung bedeutet das vor allem, dass ein strukturreiches Terrarium mit unterschiedlichen Rückzugsorten besonders sinnvoll ist.

Ein kleiner Drache mit beeindruckenden Dornen

Das auffälligste Merkmal von Cosmoderus femoralis ist zweifellos ihre ungewöhnliche Körperform.

Über Kopf, Halsschild und weitere Körperbereiche verteilen sich zahlreiche kräftige Dornen. Zusammen mit der gedrungenen Körperform entsteht dadurch das typische drachenartige Erscheinungsbild.

Die Grundfärbung bewegt sich überwiegend zwischen Braun, Rotbraun und dunkleren Farbtönen. Teilweise zeigen die Tiere außerdem einen leicht metallischen Glanz.

Gerade bei einer genaueren Betrachtung kommen die vielen kleinen Details besonders gut zur Geltung.

Deshalb ist diese Art auch für Halter interessant, die ungewöhnliche Körperformen und natürliche Anpassungen von Insekten faszinierend finden.

Weibchen können bis zu 6 cm erreichen

Bei Cosmoderus femoralis unterscheiden sich Männchen und Weibchen in ihrer Körpergröße.

Nach dokumentierten Zuchterfahrungen erreichen Männchen ungefähr 4–5 cm Körperlänge. Weibchen werden dagegen mit etwa 5–6 cm etwas größer.

Zusätzlich wirken Weibchen häufig kräftiger und besitzen einen breiteren Hinterleib.

Durch die zahlreichen Dornen erscheinen beide Geschlechter jedoch deutlich massiger, als ihre reine Körperlänge vermuten lässt.

Ein ungewöhnliches Verhalten im Terrarium

Die Drachenkopf-Grille ist nicht nur optisch interessant.

Auch ihr Verhalten macht sie zu einem spannenden Beobachtungstier.

Die Tiere bewegen sich zwischen Bodengrund, Ästen und Verstecken. Dabei untersuchen sie ihre Umgebung und suchen nach geeigneten Futterquellen.

Besonders interessant ist ihre Reaktion auf unterschiedliche Futtersorten. Denn Cosmoderus femoralis ernährt sich nicht ausschließlich von pflanzlicher Nahrung.

Auch tierische Bestandteile gehören zu ihrem Nahrungsspektrum.

Dadurch unterscheidet sie sich deutlich von vielen klassischen pflanzenfressenden Heuschreckenarten.

25–28 °C für eine warme Haltung

Für die Haltung empfehlen wir tagsüber ungefähr 25–28 °C.

Dieser Bereich entspricht den dokumentierten Erfahrungen erfolgreicher Halter. Gleichzeitig passt er gut zu den warmen Lebensräumen der Art.

Nachts darf die Temperatur etwas absinken.

Eine Beleuchtung beziehungsweise Wärmequelle von oben kann einen wärmeren Bereich schaffen. Gleichzeitig sollten kühlere Rückzugsorte vorhanden sein.

Dadurch können die Tiere selbst unterschiedliche Temperaturzonen aufsuchen.

Wichtig ist außerdem, dass sich das Terrarium nicht unkontrolliert aufheizt.

Die richtige Luftfeuchtigkeit für Cosmoderus femoralis

Die Drachenkopf-Grille benötigt ein warmes Klima mit einer gewissen Grundfeuchtigkeit.

Als praktische Orientierung haben sich ungefähr 60–75 % relative Luftfeuchtigkeit bewährt.

Dabei solltest du jedoch nicht versuchen, das gesamte Terrarium dauerhaft nass zu halten.

Besser ist ein leicht feuchter Bodengrund mit einzelnen feuchteren Rückzugsbereichen.

Gleichzeitig muss ausreichend Frischluft vorhanden sein. Denn stehende, feuchte Luft und dauerhaft nasse Oberflächen können Probleme verursachen.

Deshalb solltest du immer auf eine gute Belüftung achten.

Ein Terrarium ab 30 × 30 × 30 cm

Für eine kleine Gruppe von Cosmoderus femoralis empfehlen wir ein Terrarium ab ungefähr 30 × 30 × 30 cm.

Dabei gilt natürlich: Je mehr Tiere du halten möchtest, desto mehr Platz solltest du einplanen.

Die Einrichtung darf abwechslungsreich ausfallen.

Korkrinde, Wurzeln und Äste schaffen verschiedene Rückzugsorte. Gleichzeitig ermöglichen sie den Tieren, ihre Umgebung zu erkunden.

Besonders wichtig sind mehrere voneinander getrennte Verstecke.

Denn obwohl eine Gruppenhaltung möglich ist, sollten sich die Tiere jederzeit aus dem Weg gehen können.

Waldhumus als natürlicher Bodengrund

Für Cosmoderus femoralis eignet sich ein lockerer Bodengrund aus Waldhumus.

Dieser speichert Feuchtigkeit und ermöglicht gleichzeitig eine natürliche Gestaltung des Terrariums.

Du kannst außerdem eine dünne Schicht Futterlaub aufbringen. Dadurch entstehen zusätzliche Versteckmöglichkeiten und eine abwechslungsreiche Bodenstruktur.

Einige Halter verwenden auch Erde-Sand-Mischungen.

Wichtig ist vor allem, dass der Bodengrund nicht dauerhaft durchnässt und ausreichend tief für natürliche Verhaltensweisen ist.

Gerade bei der Zucht spielt das Substrat außerdem eine wichtige Rolle, da die Weibchen ihre Eier darin ablegen.

Obst und Gemüse stehen auf dem Speiseplan

Bei der Ernährung zeigt sich Cosmoderus femoralis erfreulich vielseitig.

Die Tiere nehmen verschiedene pflanzliche Futtersorten an.

Besonders gut eignen sich beispielsweise:

  • Zucchini und Gurke
  • Karotten
  • Apfel und Birne
  • Verschiedene geeignete Blätter
  • Beetle Jelly als ergänzendes Futter

Biete das Futter möglichst abwechslungsreich an.

Dabei solltest du Obst und Gemüse gründlich reinigen und auf unbehandelte Ware achten.

Nicht gefressene Reste müssen regelmäßig entfernt werden, damit sie nicht schimmeln.

Auch tierisches Eiweiß gehört zur Ernährung

Eine Besonderheit von Cosmoderus femoralis ist ihre omnivore Ernährung.

Das bedeutet, dass die Tiere sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung aufnehmen.

Neben Obst und Gemüse können deshalb gelegentlich geeignete proteinreiche Futtermittel angeboten werden.

Erfahrene Halter verwenden beispielsweise Fischfutterflocken oder andere geeignete Insektenfuttermittel. Auch tote Insekten werden angenommen.

Dabei solltest du ausschließlich frisches und hygienisch einwandfreies Futter verwenden.

Tierische Nahrung sollte die pflanzliche Ernährung ergänzen und nicht vollständig ersetzen.

Gerade bei einer Gruppenhaltung ist eine ausreichende und abwechslungsreiche Fütterung wichtig.

Gruppenhaltung ist möglich – aber nicht ohne Risiko

Cosmoderus femoralis kann grundsätzlich in kleinen Gruppen gehalten werden.

Allerdings solltest du die Tiere nicht als uneingeschränkt friedlich betrachten.

Aus dokumentierten Zuchterfahrungen ist bekannt, dass es besonders bei zu dichtem Besatz zu Kannibalismus kommen kann.

Geschwächte oder kranke Tiere sind dabei besonders gefährdet.

Deshalb empfehlen wir ausreichend Platz, mehrere Verstecke und eine zuverlässige Futterversorgung.

Außerdem solltest du die Gruppe regelmäßig beobachten.

Bei Problemen können einzelne Tiere jederzeit getrennt werden.

Die Zucht der Drachenkopf-Grille ist besonders spannend

Die Nachzucht von Cosmoderus femoralis ist möglich, gilt jedoch als anspruchsvoller als die reine Haltung.

Die Weibchen legen ihre Eier in den Bodengrund.

Dafür eignet sich beispielsweise ein ausreichend tiefes, geeignet feuchtes Erde-Sand-Gemisch.

Besonders interessant ist die lange Entwicklung der Eier.

Aus dokumentierten Zuchterfahrungen wird eine Inkubationsdauer von ungefähr 10 Monaten beschrieben. Dabei könnte ein Wechsel zwischen trockeneren und feuchteren Phasen eine wichtige Rolle spielen.

Allerdings sind diese Angaben noch nicht so umfassend abgesichert wie bei häufig gezüchteten Arten.

Deshalb solltest du die Zucht nicht als selbstverständlich betrachten.

Eine echte Rarität für Wirbellosenliebhaber

Während gewöhnliche Heimchen und viele Heuschreckenarten regelmäßig im Handel angeboten werden, bleibt Cosmoderus femoralis eine vergleichsweise seltene Erscheinung.

Dabei bietet die Art eine außergewöhnliche Kombination aus auffälliger Körperform, interessanter Ernährung und spannendem Verhalten.

Besonders die vielen Dornen und der kräftige Körperbau machen sie unverwechselbar.

Wer bereits Erfahrungen mit verschiedenen Wirbellosen gesammelt hat und nach einer ungewöhnlichen Art sucht, findet in der Drachenkopf-Grille ein faszinierendes Terrarientier.

Vorteile auf einen Blick

  • Cosmoderus femoralis (Sjöstedt, 1902)
  • Deutscher Name Drachenkopf-Grille
  • Weitere Namen Dornengrille und Kampfgrille
  • Familie Tettigoniidae
  • Unterfamilie Hetrodinae
  • Herkunft Kamerun und Republik Kongo
  • Männchen ungefähr 4–5 cm
  • Weibchen ungefähr 5–6 cm
  • Auffällige Dornen am Körper
  • Kräftige, drachenartige Erscheinung
  • Tagestemperatur ungefähr 25–28 °C
  • Luftfeuchtigkeit ungefähr 60–75 %
  • Terrarium ab etwa 30 × 30 × 30 cm
  • Lockerer, leicht feuchter Bodengrund
  • Omnivore Ernährung
  • Obst, Gemüse und ergänzend tierisches Eiweiß
  • Gruppenhaltung mit ausreichend Platz möglich
  • Kannibalismus bei zu dichtem Besatz möglich
  • Eiablage im Bodengrund
  • Lange Inkubationszeit von ungefähr 10 Monaten möglich
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel

Passendes Zubehör für dein Setup

Insektenliebe Terrarium – bietet ausreichend Platz für eine strukturreiche Einrichtung mit verschiedenen Verstecken und Rückzugsbereichen.

Waldhumus – schafft einen natürlichen Bodengrund, speichert Feuchtigkeit und ermöglicht eine abwechslungsreiche Bodengestaltung.

Korkrinde – bietet geschützte Verstecke und zusätzliche Strukturen, zwischen denen sich die Tiere zurückziehen können.

Futterlaub – ergänzt den Bodengrund und schafft weitere Versteckmöglichkeiten für die Drachenkopf-Grillen.

Beetle Jelly – bietet eine praktische Ergänzung zur abwechslungsreichen Ernährung mit Obst, Gemüse und proteinreichen Futtermitteln.

Insektenliebe Hygro-Therm – ermöglicht dir die Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Terrarium.

Fazit

Cosmoderus femoralis ist eine außergewöhnliche Heuschreckenart, die ihren Namen Drachenkopf-Grille wirklich verdient.

Ihr kräftiger Körper, die zahlreichen Dornen und die interessante Färbung machen sie zu einem echten Blickfang. Gleichzeitig bietet sie durch ihre vielseitige Ernährung und ihr Verhalten spannende Beobachtungsmöglichkeiten.

Für die Haltung empfehlen wir ein Terrarium ab ungefähr 30 × 30 × 30 cm, Temperaturen von 25–28 °C und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 60–75 %. Ein lockerer Bodengrund aus Waldhumus sowie verschiedene Verstecke schaffen passende Bedingungen.

Bei der Ernährung ist Abwechslung besonders wichtig. Neben Obst und Gemüse nimmt Cosmoderus femoralis auch tierisches Eiweiß an.

Eine Gruppenhaltung ist möglich, allerdings solltest du ausreichend Platz und Futter anbieten. Denn bei zu dichtem Besatz kann es zu Kannibalismus kommen.

Besonders spannend bleibt außerdem die Zucht. Die Weibchen legen ihre Eier im Bodengrund ab, wobei die Entwicklung mehrere Monate dauern kann.

Damit ist Cosmoderus femoralis eine faszinierende Wahl für Wirbellosenliebhaber, die eine seltene, ungewöhnlich aussehende Art mit interessantem Verhalten suchen.

Perfekt kombiniert mit