Babyasseln – Einblicke in die erfolgreiche Asselaufzucht

Was ist zu tun, damit es winzig kleinen Asselbabys im Terrarium gut ergeht? Exakt dieser Frage werden wir im Folgenden nachgehen. Ich beziehe mich dabei ausschließlich auf den Nachwuchs von Asseln. Dabei werde ich zunächst beleuchten, wie die Entwicklung einer Babyassel verläuft, um dann darauf einzugehen, wie sich im Terrarium ein gutes Umfeld für sie schaffen lässt.

Entwicklung – vom befruchteten Ei zum adulten Tier

Besonders faszinierend ist, dass der Asselhalter die Vermehrung seiner Tiere in der Regel gut beobachten kann. Sein Blick sollte dabei vor allem den weiblichen Tieren gelten. Asseln legen ihr Gelege nämlich nicht irgendwo im Pflanzendickicht ab, sondern haben es immer bei sich. Interessant ist es, den Bauchbereich weiblicher Asseln zu beobachten.

Wer seine Asseln gut beobachtet, kann mit etwas Glück schon eine trächtige Assel erkennen und sich so auf den baldigen Nachwuchs einstellen. Zu achten ist hier auf den vorderen Bauchbereich weiblicher Asseln: Hier lässt sich der Brutbeutel (Marsupium) gut erkennen.

In der Bauchregion befinden sich die Eier ungefähr 40-50 Tage, bis die Babyasseln schlüpfen. Manchmal geht es auch ein wenig schneller, manchmal dauert es etwas länger. Nach Verlassen des Brutbeutels sind sie noch deutlich kleiner und heller gefärbt als die adulten Asseln. Ihr Panzer ist noch relativ weich, wodurch sie in diesem Stadium besonders trockenheits- und feuchtigkeitsempfindlich sind.

Tipp: Aufgrund der geringen Größe einer Babyassel muss der Halter gut das Geschehen in seinem Terrarium verfolgen, um den Nachwuchs überhaupt erblicken zu können. Hilfreich könnte hier eine Lupe sein. Mit dieser sollte vor allem der Bodengrund im Asselbecken nach Jungtieren abgesucht werden. In den ersten Tagen bewegen sich die jungen Tiere dabei häufig sehr wenig.

Alleine auf die Welt kommt eine Babyassel übrigens in aller Regel nicht: Sie hat je nach Art mitunter ungefähr bis zu einhundertsechzig Geschwister. Die Jungasseln wachsen in der Folgezeit stetig, wobei sich auch ihre Färbung und Zeichnung in der Regel langsam intensiviert. Nach ca. 12 Wochen können die jungen Tiere je nach Art dabei schon selbst geschlechtsreif sein. Ihre endgültige Größe und Färbung müssen sie zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht erreicht haben. Ob eine Babyassel allerdings überhaupt in einem Terrarium zu einem Erwachsenen und gesunden Tier heranwachsen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Auf diese gehe ich nun in den nächsten Kapiteln ein.

Asselgeburt

Gefahrenquellen für Babyasseln

Eine Babyassel ist je nach Art mit etwa zwei Millimetern zu Beginn wirklich sehr klein. Somit ist es logisch, dass für sie in einem Terrarium schnell vieles zu einer Gefahr werden kann. Unter anderem die folgenden Gefahrenquellen sollten daher im Idealfall in jedem Terrarium von Beginn an umschifft werden:

  • Fressfeinde: Tiere, die Asseln fressen, haben grundsätzlich in einem Asselbecken nichts zu suchen. Es gibt aber auch Terrarienbewohner, die ausgewachsenen Asseln zwar nichts anhaben können, dafür aber die sehr viel kleineren Babyasseln zum Fressen gern haben. Aus diesem Grund sollten im Idealfall gar keine anderen Tiere im Terrarium gehalten werden, wenn sich die Asseln ungehindert vermehren sollen.
  • Nicht ganz ideale Haltungsparameter: Babyasseln sind empfindlicher auf nicht ganz ideale Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte als ein erwachsenes Exemplar. Stimmt etwas mit den Haltungsparametern nicht, ist es grundsätzlich fraglich, ob es überhaupt zu einer Vermehrung kommt. Dennoch sollten auch und gerade in der Phase, in der sich Babyasseln im Becken befinden, die Feuchtigkeitswerte gut kontrolliert und ggf. angepasst werden.
  • Schwere Steine oder Holzstücke: Die Verstecke können in einem Terrarium schnell zu einer Todesfalle für Asseln werden – erst recht, wenn diese noch klein und nicht sehr kräftig sind. Hier besteht die Gefahr des Zerdrückens, wenn man neugierig einen Stein oder ein schweres Holzstück anhebt und wieder auf den Boden legt. Wer den Asselnachwuchs durchbringen möchte, sollte dementsprechend die Wahl der Versteckmöglichkeiten überdenken und auf leichte und gewölbte Rindenstücke oder Eierkartons zurückgreifen.

Aber selbst, wenn alle Gefahrenquellen für junge Asseln beseitigt wurden, bedeutet dies leider noch nicht, dass jede Babyassel die Entwicklung zur geschlechtsreifen Assel schaffen wird. Die Natur sieht auch bei diesen Tieren eine gewisse Selektion vor. Trotzdem lässt sich noch einiges dafür tun, dass die Asseln nicht nur vor Gefahren geschützt werden, sondern sich auch noch besonders wohl fühlen – mehr dazu im Folgenden.

Ein gutes Umfeld für Babyasseln

Sind die echten Gefahrenquellen in einem Asselbecken eliminiert, gilt es, darüber nachzudenken, wie einer Babyassel möglichst viel Komfort geboten werden kann. Schließlich soll es der Nachwuchs nicht nur sicher, sondern auch angenehm haben. Ganz wichtig sind dabei die folgenden zwei Aspekte:

  • Versteckmöglichkeiten im Terrarium: Moos erfüllt gleich zwei Funktionen – einmal als Versteckspender und einmal als Weidegrund. Unterschiedliche Moosarten schätzen junge Asseln, aber auch ältere Exemplare besonders. Oftmals sieht man sie dort wie auf einer Wiese grasend. Je höher das Substrat im Asselbehälter ist, desto mehr Versteckmöglichkeiten bieten sich dort.
  • Nahrung für die Babyasseln: Falls eine Zufütterung der Babyasseln sinnvoll erscheint, sollte für sie auf ein entsprechend kleinteiliges Futter Wert gelegt werden. Staubfutter zum Beispiel passt zu den kleinen Asseln sehr viel besser als manch anderes gröberes Futter, das möglicherweise nicht aufgenommen werden kann. Hierzu eignen sich besonders die Assel Futter- BALANCE FLAKES. Manche weichblättrige Laubarten wie Lindenlaub, wiederum scheinen geeignet zu sein, um sowohl älteren als auch jüngeren Asseln eine weitere Möglichkeit zur Ernährung zu bieten.
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