Gandanameno spec.
Einfach
Südafrika
< 30 mm
24°C – 28°C
Gandanameno spec. – Schwarze Samtspinne mit außergewöhnlichem Sozialverhalten
Eine kleine schwarze Brombeere auf acht Beinen? Diesen Eindruck könnte man bekommen, wenn man die Gandanameno spec. zum ersten Mal sieht. Ihr rundlicher Körper, die samtig schwarze Behaarung und die feinen weißen Punkte machen diese afrikanische Samtspinne zu einem außergewöhnlichen Terrarienbewohner. Besonders bei seitlichem Lichteinfall zeigt ihr Körper einen dezenten bläulichen Schimmer.
Doch die Schwarze Samtspinne hat weit mehr zu bieten als ihr auffälliges Aussehen. Denn sie baut kunstvolle Gespinste, lauert geduldig auf Beute und zeigt ein interessantes Verhalten gegenüber Artgenossen. Deshalb lohnt es sich, diese kleine Spinne genauer kennenzulernen.
Schwarzer Samt mit weißen Punkten
Die Gandanameno spec. gehört zur Familie der Eresidae, die wir auch als Samtspinnen oder Röhrenspinnen kennen.
Ihr Körper wirkt kräftig und kompakt. Besonders das rundliche Abdomen fällt sofort auf. Während die samtige Behaarung tiefschwarz erscheint, setzen kleine weiße Punkte einen schönen Kontrast.
Außerdem kann die Oberfläche je nach Lichteinfall leicht bläulich schimmern. Dadurch wirkt die Spinne fast wie eine kleine schwarze Perle.
Ausgewachsene Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 3 cm. Die Männchen bleiben dagegen deutlich kleiner und erreichen ungefähr die halbe Größe.
Gerade dieser Größenunterschied macht die Geschlechter später gut unterscheidbar.
Eine Spinne, die ihr Zuhause selbst gestaltet
Die Schwarze Samtspinne ist keine typische Laufjägerin. Stattdessen richtet sie sich einen festen Wohnplatz ein und gestaltet diesen mit ihrer eigenen Seide.
Dafür nutzt sie gerne Korkröhren, kleine Hohlräume oder geschützte Bereiche zwischen Ästen.
Von dort aus legt sie feine Gespinstfäden an. Diese dienen nicht nur als Schutz, sondern helfen ihr auch bei der Jagd.
Sobald ein Beutetier die Fäden berührt, nimmt die Spinne die Bewegung wahr. Anschließend verlässt sie blitzschnell ihren Unterschlupf und ergreift ihre Beute.
Besonders spannend ist dabei, dass sich das Gespinst mit der Zeit immer weiter ausdehnt. So entsteht ein kleines Netz aus Wohnröhre und Fangfäden.
Gruppenhaltung – eine Besonderheit mit Einschränkungen
Viele Spinnen leben streng einzeln. Bei einigen Samtspinnen beobachten Forscher dagegen ein ausgeprägtes Sozialverhalten.
Auch für Gandanameno spec. wird eine gemeinschaftliche Lebensweise beschrieben. Dabei können Jungtiere ihre Wohnröhren zunächst dicht nebeneinander anlegen.
Mit zunehmendem Alter beanspruchen die Tiere jedoch eigene Bereiche.
Trotzdem solltest du eine Gruppenhaltung nicht mit einem dauerhaft friedlichen Zusammenleben verwechseln. Denn auch bei Arten mit sozialem Verhalten können Konkurrenz, Stress und Kannibalismus auftreten.
Für eine sichere Haltung empfehlen wir deshalb, Gandanameno spec. einzeln unterzubringen.
So kannst du jedes Tier gezielt füttern und seine Entwicklung besser beobachten.
Warm und überwiegend trocken
Die Gandanameno spec. stammt aus Afrika und bevorzugt ein warmes, eher trockenes Terrarium.
Temperaturen zwischen 24 und 28 °C bieten eine gute Orientierung für die Haltung.
Außerdem sollte der Bodengrund überwiegend trocken bleiben. Eine dauerhaft nasse Umgebung passt nicht zu den beschriebenen Ansprüchen dieser Spinne.
Gelegentlich kannst du einen kleinen Bereich leicht befeuchten. Dabei ist jedoch wichtig, dass die Feuchtigkeit wieder abtrocknen kann.
Eine gute Belüftung hilft zusätzlich, Staunässe zu vermeiden.
Den größten Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs deckt die Spinne über ihre Beutetiere. Dennoch kannst du bei ausreichend Platz eine sehr flache Wasserschale anbieten.
So richtest du das Terrarium ein
Für die Schwarze Samtspinne zählt nicht die Höhe des Terrariums, sondern vor allem die passende Einrichtung.
Denn sie benötigt geschützte Stellen, an denen sie ihre Wohnröhre anlegen kann.
Besonders gut eignen sich Korkröhren und Korkrindenstücke. Diese bieten natürliche Hohlräume und dienen gleichzeitig als Grundlage für ihre Gespinste.
Ergänzend kannst du trockene Gräser, dünne Zweige und kleine Äste verwenden.
Dadurch entstehen zusätzliche Befestigungspunkte für die Fangfäden.
Auch Tillandsien können die Einrichtung optisch aufwerten. Achte jedoch darauf, dass du die Spinne beim Besprühen der Pflanzen nicht unnötig störst.
Ein lockerer, überwiegend trockener Bodengrund rundet das Terrarium ab.
Fütterung – lieber krabbelnde Beute
Die Gandanameno spec. reagiert besonders gut auf Futtertiere, die sich am Boden oder zwischen den Gespinsten bewegen.
Dazu gehören beispielsweise kleine Heimchen, Grillen und Schaben.
Auch passende Heuschrecken kommen für größere Tiere infrage.
Wichtig ist jedoch, dass die Beute zur Größe der Spinne passt. Besonders bei Jungtieren solltest du deshalb deutlich kleinere Futterinsekten anbieten.
Für ausgewachsene Tiere reicht häufig eine Fütterung pro Woche.
Allerdings hängt der tatsächliche Bedarf von Größe, Alter und Ernährungszustand ab.
Vor einer Häutung stellt die Spinne das Fressen oft ein. Das ist zunächst kein Grund zur Sorge.
Entferne in dieser Zeit übrig gebliebene Futtertiere, damit sie die Spinne während der Häutung nicht stören oder verletzen.
Langsame Entwicklung und interessante Fortpflanzung
Die Schwarze Samtspinne benötigt einige Zeit, bis sie ihre endgültige Größe erreicht.
Weibchen werden nach den vorliegenden Haltungsangaben erst mit ungefähr 2,5 bis 3 Jahren geschlechtsreif.
Männchen entwickeln sich dagegen schneller und leben nach der letzten Häutung meist deutlich kürzer.
Für Weibchen wird eine Lebensdauer von bis zu fünf Jahren angegeben.
Besonders interessant ist die Brutpflege. Während bei manchen Samtspinnen die Jungtiere ihre Mutter schließlich auffressen, wird für die hier angebotene Gandanameno-Form beschrieben, dass Weibchen mehrere Kokons hervorbringen können.
Da die Tiere unter der Bezeichnung Gandanameno spec. und nicht mit einem eindeutig bestimmten Artnamen angeboten werden, lassen sich solche Angaben jedoch nicht ohne Weiteres auf alle Vertreter der Gattung übertragen.
Ist Gandanameno spec. für Anfänger geeignet?
Die Schwarze Samtspinne eignet sich besonders für Halter, die gerne natürliches Verhalten beobachten.
Denn sie verbringt einen großen Teil ihrer Zeit in oder an ihrem Gespinst.
Dafür kannst du mit etwas Geduld beobachten, wie sie ihren Unterschlupf ausbaut und auf Beutetiere reagiert.
Die Haltung ist bei passenden Temperaturen und einer trockenen Einrichtung gut überschaubar.
Allerdings solltest du bereits etwas Erfahrung im Umgang mit kleinen Spinnen besitzen.
Außerdem handelt es sich um ein Beobachtungstier, das du möglichst nicht anfassen solltest.
Vorteile auf einen Blick
- Samtig schwarze Spinne mit auffälligen weißen Punkten
- Dezenter bläulicher Schimmer bei passendem Lichteinfall
- Kompakter Körper mit rundlichem Abdomen
- Weibchen erreichen bis zu 3 cm Körperlänge
- Interessanter Bau von Wohnröhren und Fanggespinsten
- Spannendes Jagdverhalten
- Bevorzugt warme Temperaturen zwischen 24 und 28 °C
- Überwiegend trockene Haltung
- Benötigt vergleichsweise wenig Platz
- Frisst Heimchen, Grillen und kleine Schaben
- Weibchen können nach den vorliegenden Angaben bis zu fünf Jahre alt werden
- Besonders interessant für Liebhaber von Samtspinnen
Passendes Zubehör für dein Setup
Eresus Komplettset – bietet eine passende Grundlage für die Haltung der Schwarzen Samtspinne. Mit Terrarium, Bodengrund und natürlichen Einrichtungsgegenständen kannst du einen warmen, überwiegend trockenen Lebensraum mit geschützten Verstecken gestalten.
Korkröhren – dienen als geschützter Rückzugsort und Grundlage für die Wohnröhre.
Fingerwood XS – bietet zahlreiche Befestigungspunkte für die Fanggespinste.
Wüstensand – eignet sich für einen überwiegend trockenen Bodengrund.
Insektenliebe Hygro-Therm – ermöglicht die Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Heimchen – eignen sich in passender Größe als Futtertiere.
Fazit: Eine kleine Spinne mit großem Beobachtungswert
Die Gandanameno spec. begeistert durch ihre ungewöhnliche Optik und ihr spannendes Verhalten.
Ihr samtig schwarzer Körper mit den weißen Punkten erinnert an eine kleine Brombeere. Gleichzeitig zeigt sie eindrucksvoll, wie geschickt Spinnen ihre Umgebung mit Seide gestalten können.
Besonders interessant sind ihre selbst gebauten Wohnröhren und die feinen Fanggespinste. Denn hier kannst du beobachten, wie die Spinne ihren Lebensraum Schritt für Schritt verändert.
Wenn du eine außergewöhnliche afrikanische Samtspinne suchst, die nicht nur schön aussieht, sondern auch interessantes Verhalten zeigt, ist die Gandanameno spec. eine spannende Wahl für dein Terrarium.
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